Die Themen des Monats: 1. Mehr zahlen für weniger Leistung 2. Die neue Aktiensteuer 3. Sorgenkind Gesetzliche Krankenkassen 4. Riester-Rente in der letzten Minute 5. Versicherungen vor dem Kollaps? 6. Änderungen bei der KFZ-Versicherung 7. Und dann war da noch... ------------------------------------------------------------------------------- 1. Mehr zahlen für weniger Leistung Der Staat ist pleite, die Schuldenuhr tickt schneller, und die Sozialsysteme drohen zusammenzubrechen. Also alles in allem doch kein Grund für Pessimismus, oder? Und weil das so ist, kann man den Bürgern ja noch etwas tiefer in die Taschen greifen. Hier die neuesten - und sicher nicht letzten - Negativbotschaften für Privatpersonen:
- Höhere Rentenversicherungsbeiträge
Erhöhung des Beitragssatzes zur Gesetzlichen Rentenversicherung von 19,1 auf 19,5 Prozent (eventuell sogar 19,9 Prozent). Gleichzeitig Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze (also der Grenze, bis zu der Beiträge gezahlt werden müssen) von EUR 4.500 auf EUR 5.100 pro Monat.
Allein durch diese Maßnahme wird ein Verlust von 60.000 Arbeitsplätzen befürchtet! - Höhere Krankenversicherungsbeiträge
Erhöhung des Beitragssatzes zur Gesetzlichen Krankenversicherung bei sehr vielen Krankenkassen - auch nächstes Jahr sind trotz staatlich verordnetem Beitragsstop Beitragssteigerungen zu erwarten! Gleichzeitig
Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze (also der Grenze, bis zu der Beiträge gezahlt werden müssen) von EUR 3.375 auf EUR 3.450 pro Monat. Zusätzlich wird eine Versicherungspflichtgrenze von EUR 3.825 eingeführt. Nur wenn diese Einkommensgrenze Monat überschritten wird, ist künftig ein Wechsel in die Private Krankenversicherung möglich. -
Abschaffung der steuerfreien Kursgewinne bei Investmentanlagen
(siehe nächsten Artikel) - Endgültige Abschaffung des Bankgeheimnisses und Einführung von Kontrollmitteilungen
Das in § 30a Abgabenordnung (AO) verankerte Bankgeheimnis wird gestrichen (wir berichteten bereits in diesem Newsletter). Gleichzeitig werden Banken dazu
verpflichtet, alle Wertpapierverkäufe ihrer Kunden an das Bundesamt für Finanzen zu melden. Damit ist der "gläserne Bürger" Realität! - Firmenwagen
Wer einen solchen statt Gehaltserhöhung von seiner Firma bekommt, kann sich ab 2003 auf eine Versteuerung von 1,5% (statt 1%) vom Neupreis "freuen". Da kann oft ein
kleinerer Wagen Sinn machen... - Eigenheimzulage wird seltener gewährt
Zwar soll die Eigenheimzulage auch künftig erhalten bleiben, aber sie wird seltener gewährt werden: Die Einkommensgrenzen für den Zweijahreszeitraum werden auf EUR 70.000 bzw. 140.000 gesenkt - jedes Kind erhöht die Grenze aber um EUR 30.000. - Abschreibung beim Eigenheim
Künftig gibt es nur noch die "lineare" AfA mit 2% pro Jahr - die "degressive" AfA wird ab 2003 gestrichen. - Verbilligte Vermietung an Familienangehörige
Wer bislang eine Wohnung an Familienangehörige vermietet hat, brauchte nur 50% der ortsüblichen Miete zu berechnen und konnte trotzdem die Schuldzinsen steuerlich geltend machen. Ab 2003 müssen 75% (!) verlangt werden. Bitte unbedingt daran denken, daß noch mit Datum in 2002 der Mietvertrag entsprechend geändert und auch tatsächlich eine entsprechend hohe Miete auf Ihr Konto überwiesen wird - ansonsten sind die Steuervorteile gefährdet. - Höhere Mehrwertsteuer
Auf einige Produkte wie z.B. Zahnersatz und vor allem sogenannte "Kombi-Produkte" (z.B. Überraschungs-Eier) sind künftig 16 Prozent zu zahlen. - Weitere Erhöhung der Ökosteuer
und somit höhere Energie- und Benzinpreise ab 1. Januar 2003.
