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Die Themen des Monats:

1. Taschenspieler-Tricks bei der Gesetzlichen Rente
2.
Fußball-WM 2002 hat wieder Versicherungsschutz
3.
Versicherer verzichten vorerst auf Gentests
4.
Alternativen zur Kündigung von Lebensversicherungen
5.
Vertrieb AWD zu Schadenersatz verurteilt
6. Anlagen zum Jahresende und die Steuerfalle
7.
Zusagen von Ärzten auf Kostenübernahme sind nicht bindend
8.
Und dann war da noch...

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1. Taschenspieler-Tricks bei der Gesetzlichen Rente

Wenn es darum geht, dem Bürger Sand in die Augen zu streuen, ist wohl kaum eine Berufsgruppe erfinderischer als Sozialversicherungspolitiker.

Anstatt die dramatische Situation der Gesetzlichen Rentenversicherung endlich deutlich zu machen, versucht man mit allen Tricks, die Beiträge gerade noch bis zur nächsten Bundestagswahl niedrig zu halten. Selbst die sonst den Politikern hörigen Rentenversicherungsträger geben offen zu, daß eine Erhöhung der Beiträge auf bis zu 19,4% im kommenden Jahr (aktuell 19,1%) nötig sein wird.

Damit ist die gerade mal 5 Monate alte Rentenreform von Arbeitsminister Walter Riester schon jetzt grandios gescheitert. Die Financial Times Deutschland spricht sogar vom "Offenbarungseid bei der Rente".

Nachdem noch nicht einmal die jährlich steigende Ökosteuer, die vollständig zur Stützung der Rentenkasse genutzt wird (ist ja auch logisch bei dem Namen :-) ), nicht zur Beitragsstabilisierung ausreicht, wird nun mit allen Mitteln getrickst: Laut Gesetz muß die Rentenversicherung eine Reserve von einem Monatsbeitrag haben, um Schwankungen in den Einnahmen ausgleichen zu können. Diese vorgeschriebene Mindestreserve will Walter Riester nun auf 0,8 Monatsbeiträge kürzen. Die gesparten 0,2 Prozent (das sind ca. 6 Milliarden DM) könnten den Beitragssatz ziemlich genau bis zur Bundestagswahl stabil halten. Ist ja auch verständlich, schließlich möchte man als Politiker trotz chronischer Erfolglosigkeit wiedergewählt werden. Und eine Legislaturperiode beträgt 4 Jahre - da hat der Bürger viel Zeit zum Vergessen!

Übrigens: Genau dieser Trick wurde 1996/1997 unter Norbert Blüm schon einmal angewandt. Die Folge: Im nächsten Jahr mußte der Beitragssatz um 1% (!) steigen, um die abgeschmolzene Mindestreserve wieder aufzufüllen. Nur geholfen hatte dies der damaligen Regierung auch nicht mehr....

 

2. Fußball-WM 2002 hat wieder Versicherungsschutz

Wie in unserem letzten Newsletter berichtet, wurde der zugesagte Versicherungsschutz der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea durch den französischen Versicherungskonzern AXA und seine Partner kurzfristig gekündigt. Nachverhandlungen waren erfolglos. Daß die AXA nun diesbezüglich verklagt wurde, verwundert da nicht wirklich.

Nun hat die FIFA einen neuen Versicherer gefunden und die WM 2002 gesichert: Das amerikanische Unternehmen National Indemnity Company hat den Versicherungsschutz zugesagt. Und dieser Vertrag kann nicht einseitig durch die Versicherung gekündigt werden!

Übrigens gehört die National Indemnity Company mehrheitlich der Anlagegesellschaft Berkshire Hathaway des Multi-Milliardärs und Investmentspezialisten Warren Buffett.

 

3. Versicherer verzichten vorerst auf Gentests

Eine gute Nachricht: Die deutschen Versicherungsgesellschaften verzichten im Rahmen einer Selbstverpflichtung vorerst bis Ende 2006 auf die Durchführung von Gentests zur Überprüfung möglicher Krankheitsanfälligkeiten. Auch Testergebnisse müssen nicht gemeldet werden.

