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Die Themen des Monats September:

1. Die Auswirkungen des Anschlags auf Investmentfonds
2.
10 Argumente für steigende Aktienkurse
3.
Fällt das Bankgeheimnis vollständig?
4.
Riester-Rente ein Verbraucherskandal?
5.
Versicherungssteuer steigt
6. EURO-Bargeldbestände ausreichend versichern
7.
Lebensversicherungen rechtzeitig verschenken
8.
Und dann war da noch...

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1. Die Auswirkungen des Anschlags auf Investmentfonds

Nach dem Terroranschlag auf die USA blieb die Wall-Street einige Tage geschlossen. Die deutschen Investmentgesellschaften hatten sich in diesem Zusammenhang geeinigt, ihre Fonds vom Handel auszusetzen. Hintergrund war, daß kein Handel mit US-Aktien möglich war und somit eine reine Preisschätzung hätte erfolgen müssen. Das hätte keinen Sinn gemacht, und daher war ein Kauf oder Verkauf von Fondsanteilen über einige Tage nicht möglich.

Übrigens war dies rechtmäßig, denn das Kapitalanlagegesetz erlaubt die Aussetzung in solchen besonderen Fällen.

Leider hat die Zerstörung des World-Trade-Centers einige Fondsgesellschaften und Investmentbanken schwer getroffen, da ein Teil ihrer TOP-Leute dort gearbeitet hat. So vermisst die Credit Agricole Indosuez 86 Mitarbeiter.

Auch Morgan Stanley (in Deutschland mit eigenen Fonds sowie der Fondsgesellschaft Mercury vertreten), hat massive Verluste zu beklagen. Man hatte etwa ein Achtel der Büroflächen im WTC gemietet. Allerdings konnte man durch die weltweite Aufstellung das Geschäft weiter betreiben. Auch wenn die Fondsmanager nicht im WTC saßen, so soll doch ein großer Teil der Research-Abteilung betroffen sein.

Besonders schwer getroffen hat es die auch in Deutschland vertriebenen Alger-Fonds. Bei Fred Alger Fondsmanagement (93. Stock im WTC) ging neben dem Geschäftsführer David Alger nach Meldung der Financial Times wohl fast die gesamte Analysten- und Portfolioabteilung verloren.

Praktisch gar nicht betroffen waren die deutschen Investmentgesellschaften.

Auf der anderen Seite ermöglichen es die historisch tiefen Kurse es besonnenen Fondsmanagern, günstig nachzukaufen. So hat die DWS mehr als 4 Mrd. EURO in Cash, die nach und nach in Blue-Chips investiert werden.

 

2. 10 Argumente für steigende Aktienkurse

Zwar noch vor dem Anschlag herausgegeben, aber unverändert aktuell sind die 10 Gründe, die der BVI Bundesverband Deutscher Investment- und Vermögensverwaltungs-Gesellschaften e.V. für mittelfristig steigende Aktienkurse nennt:

  • Die Zinsen sind auf einem vergleichsweise sehr niedrigen Niveau. In diesem Bereich gibt es also kaum Anlagealternativen. Die Inflationsgefahren sind recht gering.
     
  • Die weltwirtschaftlichen Rahmendaten signalisieren strukturelle Verbesserungen, Gefahren vom Rohölpreis oder dramatische Wechselkursverschiebungen sind kaum zu erwarten.
     
  • Viele Unternehmen machen sich weiter für den internationalen Wettbewerb fit. Rationalisierungsmaßnahmen, Fusionen und Übernahmen quer durch alle Branchen beflügeln in absehbarer Zeit auch wieder die Gewinne. Hier wird künftig auch der geringere Basiseffekt zu positiven Aussagen beitragen.
     
  • Die historisch hohen Bewertungen zahlreicher Unternehmen sind überwiegend abgebaut.
     
  • Die Steuerreform mit niedrigeren Einkommen- und Körperschaftsteuersätzen sowie die künftig steuerfreie Veräußerungsmöglichkeit von Beteiligungen lassen auch in Deutschland positive Wachstumsimpulse erwarten.
     
  • Der Trend, sich Eigenkapital über die Börse zu verschaffen, wird sich wieder verstärken und führt – europaweit – zu Wirtschaftswachstum. 
     
  • Die Barreserven der Anleger sind stattlich. In den letzten Monaten sammelten sich erhebliche Beträge an, die die Anleger jederzeit vom Geldmarkt abziehen und in Aktien investieren können.
     