2. Die neue Aktiensteuer Man wollte es ja am Anfang gar nicht glauben, doch es deutet derzeit einiges auf eine Erholung der Märkte hin. Der Dax ist um die 25% über seinem Tiefststand geklettert. Ist das Schlimmste damit überstanden?
Eine seriöse Antwort können wir hier nicht geben, aber es sieht zumindest nach etwas Licht am Ende des Tunnels aus. Und jedes Fünkchen Hoffung ist heute schon viel wert! Auf der anderen Seite weckt allein diese Erholung bereits die Begierde des Staates, daran zu profitieren. Daß aber eine zusätzliche Steuer auf Kursgewinne das dünne und empfindliche
Gleichgewicht der Märkte wieder extrem stören könnte, ist anscheinend in Berlin noch niemandem so recht bewußt geworden. Stattdessen hat die Regierungskoalition eine neue Steuer auf die Gewinne aus Wertpapieren beschlossen. Bisher waren Kursgewinne von Wertpapieren komplett steuerfrei, wenn die Papiere mindestens 1 Jahr im Besitz gehalten wurden.
Nun soll eine neue Steuer 15% dieser Gewinne "abschöpfen". Da aber das für den Laien kaum durchschaubare sogenannte Halbeinkünfteverfahren gilt, reduziert sich diese Steuer auf die Hälfte, also 7,5%. Künftig spielt es also keine Rolle mehr, wie lange Sie ein Papier halten, alle Kursgewinne sind mit 7,5% Steuer belegt. Das bestraft diejenigen
beträchtlich, die für die Altersvorsorge sparen - bis zu 7,5% weniger Auszahlung am Ende können durchaus mal mehrere tausend oder zehntausend EUR sein. Profitieren werden davon nur Spekulanten, was in Zukunft eine höhere Volatilität (Bewegung) der Märkte bedeuten kann. Wieder eine Folge einer nicht zuende gedachten Idee. Was bedeutet das für den Sparer?
Nun, zunächst einmal ist zu prüfen, ob nicht statt eines Fondssparplans z.B. eine Fondsgebundene Lebensversicherung günstiger ist. Diese bringt zum Ablauf 100% steuerfreie Gewinne. Und die - gerade bei mehreren Fondswechseln während der Laufzeit - nur minimal oder gar nicht vorhandenen höheren Kosten einer Versicherung können sich angesichts des Steuervorteils absolut rechnen! Bei Interesse halten wir Informationen dazu und individuelle Angebote für Sie bereit unter http://www.lv-angebote.de. Nun stellt sich aber die Frage, was mit bereits gehaltenen Wertpapieren geschehen
soll. Denn diese bleiben keineswegs wie bisher steuerfrei, sondern es sind in jedem Fall 1,5% auf den kompletten Verkaufserlös zu zahlen! Damit ergeben sich für derzeit und bereits seit mehr als einem Jahr im Bestand befindliche Wertpapiere folgende Möglichkeiten: - Halten und später vom Verkaufserlös 1,5% an den Staat abführen
- Vor dem Stichtag 21.02.2003 die Papiere steuerfrei verkaufen und erst nach diesem Stichtag wieder einkaufen. Dann sind die Erträge heute steuerfrei und erst danach sind 7,5% der Gewinne an den Staat abzuführen.