Dies gilt für Private Krankenversicherungen und alle Arten von Lebensversicherungen einschließlich Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-, Unfall- und Pflegerentenversicherungen bis zu einer Versicherungssumme von 250.000,- EURO bzw. einer Jahresrente von 30.000 EURO.

Bei höheren Summen ist es den Versicherungsgesellschaften aber freigestellt, ob sie Gentests fordern bzw. über Ergebnisse von freiwillig gemachten Tests informiert werden wollen.

Daher unser TIP: Wer einen höheren Versicherungsschutz anstrebt, sollte freiwillig keinen Gentest durchführen lassen, da das Ergebnis mitzuteilen ist. Einen extra Gentest fordert nach unserem Wissen bisher noch kein Unternehmen.

Die vollständige Selbstverpflichtungserklärung ist unter http://www.gdv.de zu finden.

 

4. Alternativen zur Kündigung von Lebensversicherungen

Hat man erst einmal eine Lebensversicherung abgeschlossen, ist eine Kündigung oft nur mit Verlusten möglich. Doch was, wenn das Geld aufgrund einer wirtschaftlichen Notlage sofort benötigt wird?

 

Hier bietet die Firma cash.life AG eine interessante Alternative zur Kündigung: Sie kauft Ihre bestehende Lebensversicherung auf. Und zahlt dafür bis zu 15% mehr als Sie vom Versicherungsunternehmen bei einer Kündigung bekommen würden!
Und dabei bleibt sogar der Todesfallschutz für die Angehörigen erhalten.

So gut das klingt, so gilt das Angebot nicht für jedeb Vertrag: Die Restlaufzeit darf nicht höher als 15 Jahre sein und der Rückkaufswert muß mindestens 30.000 DM betragen.

Und genommen wir nicht jede Versicherungsgesellschaft - man möchte schließlich auch vernünftige Ablaufleistungen erzielen. Nur eine Liste der nicht gewünschten Gesellschaften gibt es nicht - für jede zu kaufende Lebensversicherung wird ein individuelles Angebot erstellt.

Daß dieses Geschäft in Deutschland durchaus Sinn macht, zeigt der Erfolg: Allein dieses Jahr wurden Policen im Wert von ca. 260 Millionen DM aufgekauft.

Wenn Sie an einem solchen Policenverkauf interessiert sind, können wir Ihnen ein Ankaufsangebot vermitteln - natürlich ohne Zusatzkosten für Sie! Bei Interesse kontakten Sie uns bitte unter Ihr Kontakt zu uns.

 

5. Vertrieb AWD zu Schadenersatz verurteilt

So schnell kann es gehen: Haben wir in unserem letzten Newsletter noch von den möglichen kriminellen Machenschafter der Fondsinitiatoren des größten geschlossenen Immobilienfonds Deutschlands, dem DLF 94/17 berichtet, gibt es nun Hoffnung für Anleger:
Vertrieben wurden die Fondsanteile zu einem großen Teil vom größten börsennotierten deutschen Finanzvertrieb, dem AWD (Hannover).

Wie uns Rechtsanwalt Oliver Renner von der Rechtsanwaltskanzlei Wüterich und Brücker (Stuttgart) am 09.11.2001 mitgeteilt hat, konnte seine Kanzlei ein Urteil gegen den AWD auf Schadensersatz erwirken!

Konkret muß der AWD sich das Handeln eines für ihn tätigen Vermittlers zurechnen lassen und dem Kunden den Schaden in Höhe von ca. DM 65.000,- ersetzen, nämlich die Beteiligung in Höhe von DM 60.000,- zzgl. der entgangenen Gewinne!

Der AWD hat Berufung gegen das Urteil angekündigt.
Für Fragen erreichen Sie Herrn RA Oliver Renner unter
o.renner@wueterich-bruecker.de.

 

6. Anlagen zum Jahresende und die Steuerfalle

Gerade vermögende Privatkunden und Selbständige suchen zum Jahresende immer wieder nach Möglichkeiten, ihr Einkommen vor dem Finanzamt zu bewahren. Ob Klassiker wie Schiffsbeteiligungen und Geschlossene Immobilienfonds oder moderne Formen wie Medienfonds oder Windkraftfonds - nahezu alle diese Anlagen rechnen sich zu einem großen Teil über gesparte Steuern.