  • Zahlreiche Versicherungen können mit Anleihen allein ihre Renditeversprechen nicht mehr erfüllen. Dies führt tendenziell dazu, dass Versicherungen ihre Aktienbestände weiter aufstocken.
     
  • Wer privat für sein Alter vorsorgen will, kommt an Aktien kaum vorbei. Bei Betrachtung der BVI-Sparplanzahlen zum 30. Juni 2001 – also nach erheblichen Kursrückgängen – zeigt sich, dass Aktienfonds mit deutschem Anlageschwerpunkt über zehn Jahre mit einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von beachtlichen 12,8 Prozent rentierten.
     
  • In Deutschland hat sich eine neue Aktienkultur entwickelt und die Anleger haben eine gewisse Reife, mit diesem Instrument verantwortungsbewußt umzugehen.

 

3. Fällt das Bankgeheimnis vollständig?

Schon vor dem Anschlag gab es Bemühungen der Regierung, das ohnehin bereits sehr löchrige deutsche Bankgeheimnis noch weiter aufzuweichen.

So ist es Steuerfahndern ab nächstem Jahr wohl erlaubt, auch ohne konkreten Verdacht bei den Banken Depotunterlagen anzufordern. Es genügt schon, wenn die Fahnder nachweisen, daß in ihrem geographischen Zuständigkeitsgebiet weniger Spekulationsgewinne angegeben wurden, als theoretisch erzielbar waren. Dazu reichen schon Zeitungsberichte, Börsenmitteilungen und allgemeine Bankinformationen aus.

 

Die Folge davon: Die Bank muß die angeforderten Depotauszüge samt Namen und Adressen der Depotinhaber den Steuerfahndern gegenüber offenlegen. Allerdings steht das endgültige Urteil erst 2002 an - danach ist aber wohl mit ausgiebigen Bankrazzien zu rechnen.

 

Diese Maßnahmen sollen nun vor dem Hintergrund der Anschläge unter dem Vorwand des Kampfes gegen den weltweiten Terrorismus noch weiter verschärft werden. Es ist damit zu rechnen, daß für Überprüfungen überhaupt keine Begründungen mehr notwendig sind. Eventuell sind sogar den Fahndern direkte Zugriffe auf die EDV der Banken zu gewähren, wie es schon für große Unternehmen vorgesehen ist.

 

Sie wissen, daß wir generell zu Steuerehrlichkeit raten und diese abscheulichen Attentate sowie jede Form von Terrorismus auf das Schärfste verurteilen. Wir sehen aber auch das Recht des Einzelnen auf eine gewisse Privatsphäre. Daher erlauben wir uns hier den Hinweis auf das in Österreich in der Verfassung verankerte Bankgeheimnis!

Manche sogar in Deutschland liegende Banken wie z.B. die Tiroler Sparkasse in der Enklave Jungholz http://www.tispa-jungholz.de bieten diese Vorteile sogar auch in Deutschland an. Und daß Sie Ihre Zinsgewinne trotzdem dem Finanzamt angeben, versteht sich ja von selbst!

 

4. Riester-Rente ein Verbraucherskandal?

Manche Versicherungs-Gesellschaften haben bereits über 90.000 Verträge der sogenannten "Riester-Rente" verkauft. Andere haben weniger Stückzahlen, aber das Geschäft läuft an.

Kleiner Schönheitsfehler: Von diesen Produkten ist noch kein einziges zugelassen, also zertifiziert. Zwar versprechen die Anbieter, die Produkte notfalls entsprechend anzupassen, aber das entspricht dann vielleicht nicht mehr den gekauften.

Nett auch eine Kleinigkeit am Rande: In den Angeboten sind die Vertriebs- und Verwaltungskosten auszuweisen. Allerdings nur die kalkulierten. Das heißt: Wenn die Gesellschaft später feststellt, daß sie sich verrechnet hat und die tatsächlichen Kosten über den kalkulierten liegen, kann sie die höheren Kosten dem Kunden berechnen!

Nach Aussage des Branchendienstes map-report könnte auf Verkäufer und Anbieter von Riester-Produkten eine Anzeigenwelle wegen Kapitalanlagebetrug zukommen. Hintergrund sind die von den Versicherern verschwiegenen Kosten- und Altersrisiken in den Produkten, die in keinem Prospekt auftauchen.

  • Was passiert, wenn die Renten aufgrund gestiegenem Lebensalter gesenkt werden müssen?
  • Was, wenn weniger Überschüsse als versprochen erwirtschaftet werden?
  • Was, wenn die Kosten falsch kalkuliert wurden?