Eine generelle Aussage, welcher dieser beiden Möglichkeiten besser ist, kann nicht gemacht werden. Dies hängt von der erwarteten Wertentwicklung und der künftigen Haltedauer des Papieres ab. Ein Beispiel: Erwarten Sie in den nächsten Jahren 5% Rendite Ihres Papieres und halten es mindestens 4 Jahre im Bestand, dann ist die Variante 1 (1,5% des gesamten Verkaufserlöses als Steuer) für Sie günstiger. Bitte prüfen Sie für jede Ihrer Wertpapierpositionen, welche Variante für Sie günstiger ist! Für Papiere, die noch kein Jahr im Bestand sind, kommen 1,5% ohnehin viel billiger als eine volle Besteuerung bei heutigem Verkauf. Die Folge dieser Maßnahmen: Obwohl die Belastung im internationalen Vergleich sogar noch recht gering ist, stellt sie doch eine massive Steuererhöhung dar, sofern sie wie geplant realisiert wird. Schweizer Banken berichten bereits seit letzter Woche von merklichen Geldzuflüssen. Dafür scheint aber nicht nur ein möglicher Steuervorteil verantwortlich zu sein - nach unseren Erfahrungen ist die
faktische Aufhebung des Bankgeheimnisses in Deutschland (siehe erster Artikel dieses Newsletters) extrem mit dafür verantwortlich. Der
Vorsitzende der Schweizer Bankiervereinigung sagte gegenüber der Financial Times Deutschland: "Unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung werden weltweit immer stärkere Einschnitte vorgenommen." In der Schweiz solle das nicht passieren. "Wir wehren uns gegen den gläsernen Bürger". Da in der schweizerischen Politik im Gegensatz zur deutschen auf Verläßlichkeit und Kalkulierbarkeit gesetzt wird, scheint das Kalkül der Schweizer Banken aufzugehen. UNSER SERVICE: Wir werden künftig auch hochgradig seriöse Anlagen in der Schweiz anbieten! Denn es ist absolut legal, sein Geld dort anzulegen. Natürlich ist eine Angabe der Kapitalerträge in der deutschen Steuererklärung Pflicht! Der
Vorteil liegt aber im fest verankerten Bankgeheimnis und in einem Schutz der Bürger vor übergroßer Neugierde des Staates. Das halten wir für legitim und unterstützenwert. Aber nochmal ganz klar der Hinweis: Hilfe zur Steuerhinterziehung werden wir auf keinen Fall leisten! Bei Interesse und einer Anlagesumme von mindestens EUR 10.000,- nehmen Sie doch
bitte Kontakt zu uns auf unter . 3. Sorgenkind Gesetzliche Krankenkassen "Die Kräfte des Marktes sind schädlich für die Bundesrepublik, und die Bürger müssen vor effizienter und bezahlbarer Versorgung bewahrt werden. Nur dirigistisch-planwirtschaftliche Maßnahmen des Staates sind akzeptabel." So zumindest scheinen einige amtierende (Sozial-
)Politiker zu denken. Ein Beispiel dafür ist die Verfügung des Bundesversicherungsamtes (BVA), das besonders günstige Krankenkassen zu einer Beitragserhöhung zwingt. So wurde ein Finanzkonzept der BKK MOBIL OIL mit einem Beitragssatz von 11,9% abgelehnt, da das BVA aus
"grundsätzlichen" Erwägungen keinen Beitragssatz von unter 12 Prozent mehr genehmigen will. Ähnliches gilt für die BKK KM DIREKT, die dagegen Widerspruch eingelegt hat. Interessant für alle gesetzlich Versicherten, die sich über ihren hohen Beitragssatz ärgern:
Ohne den sogenannten "Risikostrukturausgleich" könnte der Beitragssatz von besonders effizient und kostengünstig arbeitenden Kassen auf bis zu 4,1% (!!!!!!!) gesenkt werden. Über die gesamtwirtschaftlich positiven Folgen einer Senkung der Lohnnebenkosten haben wir ja schon mehrfach berichtet..... Doch nun wird Sozialministerin Ulla Schmidt aktiv: Um die Lohnnebenkosten im Griff zu
behalten, hat sie einfach mal eben allen Kassen eine Beitragserhöhung im nächsten Jahr verboten. Das wirft vollkommen neue Möglichkeiten auf: Man hätte die Folgen der Elbeflut einfach auf einen bestimmten Betrag begrenzen können, eine bestimmte Arbeitslosenquote verordnen oder die Überalterung der Gesellschaft per Dekret verhindern können! Sie halten das für zynisch? Wir auch. Doch Frau Schmitt glaubt anscheinend allen Ernstes, daß eine verordnete
