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Aktuell im Juni 2001

Die Themen des Monats:

1. Die Private Zusatzrente - Grundlagen und Grenzen
2.
Krankenkassen: Teurer, aber kein Mindestbeitrag
3.
Mehr Geld ab Juli
4.
Einspruch gegen Steuerbescheid
5.
Fonds: Value oder Growth?
6.
Bargeld im Ausland kostenlos
7.
Beitragsdepot und Unpfändbarkeit
8.
Und dann war da noch...

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1. Die Private Zusatzrente - Grundlagen und Grenzen

Wie bereits letzten Monat versprochen beschäftigen wir uns diesmal mit den Förderungsvoraussetzungen und Fördergrenzen für die "Riester-Rente", also die staatlich geförderte Zusatz-Rente (die Infos von letztem Monat finden Sie unter http://www.afw-gmbh.de/archiv/aktuell2001/200105/200105.html).
 

Wer kann die staatliche Förderung nutzen?

Jeder, der gesetzlich rentenversichert ist. Das heißt also,

  • jeder Arbeitnehmer (Arbeiter und Angestellte, auch Auszubildende)
  • pflichtversicherte Selbständige (z.B. Handwerker) und Landwirte
  • Empfänger von Kranken- und Arbeitslosengeld (!)
  • Wehr- oder Zivildienstleistende
  • Eltern im Gesetzlichen Erziehungsurlaub

Nicht nutzen können die Förderung

  • Beamte oder beamtenähnliche Dienstverhältnisse
  • Selbständige

Aber: Ist der Ehegatte förderfähig, können auch diese Berufsgruppen die volle Förderung in Anspruch nehmen!


Wie hoch ist die staatliche Förderung?

Zunächst einmal gibt es pro Person 75 DM pro Jahr!
Pro Kind kommen dann DM 90,- hinzu. (Alle Werte sollen ab 2004 steigen.)


Was sind die Voraussetzungen für die Nutzung der staatlichen Förderung?

Um die maximale Förderung nutzen zu können, muß mindestens 1% (in 2002 und 2003) des Bruttoeinkommens des Vorjahres gespart werden, maximal sind es DM 1.025,- pro Jahr.

Allerdings ist dieser Beitrag nicht komplett vom eigenen Einkommen zu zahlen, sondern ermäßigt sich um die staatlichen Zulagen wie oben beschrieben. Je mehr Kinder also vorhanden sind, desto niedriger wird der Eigenbetrag.

Nun kommt zusätzlich noch ein Steuervorteil hinzu: Den kompletten Sparbeitrag PLUS der Förderung können Sie als Sonderausgabenabzug steuerlich geltend machen.

Ein Beispiel:
Ein Lediger ohne Kinder verdient im Jahr 2000 brutto DM 70.000,-. Dann ist der Mindestbeitrag 1% vom Brutto, also DM 700,-. Um die maximale Förderung zu erhalten, müssen pro Jahr DM 700,- in einen förderfähigen Sparvertrag investiert werden. Doch diese DM 700,- reduzieren sich um die staatlichen Zulagen von DM 75,- auf 625,-. Somit müssen DM 625,- aus eigener Tasche aufgebracht werden.

Nehmen wir für einen Ledigen mit DM 70.000,- Einkommen einen Spitzensteuersatz von ca. 35% an. Dann kann er DM 700.- + DM 75,- Förderung, also DM 775,- steuerlich geltend machen. Sein steuerlicher Vorteil - also eine Rückerstattung durch das Finanzamt - beträgt dann ca. DM 270,- abzüglich der bereits erhaltenen Zulagen.

Diese reduzieren die effektive Belastung, so daß wir folgende Rechnung haben:

     DM 700,- Sparbeitrag
abzgl. DM  75,- staatliche Förderung
abzgl. DM 195,- Steuervorteil (DM 270,- abzgl. DM 75 staatliche Förderung)
ergibt DM 430,- effektiver Aufwand für den Sparer

 

Aber Vorsicht : Weil die Sparleistungen heute steuerfrei sind, müssen später die Auszahlungen aus diesen Verträgen VOLL zu versteuert werden!

