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Aktuell im Oktober 2002

Die Themen des Monats:

1. Neue Belastungen und höhere Abgaben
2.
Private senken Beitrag zur Pflegepflichtversicherung
3.
Internes von den Versicherungen
4.
Krankenkassen müssen nachzahlen
5.
Keine unbegrenzte Deckung für KFZ mehr
6.
Kommt die Steuer auf Kursgewinne?
7.
Und dann war da noch...

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1. Neue Belastungen und höhere Abgaben

Entgegen den Wahlversprechen will die Regierung Schröder nun doch Steuern und Sozialabgaben erhöhen. Dies kann für viele - gerade für hochbezahlte Leistungsträger - empfindliche Auswirkungen haben. Hier nur zwei der anstehenden Belastungen:

  • a) Rentenversicherung:

    Die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze zur Rentenversicherung, also die Einkommensgrenze bis zu der Rentenversicherungsbeiträge gezahlt werden müssen, soll von 4.500 auf 5.100 EUR pro Monat erhöht werden, d.h. vom 1,8fachen auf das 2fache des Durchschnittslohnes.

    Das dürfte bis zu ca. 100 EUR mehr Rentenbeitrag pro Monat bedeuten. Laut BfA-Sprecher Stefan Braatz bringen die 100 EUR Mehrbeitrag pro Monat ca. 6 EUR (!) mehr Rente pro Monat (Financial Times Deutschland vom 15.10.2002).

    Überlegen Sie bitte nicht, wieviel mehr das sogar auf dem Sparbuch geworden wäre!

    Gleichzeitig soll der Beitragssatz von 19,1% auf 19,3% steigen und die sogenannte Schwankungsreserve noch weiter reduziert werden - und das trotz Milliardenstütze durch die Ökosteuer!

    Somit ist die Unumgänglichkeit der nächsten "Reform", sprich weiterer Beitragserhöhungen, schon heute absehbar. Aber jetzt stehen ja erstmal die nächsten Landtagswahlen vor der Tür....

     
  • b) Krankenversicherung:

    Das wichtigste und bedeutungsschwerste Vorhaben zuerst:: Der Wechsel in die Private Krankenversicherung soll Berufsanfängern stark erschwert werden. Wer neu in das Berufsleben einsteigt, soll künftig erst ab einem Einkommen von EUR 5.100 pro Monat wechseln dürfen.

    Die Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung soll nach dem Koalitionsvertrag unverändert bleiben. Sie beträgt heute 75% der Rentenversicherung. Somit müßte die Grenze von EUR 3.375,- auf EUR 3.825,- pro Monat steigen (da die neue Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung wohl EUR 5.100,- betragen wird).

    Die Folge: Bei einem Beitragssatz von 14,5% würde der monatliche Krankenkassenbeitrag für Personen mit dem entsprechenden Einkommen von 489,36 EUR auf ca. 554,63 EUR steigen. Hinzu kommt die Pflegeversicherung (bei Arbeitnehmern zahlt der Arbeitgeber die Hälfte).

    Auch bei der Gesetzlichen Krankenversicherung ist die nächste Erhöhungsrunde bei den Beitragssätzen zum Januar nächsten Jahres bereits absehbar. Wir erwarten hier bei einigen Krankenkassen eine 15 vor dem Komma.

    Mittlerweile beginnt das für die Krankenkasse zuständige Bundesversicherungsamt (BVA), Beitragserhöhungen vorzuschreiben. Dies betrifft vor allem Kassen, die noch Beitragssätze unter 12% haben. Zwar werden dagegen Rechtsmittel eingelegt, der Erfolg scheint aber zweifelhaft.

    Auf der anderen Seite: Wenn einige Kassen bereits heute Verwaltungskosten von 10% (!) ihrer Beitragseinnahmen haben (gesamte Verwaltungskosten aller Krankenkassen ca. 7,6 Mrd. EUR im Jahr 2001), dann läßt das wenig auf einen kostenbewußten Umgang mit den anvertrauten Beiträgen schließen....
     

FAZIT:

Die Folgen allein dieser beiden Maßnahmen sind eine erheblich höhere Belastung von gut verdienenden Leistungsträgern der Gesellschaft sowie eine dramatische Mehrbelastung der Arbeitgeber.

Wenig Gutes hoffen läßt die schon bisher vielleicht etwas überforderte Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, die im Amt bleibt und zusätzliche Verantwortung für die Rentenversicherung erhalten hat.

Wir sind sehr gespannt, wie schnell nach in Inkrafttreten dieser Regelungen eine Verfassungsklage wegen Ungleichbehandlung von bereits Berufstätigen und Berufsneueinsteigern oder generell wegen übermäßiger Belastung erfolgt, die sicherlich spätestens jetzt nicht mehr mit der Fürsorgepflicht des Staates zu begründen sind!
 

2. Private senken Beitrag zur Pflegepflichtversicherung

Es gibt nicht nur schlechte Nachrichten von der Krankenversicherung. Auch wenn vielen privat Versicherten zum 01.01.2003 eine Beitragsanpassung bevorsteht, so halten sich diese verglichen mit den steigenden Höchstbeiträgen der Gesetzlichen Kassen noch im Rahmen.