Beitragssatzstabilität und damit eine Budgetierung der Gesamtleistungen die ausufernden Kosten des Gesundheitswesens verhindern könnte. Laut Pressemitteilung schafft man damit "Sicherheit in unsicheren Zeiten". Doch wie immer: Wo ein Gesetz, da ein Schlupfloch. Beitragssteigerungen sind trotzdem
möglich, wenn "andernfalls für die Kasse die Leistungsfähigkeit nicht mehr gegeben wäre". Bitte, warum sonst erhöht man die Beiträge? Ob Eigenverantwortung der Bürger da nicht der bessere Weg wäre? Erstaunlicherweise wurde der TECHNIKER Krankenkasse genehmigt, nächstes Jahr einen Tarif mit Selbstbehalt
anzubieten - analog den erfolgreichen Tarifen der Privaten Krankenversicherungen. Details und Preise liegen noch nicht vor, aber es soll diesen Modellversuch tatsächlich geben. Er wird jedoch wohl nur freiwillig Versicherten (über EUR 3.825 pro Monat Bruttoeinkommen) offenstehen. Es gibt noch weitere Hoffnungsschimmer im Sinne der Versicherten: Ab sofort wird z.B. die
KKH wieder Medikamente bezahlen, die von der Internetapotheke "Doc Morris" kostengünstiger bezogen werden. Nachdem sich mehr und mehr Sozialgerichte im Eilverfahren gegen eine entsprechende Verbotsverfügung des Bundesversicherungsamtes (BVA) ausgesprochen haben, sieht sich die KKH nicht mehr an das Verbot gebunden. Ach ja: Als Mitglied der Gesetzlichen Krankenkasse werden Sie ab nächstem Jahr nicht mehr
alle Medikamente verordnet bekommen dürfen: Ab 2003 soll die "Positivliste" eingeführt werden. Nur dort genannte Medikamente sollen Ihren verordnet und von der Kasse bezahlt werden. Eine "nette" kleine Zusatzmaßnahme soll die Kürzung des Sterbegeldes um die Hälfte werden. Sollten Sie dann doch der Überzeugung sein, sich lieber nicht bevormunden lassen zu wollen, könnte eine Private Krankenversicherung eine attraktive Alternative sein. Voraussetzung aber: Sie müssen nächstes Jahr mehr als EUR 3.825 pro Monat verdienen. Dann sind Sie richtig bei http://www.kv-infos.de. 4. Riester-Rente in der letzten Minute Gut elf Monate gibt es die Riester-Rente nun, und die Akzeptanz in der Bevölkerung ist dramatisch niedrig. Auch die von den Gewerkschaften präferierte "Metallrente" z.B. ist dabei, ihre Ziele weit zu verfehlen. Über die Ursachen dafür haben wir bereits vielfach berichtet. Mittlerweile ist nach Ablösung von Walter Riester auch mit einer Änderung in den extrem bürokratischen Regelungen zu rechnen. Vielen Unternehmen aber ist noch gar nicht bewußt, daß ihre Mitarbeiter mittlerweile einen Rechtsanspruch auf Betriebliche Altersvorsorge in Form der sogenannten "Entgeltumwandlung" haben. Jeder Mitarbeiter kann sich dabei den Anbieter grundsätzlich frei auswählen. Das kann einen erheblichen Verwaltungsaufwand für die Firma bedeuten. Aber es gibt einen Ausweg: Wenn der Arbeitgeber einen Rahmenvertrag mit einem Anbieter abgeschlossen hat, ist der Mitarbeiter auf diesen Anbieter (Versicherungsunternehmen) festgelegt. Der Verwaltungsaufwand wird drastisch reduziert. Und das für die Unternehmen zum Nulltarif! Doch jetzt kurz vor Jahresschluß ist es schwierig für die Arbeitgeber, diesen Vertrag noch zu einzurichten und für die Arbeitnehmer, einen Riester-Vertrag zum vollen Erhalt der staatlichen Förderung noch schnell abzuschließen. DIE LÖSUNG Wir haben hier eine innovative Internet-Lösung: Zusammen mit einem der führenden Anbieter in
der Betrieblichen Altersvorsorge bieten wir eine kostengünstige Lösung an, die innerhalb weniger Tage umgesetzt werden kann. - Schritt 1: Das Unternehmen sendet uns einfach seine Adresse (mit Ansprechpartner) per eMail an
. - Schritt 2: Innerhalb weniger Tage wird kostenfrei eine Website freigeschaltet und für das Unternehmen ein Paßwort vergeben. Dieses kann an alle Mitarbeiter weitergegeben werden.
