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Aktuell im Februar 2003

Die Themen des Monats:

1. Riester-Förderung nur für Intelligente?
2.
Total Return heißt nicht Geld zurück
3.
Neue Urteile beim Dreiländerfonds
4.
Verlustzuweisungen und echte Verluste
5.
Regionalversicherer und das WTC
6.
Reiseversicherungen steuerlich absetzen
7.
Und dann war da noch...

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1. Riester-Förderung nur für Intelligente?

Arbeitsminister ist er nicht mehr, der Herr Riester, aber die Rente wird immer noch nach ihm benannt. Die Riester-Rente ist wieder einmal für Schlagzeilen gut. Wie so oft für keine guten. Denn das erste Jahr der Förderung ist rum, und die Zahl der Verträge ist weit hinter den Erwartungen der Politik und denen einiger Anbieter zurückgeblieben.

Viele besonnene Marktteilnehmer sind von dieser Entwicklung jedoch nicht überrascht, gerade angesichts der ausufernden Bürokratie und den immens hohen Verwaltungskosten dieser Produkte.

Doch nun kann es passieren, daß gerade einkommensschwächere Riester-Sparer ihre staatlichen Förderungen nicht erhalten werden. Um nämlich in den Genuß der Förderungen zu kommen, müssen die Riester-Sparer jährlich Fragebögen beantworten und diese an ihren Anbieter zurücksenden. Der leitet die Unterlagen dann an die zuständige Zulagenstelle weiter.

Konkret sind das:

  • Das Anschreiben
  • Ein amtlicher zweiseitiger Antrag auf Altersvorsorgezulage 2002
  • Ein amtlicher zweiseitiger Ergänzungsbogen Kinderzulage 2002
  • Zwei Seiten Erläuterungen
  • Jahresbescheid gemäß Einkommenssteuergesetz
  • Verwendungsnachweis des letzten Beitragsjahres

Die von uns sehr geschätzte "neue leben Lebensversicherung AG" aus Hamburg hat einen Testlauf gestartet. So wurde das entsprechende Formular an 2000 Kunden verschickt. Innerhalb von 6 Tagen kamen lediglich 34 Anträge auf Förderung überhaupt zurück. Von diesen waren 27 falsch ausgefüllt!!!

Nun sind die Anbieter verpflichtet, ihre Kunden einmal auf die Fehler hinzuweisen. Doch wenn dann immer noch kein fehlerfreier Antrag kommt, ist der Anbieter aus der Pflicht. Die Folge: Die Förderung ist für das letzte Jahr verloren!

Nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden der neue leben, Peter Hanus, schrecken die amtlichen Vordrucke die Kunden so ab, daß gar nicht erst der Versuch der Vervollständigung unternommen wird.

Betrachtet man diese Zahlen und die Konsequenzen, dann dürfte für das Jahr 2002 kaum Zulage ausgezahlt werden. Wir wollen jetzt nicht unterstellen, daß man die Staatskassen durch unverständliche Formulare vor der Riester-Förderung schützen will.

Es ist aber bekannt, daß gerade die eher einkommensschwachen Haushalte Probleme haben, Formulare zu verstehen. Doch besonders für die ist die Riester-Rente ja entscheidend wichtig.

Von einigen Anbietern werden nun extra "Ausfüllhilfen" mitgeschickt, doch auch diese scheinen nach aktuellen Berichten nicht ausreichend zu sein. Da nicht jeder Kunde jedes Unternehmens von einem - in diesem Punkt natürlich auch noch extra zu schulenden - Außendienstmitarbeiter nur zum Ausfüllen der Formulare besucht werden kann, befürchten wir hier einen echten "Rohrkrepierer".

Wir würden uns für Ihre Meinung hierzu interessieren. Ist es ein Skandal oder muß "man da durch"? Mailen Sie uns doch mal an Ihr Kontakt zu uns.

Ach ja, noch ein Hinweis für Beamte: Diese können die Förderung auch nutzen - aber nur dann, wenn sie sich eine spezielle "Zulagennummer" haben erteilen lassen. Diese gibt es bei der Dienststelle oder der zuständigen Besoldungsstelle. Und ohne Nummer kein Geld - es lebe die Bürokratie!
 

2. Total Return heißt nicht Geld zurück

In den Zeiten schwacher Börsen und angesichts der von Verlusten verunsicherten Anleger ist der Absatz von Investmentfonds stark ins Stocken geraten. Mehr und mehr wenden sich die Anleger den schwankungsärmeren Rentenfonds (Fonds für Festverzinsliche Wertpapiere) zu.