Viel interessanter aber ist, daß die Privaten Versicherungen die Beiträge zur gesetzlich vorgeschriebenen Pflegepflichtversicherung zum Januar 2003 signifikant senken können!

Die Senkung beträgt ca. 15 bis 22 (!) Prozent.
 

3. Internes von den Versicherungen

Entgegen der Meldung in unserem letzten Newsletter übernimmt die HUK-Coburg nun doch nicht die notleidende FAMILIENFÜRSORGE, die wegen hoher Risiken für die Versicherten unter Zwangsverwaltung der Bundesanstalt für die Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) gestellt wurde.

Ob es an möglicherweise erst zuletzt entdeckten unkalkulierbaren Risiken oder an der Auseinandersetzung mit der Gothaer Versicherungsgruppe um den Vertrieb des kirchennahen Versicherers geht, bleibt Spekulation. Sicher aber ist nun, daß die HUK Coburg eine Minderheitsbeteiligung an der noch zu gründenden Finanzholding des Verbundes "Versicherer im Raum der Kirchen" übernimmt.

Die Kapitalspritze soll ausreichen, die Familienfürsorge weiterzuführen.
 

Die angeschlagene HANNOVERSCHE LEBEN hat in einer beispiellosen Aktion den bisherigen Vorstands-Chef und das Vorstandsmitglied für die Kapitalanlagen "verloren". Offiziell haben sich diese für den Rückzug aus ihren Ämtern entschieden, "um nunmehr seit längerer Zeit andauernde Meinungsverschiedenheiten mit der BAFin zu beenden und daraus resultierende eventuelle Nachteile von der Gesellschaft abzuwenden".

Allerdings kam diese Entwicklung nicht ganz unerwartet; schließlich hatte die Hannoversche Leben nach den drastischen Senkungen der Überschüsse und praktisch vollständigem Aufbrauch aller Reserven einen massiven Einbruch im Neugeschäft zu verbuchen.

Sehr negativ zu sehen ist, daß nach Branchen-Informationen große Unternehmen bereits bezüglich einer möglichen Übernahme abgewunken haben. Zu groß scheinen die stillen Lasten der Hannoverschen Leben zu sein.
 

Künftig gibt es die Versicherungen ASSECURA und GENERAL ACCIDENT Leben nicht mehr. Beide Gesellschaften werden derzeit auf die BERLINISCHE LEBEN der delta lloyd Versicherungsgruppe verschmolzen. Also nicht wundern, wenn die alten Namen verschwinden.
 

Genauso geht es übrigens auch der THURINGIA und der GENERALI-LLOYD. Beide werden unter dem Namen THURINGIA-GENERALI verschmolzen.
 

Und jetzt noch eine gute Nachricht: Die deutsche Niederlassung der SWISS LIFE / SCHWEIZERISCHE RENTENANSTALT wird nun definitiv doch nicht verkauft! Anders als die Niederlassungen in England, Italien und Spanien bleibt die deutsche Niederlassung erhalten und wird ihr durchaus erfolgreiches Geschäft fortsetzen.

Der Mutterkonzern in der Schweiz hat nach einer kräftigen Kapitalerhöhung eine relativ stabile Eigenkapitalbasis, so daß hier wohl längerfristig eine recht hohe Sicherheit gegeben sein dürfte.
 

4. Krankenkassen müssen nachzahlen

Es war ein netter Versuch: 1997 trat eine gesetzliche Neuregelung in Kraft, bei der nicht sicher war, daß auch das Urlaubs- und Weihnachtsgeld bei der Berechnung des durch die Gesetzlichen Krankenkassen gezahlten Krankengeldes berücksichtigt werden muß.
Daher wurde der Vorgang dem Bundesverfassungsgericht zur Prüfung vorgelegt.

Von Seiten der Presse und der Verbraucherschützer wurde den Versicherten geraten, vorsorglich eine Nachzahlung zu beantragen, um die Fristen einzuhalten. Doch einige Gesetzliche Krankenkassen fürchteten eine Flut von Einsprüchen bzw. Anträgen der Betroffenen. Daher versicherten sie zum damaligen Zeitpunkt in freiwilligen Erklärungen gegenüber der Presse, daß Versicherte ihre Ansprüche auch später rückwirkend geltend machen können und diese nicht sofort beantragt werden müssen.

Viele Versicherte vertrauten auf diese Aussagen, was sich als fataler Fehler herausstellte. Denn die Kassen wollten von diesen Versprechungen nichts mehr wissen und verwiesen auf die verstrichenen Fristen.

Doch nun ist diese Frage endgültig zu Gunsten der Versicherten geklärt, und das Sozialgericht Gelsenkrichen hat bereits in drei Urteilen Krankenkassen zur Neuberechnung und Nachzahlung verurteilt!

Somit sollten alle gesetzlich Versicherten, die in den Jahren 1998 bis Juni 2000 von ihrer Krankenkasse wegen längerer Krankheit ein Krankengeld erhalten haben, diese unverzüglich zur Neuberechnung unter Berücksichtigung der Einmalzahlungen (also Urlaubs- und Weihnachtsgeld) und Nachzahlung auffordern!
 