- Schritt 3: Mit diesem Paßwort können alle Mitarbeiter via Internet in Sekundenschnelle ihr individuelles Angebot berechnen und dieses auch gleich beantragen.
Die Vorteile: - Keine Kosten und kein Aufwand für den Arbeitgeber
- Günstiges Angebot mit nur 9% Kosten - das ist niedriger als bei den meisten Einzelverträgen
- Nur ein Anbieter, bei dem die Belegschaft ihre Verträge abschließt.
- Schnell und formlos eingerichtet
Und der Clou: Wenn mindestens 3 Ihrer Mitarbeiter einen solchen Vertrag abschließen und mindestens EUR 1.500 jährlicher Beitrag durch Mitarbeiter Ihres Unternehmens erreicht werden
, ist sogar eine Variante mit nur 7% Kosten möglich. Ist das gewünscht, bitten wir um einen kurzen Anruf an 0800-4636239 (kostenfrei). 5. Lebensversicherungen, Sicherheit und Verzinsung Es geht los: Die deutschen Lebensversicherungen teilen ihre Überschußbeteiligungen für das nächste Jahr mit. Denn wie wir ja wissen: Die Rendite einer Lebensversicherung ergibt sich aus
der garantierten Mindestverzinsung (3,25% p.a. und 4% für einige ältere Verträge) und den darüber hinausgehenden nicht-garantierten Überschüssen. Und letztere sind stark unter Druck geraten, da die Kapitalmärkte nicht mehr hergeben. Ganz aktuell sind folgende Überschüsse bekanntgegeben worden: - Volkswohl Bund: 5,4% (vorher 6,3%)V
- Victoria: 5,0% / 5,2% (vorher 6,8%)
- Mannheimer: 3,25% / 4,0%
Gerade die Mannheimer (bitte nicht mit der Hamburg-Mannheimer verwechseln!) verdient unsere besondere Aufmerksamkeit: Hier wurden die Überschüsse auf 0 (in Worten: Null!) reduziert, und es wird künftig nur noch die Garantieverzinsung gezahlt werden. Das Neugeschäft mit Kapital-Lebensversicherungen wird ganz eingestellt. Pech für denjenigen, der mit diesem Unternehmen seine Altersvorsorge geplant hat und nun die erhofften Auszahlungen aus seinem Vertrag wohl auch nicht nur ansatzweise erreichen wird! Viel wichtiger als die Überschüsse allein ist aber mittlerweile die Sicherheit der entsprechenden
Versicherungsgesellschaft. Hier hat in den letzten zwei Wochen die Studie einer der drei großen Ratingagenturen der Welt, FITCH, für Aufregung gesorgt. Sie hat die finanzielle Stärke und Kapitalausstattung von 75 Lebensversicherungsunternehmen bewertet. Die Ergebnisse waren teilweise erschreckend - vor allem bei Unternehmen, die von Laien als renommiert und sicher angesehen werden. Übrigens war danach z.B. die volle Streichung der Überschüsse bei
der Mannheimer wie oben beschrieben voraussehbar! Wir empfehlen die Lektüre, vor allem der Übersichten auf den letzten 4 Seiten. Die komplette Studie zum Download finden Sie unter http://www.fitch-studie.de. Aber nur mal gefragt: Was passiert eigentlich, wenn eine Lebensversicherung vor der Pleite steht? Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft GDV sieht hier ein dreistufiges
Sicherheitssystem vor: - Stufe 1: Die Bundesanstalt für die Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) greift in Form von verpflichtenden Vorgaben ein (z.B. bei Familienfürsorge, Hannoversche Leben, Feuersozietät Berlin. ...). Ziel ist die Sanierung des Unternehmens.
- Stufe 2: Es wird versucht, innerhalb der Branche eine Übernahme darzustellen. In der Regel übernimmt ein größeres Unternehmen die angeschlagene Versicherung (z.B. Familienfürsorge / HUK-Coburg oder Oeco Capital / Concordia).