Einen tollen Erfolg erzielte der DIT, die Investmentgesellschaft von Allianz und Dresdner Bank, mit ihrem "dit-EURO BOND TOTAL RETURN". Dieser sammelte in gerade mal 10 Monaten über 1,35 Mrd. EUR ein. Sicherlich auch ein Ergebnis der intensiven Marketingbemühungen und dem "Zugpferd" Günther Netzer.

Seit Auflegung im April 2002 liegt der Fonds um ca. 10% im Plus, was sicherlich attraktiv ist. Einzelne andere Rentenfonds haben dieses Ergebnis zwar noch übertroffen, aber der Fonds steht sicherlich auf unserer Beobachtungsliste. Bei weiter so guten Ergebnissen und einer Historie von mindestens 3 Jahren werden wir ihn sicherlich auch empfehlen.

Wenn da nicht die unglückliche Fondsbezeichnung wäre. Eine nicht-repräsentative Umfrage in der eigenen Mandantschaft hat ergeben, daß praktisch alle Befragten aus dem Begriff "Total Return" eine Garantie ableiten - also vereinfacht übersetzt "totaler Rückfluß" des eingesetzten Geldes.

Das ist leider vollkommen falsch. "Total Return" bezeichnet nur die Abkehr von einer sogenannten Benchmarkorientierung, also dem Vergleich mit einem wie auch immer gearteten Index. Ziel eines "Total-Return"-Fonds ist eine stetige Wertsteigerung sowohl durch Zinserträge aus auch durch Kursgewinne bei einer möglichst geringen Schwankungsbreite unabhängig von einem Index oder einer sonstigen Benchmark.

Wir fragen uns, bei wievielen Anlegern der Begriff des "Total Returns" falsche Vorstellungen geweckt haben mag. Solange keine Verluste auftreten, sicherlich kein Problem. Was aber, wenn?

Und interessant: Einen Garantiefonds mit dynamischer Gewinnsicherung und einem sehr interessanten Konzept hat besagter DIT ebenfalls im Angebot. In unseren Augen äußerst innovativ. Unsere Mandanten werden darüber informiert.
 

3. Neue Urteile beim DreiländerFonds

Wir wissen, daß unter unseren Lesern einige Besitzer von Anteilen am größten, je in Deutschland aufgelegten Geschlossenen Immobilienfonds sind. Immer wieder sind wir hierzu auch befragt worden.

Für diese könnte ein erneutes Urteil des Landgerichtes Memmingen (AZ. 3 O 1146/01) interessant sein. Dieses hat in der ersten Instanz einen freien Vermittler wegen Pflichtverletzung verurteilt, da er einer Kundin ein "jederzeitiges Kündigungsrecht" versprochen hatte, das natürlich nicht gegeben ist. Der Vermittler muß der Kundin den entstandenen Schaden nun voll ersetzen.

Eine Anwaltskooperation um Rechtsanwalt Gerhart R. Baum aus Köln hat laut Branchen-Informationsdienst "kapital-markt intern" bereits angekündigt, daß man bundesweit mehrere hundert Verfahren an den Landgerichten anstrengen werde.

Weiterhin hatte das Landgericht Hannover in zwei Urteilen (Az. 13 O 134/02 und 13 O 6236/02) gegen den Finanzvertrieb AWD als Vermittler von Anteilen entschieden - gegen diese wurde aber Berufung eingelegt. Vertreten wurden die Anleger hier von der Kanzlei Hänssler & Häcker-Hollmann aus Esslingen.

Wir werden natürlich weiter berichten.
 

4. Verlustzuweisungen und echte Verluste

Geschlossene Fonds waren im letzten Jahr wider Erwarten doch sehr erfolgreich. Wenig Glück hatten aber die Anleger im MEDIENFONDS MEDIASTREAM II: Dieser hat den Film "The Truth about Charlie" produziert, der sich zu einem der teuersten Flops der Filmgeschichte zu entpuppen scheint. 93,4 Mio. EUR hat der Streifen gekostet, und am ersten Wochenende wurden lediglich 5,3 Mio. US-$ eingespielt.

Viel mehr aber gibt die Entwicklung in Berlin zu denken. Hier hat aufgrund der massiven Finanznot der öffentlichen Hand der Senat entschieden, die auslaufenden Förderungen im sozialen Wohnungsbau entgegen den ursprünglichen Zusagen nicht zu verlängern.

Betroffen sind davon ca. 27.000 Sozialwohnungen bzw. mehr als 400 Geschlossene Immobilienfonds.