Wir haben also keine echte Steuerersparnis, sondern nur eine Steuerstundung. Das bedeutet zum einen Zinsvorteil und zum anderen wird der Steuersatz bei Rentenbezug wahrscheinlich geringer sein als heute.

Verlegen Sie Ihren Wohnsitz später ins Ausland und sind damit in Deutschland nicht mehr steuerpflichtig, hätte der Staat Ihnen etwas geschenkt. Und das soll nicht sein - deshalb müssen Sie die komplette Förderung in einem solchen Fall wieder zurückzahlen!

Da will der Lebensabend im sonnigen Süden direkt nochmal überlegt sein......


Ganz wichtig aber: Die Förderung gilt erst ab 2002. Es wird sogar möglich sein, erst Ende 2002 für das ganze Jahr rückwirkend einzuzahlen! Noch sind nicht einmal die Produkte offiziell durch die Zertifizierungsbehörde freigegeben. Daher unser Tip: Lassen Sie sich nicht für dumm verkaufen und warten Sie mit einem Abschluß, bis vernünftige Produkte vorliegen!

 

Im nächsten Monat geht es um die Voraussetzungen für Produkte, die für die Private Zusatzrente genutzt werden können.

 

2. Krankenkassen: Teurer, aber kein Mindestbeitrag

Was keiner mehr für möglich gehalten hat: Es gibt nun doch keinen Mindestbeitrag bei den Gesetzlichen Krankenkassen. In einer sehr überraschenden Entscheidung der Regierung wurde dieser Punkt wieder aus der Gesundheitsreform herausgenommen. Das bedeutet, es wird zumindest im Rahmen weiterhin einen gewissen Wettbewerb bei den Gesetzlichen Kassen geben.

Gleichzeitig haben aber einige Großkassen angekündigt, die Beiträge zu erhöhen. Zum ersten Juli sind das die AOK Hessen (von 13,8% auf 14,8%) und die AOK Baden-Württemberg (von 13,5% auf 14,2%).

Andererseits aber liegen auch Ankündigungen gerade von geöffneten Betriebskrankenkassen vor, ihre Beiträge von unter 12% langfristig zu halten.

Die Ersparnis durch den Wechsel in eine günstigere Krankenkasse kann pro Monat bis zu DM 100,- ausmachen - ohne Leistungseinbußen!

SERVICE: Eine Übersicht der günstigsten Gesetzlichen Krankenkassen je Bundesland finden Sie unter http://www.gesetzlichekrankenkassen.de.

 

3. Mehr Geld ab Juli

Gute Nachrichten für alle Eltern: Ab 1. Juli gibt es höheres Kindergeld. Dieses beträgt nun monatlich:

  • für das 1. Kind: DM 270,-
  • für das 2. Kind: DM 270,-
  • für das 3. Kind: DM 300,-
  • ab dem 4. Kind: DM 350,-

Gleichzeitig erhöhen sich die Gesetzlichen Renten um 1,91% (alte Bundesländer) bzw. 2,11% (neue Bundesländer. Auch der Regelsatz der Sozialhilfe erhöht sich um 1,91 Prozent.

 

4. Einspruch gegen Steuerbescheid

Derzeit liegt beim Bundesfinanzhof ein Beschluß vor, der vielen Steuerzahlern rückwirkend große Vorteile bringen kann.

Konkret geht es um die sogenannten "Vorsorgeaufwendungen". Dies sind steuermindernd anzusetzende Ausgaben für Lebens-, Kranken- oder Unfallversicherungen. Dafür gilt derzeit ein Höchstsatz von z.B. nur DM 7.830 für Ehepaare, obwohl allein die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung weit darüber liegen.