5. Keine unbegrenzte Deckung für KFZ mehr

Die Terroranschläge vom 11. September letzten Jahres haben nun auch Auswirkungen auf die deutsche KFZ-Versicherung. Was erst wie ein schlechter Scherz klingt, ist aber tatsächlich wahr.

Bislang galt bei der KFZ-Haftpflicht meist eine "unbegrenzte Deckungssumme". Diese umfassende Deckung ist den Versicherungen nun zu heikel geworden. Ihre Argumentation: Was, wenn z.B. in einem versicherten Auto eine Bombe vor einem Haus abgestellt wird und es zu einer Katastrophe wie in New York kommt? Da wäre die KFZ-Haftpflichtversicherung haftbar zu machen, was in letzter Konsequenz zur Pleite des Versicherungsunternehmens führen könnte. Und das will man natürlich verhindern.

Daher gilt ab 01.01.2003 nur noch eine Maximaldeckung von 50 Mio. EUR, die unbegrenzte Deckung wird branchenweit nicht mehr angeboten! Dies gilt für alle neuen und für alle geänderten Verträge. Nur wer seinen bestehenden Vertrag unverändert fortführt, behält die unbegrenzte Deckung!
 

6. Kommt die Steuer auf Kursgewinne?

Seit einigen Tagen scheint es an den Aktienmärkten tendenziell wieder nach oben zu gehen. Auch wenn es noch nicht die endgültige Überwindung der Talsohle darstellen sollte, so ist es zumindest mal ein Hoffnungsschimmer.

Wer bislang mit Aktien oder Aktienfonds für das Alter vorgesorgt und so zur Versorgung der Wirtschaft mit dem für die Schaffung von Arbeitsplätzen so wichtigen Kapital beigetragen hat, wird nun dafür bestraft. Waren bislang die Kursgewinne nach einer Haltezeit von mindestens 12 Monaten steuerfrei, so soll dieser Vorteil nun entfallen. Dann werden nicht nur Zinsen und Dividenden, sondern auch Kursgewinne steuerpflichtig.
Die Folge: Es ist mit einer um ca. 30% niedrigeren Ablaufleistung / Rendite zu rechnen.

Die einzige Möglichkeit einer steuerbegünstigten, aber nicht so flexiblen Anlage bleiben nun die Lebensversicherungen, da deren Steuerfreiheit wohl nicht in diesem Maße angegriffen wird. Und größter Gewinner dürften die Schweizer Banken sein, wenn ihnen in den nächsten Monaten weitere Milliarden EUR zufließen sollten.

Ach ja: Um die Steuerehrlichkeit der sicher gerne abgabenbereiten Bürger sicherzustellen, sollen künftig die Banken generell alle Zins- und Verkaufserträge dem Finanzamt melden müssen. Ein "Vergessen" gibt es dann nicht mehr.

Wer also Aktienfonds-Sparpläne hat und diese für die Altersvorsorge verwenden will, sollte über ein Umschwenken in eine Fondsgebundene Lebensversicherung nachdenken. Auch wenn deren Steuerprivileg eines Tages gestrichen werden sollte, sind bestehende Verträge davon aller Voraussicht nach nicht betroffen!

Über dieses Vehikel können also komplett steuerfreie Auszahlungen erreicht werden - und das schon bei Laufzeiten ab 12 Jahren und einer Beitragszahlung von mindestens 5 Jahren.

Das Argument, Fondsgebundene Lebensversicherungen seien teuer, ist sicherlich nicht falsch, doch bei einer Steuer von 30% oder mehr auf die Kapitalanlagen ist es sicherlich die günstigere Form.
Und bedenkt man mal 2 oder 3 Fondswechsel mit immer neuem Ausgabeaufschlag, dann ist die Fondsgebundene Lebensversicherung meistens sogar günstiger als die Direktanlage!

Und last but not least - in der Fondsgebundenen Lebensversicherung sind sogar Garantieprodukte möglich:

  • Garantie der Rückerstattung der Beiträge
  • Garantie einer Mindestverzinsung von 3,25% p.a.
  • Garantie des höchsten erreichten Kurses eines zugrundeliegenden Fonds

Angebote zu diesen Formen erstellen wir gerne bei ernsthaftem Interesse an einem Abschluß unter Ihr Kontakt zu uns.
 

7. Und dann war da auch noch.....

die Mitnahme der Mobilfunk-Telefonnummern ab November, die nun ziemlich teuer kommt. So haben die beiden Marktführer T-Mobile (D1) und Vodafone (D2) eine Gebühr von ca. 25 EUR angekündigt, die für die Mitnahme der Rufnummer verlangt werden wird.

Die beiden kleinen Anbieter E-Plus und O2 (Viag Intercom) wollten diese Gebühr eigentlich auf 10 EUR drücken, da sie vor allem von wechselbereiten Kunden profitieren würden. Doch dies war nicht erfolgreich, so daß sich der Preis für die Mitnahme einer Rufnummer nun wohl auf etwa 25 EUR einpendeln wird.

 

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