Hier könnte auf die Verbraucher ein Skandal ersten Ranges zukommen!

Wer nun aber eine Rister-Rente bereits abgeschlossen hat und nun doch lieber erstmal den Markt prüfen bzw. auf seriöse Anbieter warten möchte, der hat gute Chancen, abgeschlossene Verträge kündigen zu können. Einen Musterbrief dazu bietet die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen unter http://www.vz-nrw.de/mediabig/1230A.rtf .

Weitere Informationen zu diesem Thema sowie einen Rechner für Ihre maximale Förderung finden Sie auf unseren Seiten http://www.riester-produkte.de.

 

5. Versicherungssteuer steigt

Die Bundesregierung hat beschlossen, die Versicherungssteuer zum 01.01.2002 zu erhöhen. Davon betroffen sind alle Sachversicherungen wie z.B.

  • Private Haftpflichtversicherung
  • Hausratversicherung
  • Rechtsschutzversicherung
  • KFZ-Versicherung
  • etc.

Nicht betroffen sind Lebens-, Renten- und Krankenversicherungen.
Die Steuer steigt von 15% auf 16%. Ein Sonderkündigungsrecht für Ihre Verträge besteht dabei aber nicht, da die zu zahlende Steuer nichts mit dem eigentlichen Versicherungsbeitrag zu tun hat.

Uns stellt sich nur die Frage, warum gerade bei der momentanen Sicherheitslage die Bürger dafür bestraft werden, wenn sie etwas für ihre persönliche Sicherheit tun!

 

6. EURO-Bargeldbestände ausreichend versichern

Gerade der Handel wird in den nächsten Wochen im Zuge der Auslieferung des neuen EURO-Gelds größere Mengen Bargeld einzulagern haben. Auch die Führung der Doppelkassen bis zum 28.02.2002 wird hohe Geldbestände bedeuten. Doch diese sollten unbedingt ausreiched versichert sein!

Manche Versicherungen haben kulanterweise sogar ohne Zusatzbeitrag die Deckungssummen für Bargeld für diese Monate verdoppelt. Auch das vor dem 01.01.2002 noch gar nicht als Bargeld geltende EURO-Geld ist mitversichert.

Leider gilt diese Regelung nicht für alle Versicherungen. Wir empfehlen daher allen Geschäftsinhabern, mit ihrer Inhaltsversicherung über dieses Thema zu sprechen und sich eine Gefährdungsanalyse erstellen zu lassen. Ein ausreichender Versicherungsschutz ist nun wichtiger denn je!

Hier wird sich zeigen, wer bei der Wahl seiner Versicherung gut beraten war!

 

7. Lebensversicherungen rechtzeitig verschenken

Ist Ihnen eigentlich bewußt, daß die Lebensversicherung beim Verschenken und Vererben ein echter Steuerjoker sein kann?

Der Wert der Lebensversicherung wurde bei einer Verschenkung bisher mit zwei Dritteln der Prämienzahlung berechnet. Versicherungen, die also schon lange laufen und nennenswerte Gewinne erzielt haben, können so zu einem Bruchteil ihres tatsächlichen Wertes verschenkt werden.

Doch ab nächstem Jahr erfolgt die Berechnung nicht mehr nach der Beitragszahlung, sondern dem Rückkaufswert - so sieht es zumindest das Steueränderungsgesetz für 2002 vor. Das kann eine wesentliche Verschlechterung bedeuten, denn die Freibeträge werden schneller erreicht.

Wir empfehlen ohnehin eine umfassende Erbschaftssteuerberatung schon zu Lebenszeiten - wer rechtzeitig darüber nachdenkt, hilft seinen Erben, legal viel Steuern zu sparen! Ihr Steuerberater steht Ihnen hierzu gerne zur Verfügung.

Im Rhein-Main-Gebiet bieten wir in Zusammenarbeit mit einer renommierten Steuerberaterpraxis eine kombinierte Steuer-, Erbschafts- und Anlageberatung an. Bei Interesse mailen Sie uns bitte einfach an Ihr Kontakt zu uns oder rufen Sie uns an.

 

8. Und dann war da auch noch.....

der steckengelassene Zündschlüssel im Auto. Wer diesen vergisst und das Auto daraufhin gestohlen wird, hat nach einem Urteil des OLG Koblenz (AZ. 10 U 114/99) keinen Anspruch auf Versicherungsleistungen!

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