- Stufe 3: Das Unternehmen wird liquidiert und alle Verträge werden auf die PROTEKTOR Lebensversicherung AG übertragen. Dieses speziell zur Weiterführung solcher Verträge
pleitegegangener Unternehmen im Dezember 2002 zu gründende Institut wird in alle Verpflichtungen gegenüber den Versicherten eintreten. Das ist besonders bei Verträgen wie Risiko-Lebensversicherungen oder Berufsunfähigkeitsversicherungen wichtig, da aufgrund des oft nun schlechteren Gesundheitszustandes häufig keine Absicherung bei einem anderen Anbieter mehr möglich ist.
Kritisch werden kann es vor allem für Inhaber von kapitalbildenden Lebens- oder Rentenversicherungen. PROTEKTOR wird bis zum Ende der Laufzeit wohl nur den Garantiezins bezahlen. Weitere Überschüsse werden nicht mehr gutgeschrieben. Wer also bei seiner Altersvorsorge auf Nummer sicher gehen möchte, sollte unbedingt auf die
Sicherheit und Stabilität seiner Versicherungsgesellschaft achten! Eine entsprechende individuelle Analyse dazu wird es wohl in Kürze geben - wir werden Sie rechtzeitig darüber informieren. 6. Änderungen in der KFZ-Versicherung Autofahrer ärgern sich häufig über die hohen Kosten für die KFZ-Versicherung - und jedes Jahr scheint es teurer zu werden. Doch das ist so pauschal nicht richtig. Der Beitrag dafür hängt nicht nur von der einzelnen Versicherungsgesellschaft ab, sondern auch vom Zulassungsort (Regionalklasse) und vom Fahrzeugtyp. So wird jedes Jahr für jeden Fahrzeugtyp eine Schadensstatistik erstellt, auf deren Basis dann Beiträge erhoben werden. Man spricht dabei von den sogenannten "Typklassen". Dieses Jahr zeigt sich folgende Tendenz: - In der Haftpflicht bleiben fast zwei Drittel der Fahrzeuge unverändert
- In der Teilkasko werden mehr als zweieinhalb mal so viele Fahrzeuge besser als schlechter gestuft
- In der Vollkasko werden in neun von zehn Fällen die Autos nur um eine Klasse oder gar nicht umgestuft
Trotz dieser insgesamt gar nicht so negativen Entwicklung gibt es einige extreme Beispiele - in beide Richtungen: KFZ-Haftpflicht: Verbesserung um 5 Klassen: Peugeot 206 HDI, 66 kW Verschlechterung um 3 Klassen: Toyota MR2 1.8, 103 kW Teilkasko: Verbesserung um 6 Klassen: Toyota Avenis, 74 / 81 kW
Verschlechterung um 8 Klassen: VW Golf IV 1.6, 74 kW und Volvo S40, 85 kW Vollkasko: Verbesserung um 4 Klassen: Toyota RAV 4, 92/110 kW Verschlechterung um 8 Klassen: BMW X5, 210 kW & Diesel 135 kW Weitere Informationen zu diesem Thema sind zu finden unter http://www.versicherung-und-verkehr.de. 7. Und dann war da auch noch.....
Jürgen Höller, der "beste Motivationstrainer Deutschlands" (seine eigene Aussage bei einer seiner Veranstaltungen in Frankfurt) mit seinem Buch "Alles ist möglich". Dies mußte er nun am eigenen Leib erfahren. Angeblich soll Höller im Frühjahr 2001 knapp 1,5
Mio. DM vom Konto seiner Vermögensverwaltungs-GmbH auf sein Privatkonto überwiesen haben. Damit sollten wohl erhebliche persönliche Zahlungsschwiergkeiten ausgeglichen werden. Der Grund dafür: Höller soll über seine Verhältnisse gelebt haben. Nur schade, daß alles möglich ist - und die Vermögensverwaltungs-GmbH pleite ging. Wäre
nicht so schlimm, hätte Höller nicht Anleger zur Investition in diese Firma überredet. Gesamtschaden: Nach Angabe der Staatsanwaltschaft Lübeck mindestens 1,8 Mio. DM. Allein das kann zu einem Engagement des Motivators in einer staatlichen Justizvollzugsanstalt von mehreren Jahren führen. Betrug, Insolvenzverschleppung und falsche eidesstattliche Versicherung könnten dies aber nochmal verlängern.
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