Konkret geht es dabei darum, daß Anleger in Sozialwohnungen investiert haben und das Land Berlin mit komfortablen Zuschüssen die Mieteinnahmen aufgebessert hat. Nun laufen die ersten Zusagen auf Zuschüsse aus und werden nicht verlängert. Damit werden künftig nur noch die niedrigen Mieten vereinnahmt. Angesichts des geringen Mietniveaus in Berlin reichen diese aber meist nicht aus, um die laufenden Verpflichtungen für Zins oder gar Tilgung zu decken.

Die Folge: Fonds in der Rechtsform einer KG werden - sofern die Anleger nicht freiwillig nachschießen - in die Insolvenz gehen müssen. Zwar ist ein Durchgriff auf das persönliche Vermögen der Anleger ausgeschlossen, aber die Anlage ist weitgehend verloren.

Fonds in der Rechtsform einer GbR (ja, genau die, die mit der Möglichkeit der nahezu unbegrenzten Verlustzuweisung beworben wurde) können keine Insolvenz anmelden. Hier haftet jeder Anleger mit seinem persönlichen Vermögen unbegrenzt!

Sollten Sie an einem solchen Fonds beteiligt sein, empfehlen wir dringende Rücksprache mit dem Fondsmanagement, um zusammen mit den finanzierenden Banken eine tragfähige Lösung zu erreichen!
 

5. Regionalversicherer und das WTC

Und Berlin zum zweiten: Die Landeseigene Versicherung "Berliner Feuersozietät und Öffentliche Leben" ist in nicht unerhebliche Probleme geraten. So hat das BAFin, also die Bundesanstalt für die Finanzdienstleistungsaufsicht, angeblich bereits mit der Schließung für den Geschäftsbetrieb gedroht.

Einer der Gründe für die Schieflage ist der Anschlag vom 11. September 2001. In diesem Fall aber nicht die (vermeintlichen) Folgen, sondern das World Trade Center selbst. Denn der Provinzversicherer hat tatsächlich Teile des WTC versichert. Wie man auf diese Idee, in der Presse als "Großmannssucht" verspottet, kam, ist leider nicht bekannt.

Und auch ohne diesen extrem negativen Sondereinfluß ist die Feuerkasse mit genug Problemen belastet: Waren bereits Ende 2001 stille Lasten in Höhe von 270 Prozent des Eigenkapitals (also konkret: In der Bilanz nicht ausgewiesene Verbindlichkeiten in Höhe des 2,7fachen des Eigenkapitals) vorhanden, so dürften diese angesichts der dramatischen Situation der Finanzmärkte im letzten Jahr nochmal gestiegen sein.

Nun bemüht sich der Berliner Senat händeringend um einen Verkauf, um nicht auch noch hier nachschießen zu müssen. Wollte man ursprünglich ca. 130 Mio. EUR erlösen, ist man heute wohl froh, überhaupt aus dem Engagement herauszukommen.
 

6. Reiseversicherung steuerlich absetzen

Nachdem zum Jahresanfang die Abgaben drastisch gestiegen sind, hier ein kleiner Hinweis, der zumindest ein Bonbon wert ist: Reiseversicherungen können steuerlich abgesetzt werden. Darunter fällt besonders die Auslands-Krankenversicherung, aber auch spezielle Reise-Unfallversicherungen oder Reise-Todesfallversicherungen.

Der Steuervorteil einer Auslands-Krankenversicherung mit einem Jahresbeitrag von EUR 8,50 ist zwar unbedeutend, umso wichtiger ist es jedoch, nicht ohne diesen Schutz zu verreisen: http://www.kv-infos.de/online/antrag/antrag.html.

Wer angesichts des bevorstehenden Faschings-/Skiurlaubs noch schnell eine Unfallversicherung benötigt, sei ganz "uneigennützig" auf unser günstiges Online-Angebot verwiesen: http://www.afw-gmbh.de/versicherung/sicherheit/unfall/unfall.html.
Ach ja: Steuerlich absetzbar ist diese natürlich auch!.

 

7. Und dann war da auch noch.....

eine gute und eine schlechte Nachricht für die Besitzer edler Automobile. Wer ab 2004 die Luxusmarke Bugatti fährt, zahlt bei der ALLIANZ pro Jahr ca. EUR 2.600,- für die Haftpflichtversicherung - schließlich ist ja beim Unfallgegner maximal ein Totalschaden möglich. Das war also die gute Nachricht.

Die Schlechte: Die Vollkasko kostet ca. EUR 35.000,- pro Jahr - und das auch nur, weil eine Selbstbeteiligung von EUR 10.000 (!) einkalkuliert ist. Aber wen stören solch schnöde Versicherungsprämien schon bei einem Kaufpreis von 1 Million EUR?

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