Diese vom Gesetzgeber willkürlich festgelegte Grenze für Vorsorgeaufwendungen ist dem Bundesfinanzhof suspekt. Laut einem Beschluß (XI R 17/00) wird eine Anfrage an den Bundesfinanzminister gestellt. Fallen dessen Antworten nicht befriedigend aus, soll der Fall dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt werden.

Das bedeutet, die gesamte Regelung könnte gekippt werden. Um nach dem erst in einigen Jahren zu erwartenden Urteil aber für alle Jahre ab 2000 eventuell Gelder vom Finanzamt zurückzuerhalten ist es sinnvoll, sofort gegen den letzten Steuerbescheid Einspruch einzulegen! Genaue Details erfragen Sie bitte bei Ihrem Steuerberater.

 

5. Fonds: Value oder Growth?

Wer in den letzten Monaten an der Börse Geld verloren hat, wird sich vielleicht mit Aktienfonds derzeit weniger gern beschäftigen. Doch gerade in diesen Zeiten sieht man, was ein vernünftiges Risikomanagement im Fondsbereich wert ist.

Investmentfonds verfahren je nach Gesellschaft nach sehr unterschiedlichen Anlagestrategien. Zwei bekannte und wesentliche Ansätze sind der VALUE- und der GROWTH-Ansatz. Was heißt das?

Eine Bewertung nach dem GROWTH-Ansatz sucht nach Aktien, die ein besonders schnelles und hohes Wachstum versprechen. Als Beispiel dienen hier Biotech-Werte oder bis vor einem Jahr die Telecom-Werte. Es geht vereinfacht gesagt darum, schnell Geld zu verdienen.

Beim VALUE-Ansatz dagegen werden unterbewertete oder besonders chancenreiche Aktien gekauft, die in Zukunft im Wert kräftig steigen sollen. In Zukunft heißt in den nächsten 3-5 Jahren (und nicht Stunden, wie mir ein nun desillousionierter Fondsmanager damals seine "Strategie" erklärte).

Der Nachteil dieser Strategie: Boomen die Märkte, sind die VALUE-Fonds weit hinten, da sie das schnelle Wachstum nicht mitmachen. Rauschen die Märkte aber in den Keller, schlägt die Stunde der Value-Fonds. Diese sind oft unbeeindruckt von Kursstürzen und machen sogar in solchen Zeiten Gewinn.

Ein prima Beispiel ist der altehrwürdige Templeton Growth-Fund. Trotz seines Namens ist er nämlich ein VALUE-Fond par excellence (zu Zeiten seiner Auflegung vor über 50 Jahren gab es die Unterscheidung VALUE - GROWTH nämlich noch nicht).

Verlor im letzten Jahr der MSCI-WORLD Index ca. 17%, gewann der Templeton Growth Fund im gleichen Zeitraum 17,3% hinzu! Ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann.

Auch im Bereich Europa zeigt sich, daß diese Strategie erfolgreich ist: Der MSCI EUROPE verlor in den letzten 12 Monaten ca. 25%, der Flemings European Strategic Value Funds stieg dagegen sogar um 15,91%!


Value-Fonds scheinen somit gerade in diesen ungünstigen Börsenzeiten eine Renaissance zu erleben. Das alte Prinzip "Kaufe billig und verkaufe teuer" stimmt also doch irgendwo. Man nennt das Ganze auch antizyklisches Verhalten - doch die meisten reden nur darüber und vollziehen es nicht, wie wir aus vielen Kundengesprächen wissen.

Was bleibt festzuhalten? Nur VALUE ist genauso falsch wie nur GROWTH. Wie immer macht es die Mischung. Und wer diese breit gestreut vorgenommen hat, liegt sicher nie ganz falsch.

Wenn Sie Ihr Depot einmal überprüft haben möchten oder eine Anlage planen, dann sprechen Sie doch einfach mit uns: Ihr Kontakt zu uns.