Wo in den vergangenen Jahren mit dem Hinweis auf Steuersparmöglichkeiten oft das Gehirn der Anleger ausgeschaltet und Beteiligungen an den dubiosesten Anlagen en masse an den Mann gebracht wurden, ist das seit einiger Zeit wesentlich schwieriger.

Der Paragraph 2b des Einkommensteuergesetzes soll nämlich Werbung mit Steuervorteilen verhindern. Konkret: Werden Steuervorteile offensiv herausgestellt und als Hauptgrund für die Beteiligung beworben, dann können dem ganzen Fonds auch rückwirkend alle Steuervorteile aberkannt werden! Betroffen sind so alle Anleger im betroffenen Fonds.

Die Branche hat sich darauf eingestellt und wirbt nicht mehr mit Steuervorteilen, sondern verweist fast durchgängig auf die Prognoserechnungen der Beteiligung, aus denen die Vorteile mit etwas Wissen sehr deutlich zu sehen sind.

Doch was, wenn der Anbieter seriös arbeitet, aber ein Vertrieb sich nicht an die Vorgaben hält?

Einen nahezu unglaublichen Brief hat nach einem Bericht des DFI-gerlach-reports diesbezüglich die Stadtsparkasse München verfasst. In einem zweiseitigen Werbebrief für den Film-Produktions-Fonds Bayernfonds ALCAS 126 finden sich auf zwei Seiten nur ganze fünf Zeilen, die sich NICHT mit Steuervorteilen befassen!

Wer also diesen Fonds bereits gezeichnet hat, könnte von der ersten Aberkennung der steuerlichen Vorteile eines Fonds betroffen sein. Wir empfehlen besondere Vorsicht!
Überhaupt sollten Beteiligungen nur an Produkten erfolgen, bei denen die Anbieter ganz stark auf die Form der Bewerbung achten. Das Risiko ist sonst einfach zu groß!

Und so werben auch wir keinesfalls mit Steuervorteilen. Bei Beteiligungen sind andere Punkte wichtiger. Und so erlauben wir uns nur den Hinweis auf einen Flugzeug-Leasing-Fonds mit höchster Sicherheit durch Bardepots, vielen weiteren Absicherungen und einer begrenzten Laufzeit von 6 bis maximal 10 Jahren.

Informationen dazu lassen wir Ihnen gerne zukommen. Bitte aber nur bei ernsthaftem Interesse mit Adresse an Ihr Kontakt zu uns.

 

7. Zusagen von Ärzten auf Kostenübernahme sind nicht bindend

Vorsicht ist geboten, wenn Ärzte eine bestimmte Behandlung anraten und behaupten, die Kosten würden auf jeden Fall von der Krankenkasse übernommen.

In einem konkreten Fall wurde vom Sozialgericht entschieden (Az. B 1 KR 26/99), daß eine von einem Vertragsarzt der Gesetzlichen Krankenkasse eingeleitete Auslandsbehandlung trotz der Zusage des Arztes über Kostenübernahme durch die Kasse von dieser keineswegs bezahlt werden muß. Das Risiko für solche Aussagen trägt nach Ansicht des Gerichtes der Versicherte.

Von daher sollte bei nicht eindeutigen Kostenübernahmen für Behandlungen unbedingt vorher eine schriftliche Kostenzusage bei der Krankenkasse eingeholt werden. Nur so kommt es später nicht zu bösen Überraschungen!

 

8. Und dann war da auch noch.....

der Online-Versicherungsmakler CENSIO, der letzte Woche endgültig Insolvenz anmelden mußte. Gestartet mit großen Ankündigungen und 90 Millionen EURO (!) Kapitalisierung ist nach nur anderthalb Jahren die Pleite da, und weder Gläubiger noch Partnerunternehmen können bezahlt werden.

120 Mitarbeiter sind betroffen, was allerdings kein Wunder ist, wenn die Kosten in manchen Monaten ein Vielfaches der Umsätze betragen. Von Gewinnen wollen wir ja gar nicht erst reden. Es lebe das Kostenbewußtsein der New Economy!

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