 

6. Bargeld im Ausland kostenlos

Wer sich schon einmal im Ausland Geld mit der Kreditkarte besorgt hat weiß, welche horrenden Gebühren dabei entstehen können. Günstiger ist oft der Einsatz der EC-Karte, doch auch hier sind die Banken mit den Kosten nicht zimperlich.

Zumindest für die Kunden von Deutscher Bank und Deutscher Bank 24 ändert sich das nun. Die Großbank ist mit 4 Partnern Allianzen eingegangen. Die Folge: An den Automaten der Partnerbanken kann man sich im Ausland ab 1. Juli KOSTENLOS mit Bargeld versorgen.

Die Partnerbanken sind konkret:

  • Großbritannien: Barclays
  • Kanada: Scotiabank
  • USA: Bank of America
  • Australien: Westpac

In diesem Zusammenhang nochmal unser Hinweis aus dem Januar-Nesletter auf die Website http://www.europay.com . Unter den Stichworten "Traveller´s Guide" und "ATM Locator" finden Sie die Standorte von etwa 538.000 Geldautomaten in rund 100 Ländern.

 

7. Beitragsdepot bringt Rendite

Haben Sie bei der Kapitalanlage schon mal an eine Versicherung gedacht? Also nicht zum Ansparen, sondern zum Anlegen von DM 50.000,- oder DM 200.000,-?
Warum eigentlich nicht? Es kann eine hochinteressante Alternative zu konservativen Anlageformen wie festverzinslichen Wertpapieren sein.

Kapitalversicherungen sind noch immer steuerlich begünstigt. Läuft eine solche Versicherung mindestens 12 Jahre und es werden über 5 Jahre regelmäßig Beiträge gezahlt, dann ist die Schlußauszahlung inclusive aller Zinsen komplett steuerfrei.

Sind nun einmalig Gelder anzulegen, dann werden diese auf einen Schlag an die Versicherung überwiesen. Diese legt das Geld auf ein sogenanntes Beitragsdepot, von dem dann der Versicherungsvertrag gespeist wird.

Interessanterweise werden die Beitragsdepots meist besser verzinst als Festgelder. Ist das Geld dann erst in der Versicherung, kommt die Steuerfreiheit zum tragen. Da gute Versicherungen ca. 6,5 bis 7% Rendite pro Jahr erwirtschaften, ist neben dem Versicherungsschutz eine echte steuerfreie Alternative gegeben!

Diese sogenannten 5+7-Pläne rechnen sich dann besonders gut, wenn eine Private Rentenversicherung dazu genutzt wird. Diese ist ein reiner Sparplan und enthält keinen Todesfallschutz, der Kosten verursacht.

Einziger Nachteil: Die Gelder müssen 12 Jahre lang angelegt bleiben - wer früher über sein Geld verfügen will, muß die Versicherung kündigen und alles nachträglich versteuern.

Und noch ein Tip: Wer eine renommierte Versicherung aus dem angrenzenden europäischen Ausland nutzt, der hat zusätzlich den Vorteil der Unpfändbarkeit. Das heißt, die Gelder können durch eventuelle Gläubiger nicht eingezogen werden und sind für den Besitzer sicher. Gerade Selbständige und Freiberufler haben damit eine sehr gute Möglichkeit, ihre Gelder vor dem Zugriff Dritter wirksam zu schützen!

ANGEBOT: Wenn Sie sich für ein solches Beitragsdepot interessieren, nehmen Sie bitte über Ihr Kontakt zu uns Kontakt mit uns auf.

 

8. Und dann war da auch noch.....

das Handy als Schutz vor dem Abschleppen! Wer seine Handynummer deutlich sichtbar im Auto platziert, kann damit größere Kosten vermeiden. Das Verwaltungsgericht Hamburg hat entschieden (Az.: 3 VH-268/2000), daß es der Polizei zuzumuten ist, den Fahrer anzurufen, da dieser die Störung schneller beheben kann als der Abschleppdienst.

Den Strafzettel für falsches Parken werden Sie damit aber nicht vermeiden können........

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