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Aktuell im April 2003

Di e Themen des Monats:

1. Erste Lebensversicherungen vor dem Ende?
2.
Sozialversicherung läuft weiter aus dem Ruder
3.
BFI-Bank vorerst geschlossen
4.
Geschlossene Fonds - aktuelle Urteile
5.
Neue Wertpapiersteuer gescheitert
6.
Schein und sein - "Moneymaxx"
7.
Und dann war da noch...

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1. Erste Lebensversicherungen vor dem Ende?

Bislang galten sie als sicherer Hafen angesichts der heftigen Kursverluste an den internationalen Wertpapiermärkten, doch nun geraten auch sie ins Trudeln: Die deutschen Lebensversicherungen. Wir haben ja bereits in einem unserer letzten Newsletter über deren Probleme berichtet, denn schon im November letzten Jahres erschien die aufsehenerregende Studie der Rating-Agentur FITCH über die Finanzierbarkeit der Überschüsse. Diese Studie wurde im März 2003 nochmal erweitert, und leider scheinen die darin angedeuteten Schreckensszenarien einzutreten.

Für Negativ-Schlagzeilen sorgt derzeit der von der Bundesanstalt für die Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) angeordnete STRESSTEST. Dieser prüft, wie Versicherungen einen noch stärkeren Rückgang der Kurse für Aktien und Festverzinsliche Wertpapiere verkraften würden - und er wurde interessanterweise sogar auf Betreiben der Versicherungswirtschaft entwickelt. Allerdings zu einem Zeitpunkt, als die Situation an den Kapitalmärkten noch wesentlich besser war als heute und man sich die aktuellen Kurse nicht mal ansatzweise vorstellen konnte.

Nun ist dieser Test verpflichtend - und das Ergebnis alarmierend: Viele auch namhafte Versicherer bestehen ihn nicht! Das bedeutet, sollte der simulierte Rückgang eintreten, wären diese Unternehmen nicht mehr in der Lage, ihren Verpflichtungen gegenüber ihren Versicherten in vollem Umfang nachzukommen.

Leider sind die Versicherer nicht verpflichtet, das Ergebnis des Tests offenzulegen. Wir können daher nur eine vorläufige und unbestätigte Liste vorlegen:

  • Allianz Leben: bestanden
  • Alte Leipziger Leben: bestanden
  • Aspecta Leben: bestanden
  • AXA Leben: nicht bestanden
  • DBV-Winterthur Leben: nicht bestanden
  • Debeka Leben: bestanden
  • Deutsche Ärzteversicherung: nicht bestanden
  • Gothaer Leben: nicht bestanden
  • Hamburg-Mannheimer Leben: bestanden
  • Ideal Leben: bestanden
  • Iduna Leben: bestanden
  • KarstadtQuelle Leben: nicht bestanden
  • Mannheimer Leben: nicht bestanden
  • Öffentliche Leben Oldenburg: bestanden
  • Provinzial Rheinland Leben: bestanden
  • R+V Leben: bestanden
  • Rheinland Leben: bestanden
  • Kravag Leben: bestanden
  • Lebensversicherung von 1871: bestanden
  • Victoria Leben: nicht bestanden
  • Volksfürsorge Leben: bestanden
  • WWK Leben: bestanden

Besonders fallen hier sehr namhafte Gesellschaften wie AXA oder VICTORIA auf. Letztere hat zusätzlich über 1,5 Mrd. (!) Euro sogenannter "stiller Lasten" gebildet - also im Kurs gefallene Wertpapiere noch zu einem alten und viel zu hohen Wert in der Bilanz. Spätestens Ende 2003 müssen aber realistische Werte ausgewiesen werden - und 1,5 Mrd. Euro wollen erstmal ausgeglichen werden...

Dieses negative Ergebnis relativiert sich jedoch bei diesen beiden Versicherungen, da beide finanzstarke Muttergesellschaften haben, die im schlimmsten Fall Kapital nachschiessen können.

Andere Unternehmen sind ohne solch eine starke Mutter und daher tatsächlich in ihrer Existenz bedroht - so z.B. die MANNHEIMER Lebensversicherung (bitte nicht mit der Hamburg-Mannheimer verwechseln!). Derzeit verhandelt die Branche nach Informationen der Financial Times Deutschland über eine gemeinsame Auffanglösung für die Mannheimer - und dies will man wohl ohne den neuen Risikopool "Protektor" schaffen.
 

Kein Wunder, daß die Verunsicherung unter den Versicherungskunden extrem groß ist: Welchem Versicherer kann man noch trauen und war die Wahl der Versicherungsgesellschaft die Richtige?
Doch auch Vermittler und Berater sind beunruhigt: Welches Unternehmen kann man seinen Kunden noch guten Gewissens empfehlen?

Eine Lösung für dieses Problem bietet der POLICENCHECK. Hier wird durch die "Gesellschaft zur Analyse von Anlage- und Versicherungsprodukten" die Versicherung nach objektiv nachprüfbaren Kriterien und wesentlichen Kennzahlen durchleuchtet. Zu diesen wird die Entwicklung über mehrere Jahre dargestellt und graphisch aufbereitet. Der Text ist bewußt für den Laien geschrieben, so daß das sehr komplexe Konstrukt "Lebensversicherung" doch wesentlich stärker verständlich wird.

Die Auswertung ist in zwei Versionen erhältlich:

  • Für Endkunden wird ein bestehender Vertrag geprüft und eine ausführliche Einschätzung zur Versicherungsgesellschaft gegeben. Weiterhin werden Möglichkeiten zum Umgang mit dem bestehenden Vertrag aufgezeigt.
     
  • Für Berater und Vermittler ist die Maklerversion gedacht, die Details zur empfohlenen Versicherungsgesellschaft gibt und eine fundierte Entscheidung ermöglicht.

Musterauswertungen sind unter http://www.policencheck.com einsehbar. Hier können auch individuelle Auswertungen für EUR 49,- (Endkundenvariante) bzw. EUR 29,- (Maklerversion) bestellt werden.


 

2. Sozialversicherung läuft weiter aus dem Ruder

Eigentlich müßten wir ja schon gar nicht mehr darüber schreiben, zu sehr ist heute die Krise des Sozialstaates in aller Munde. Eine Reform, die diesen Namen auch verdient, ist mehr als überfällig. Angesichts der schon kleinste Ansätze blockierenden rückwärtsgewandten Sozialstaatsromantiker ist dies aber kaum mehr als eine vage Hoffnung.

Nun hat die Rürup-Kommission zur Reform der Sozialsysteme ihren Abschlußbericht vorgelegt. Das Ergebnis: Eigentlich keines außer dem, daß selbst die Experten nicht weiterwissen und vollkommen unterschiedliche Wege vorschlagen.

Es gehört nicht viel dazu, den Rürup-Konzepten das gleiche Schicksal wie den Hartz-Ideen vorauszusagen: Erst verwässert zur Unkenntlichkeit und dann nur halbherzig umgesetzt. Oder sehen Sie etwas von der in den Hartz-Vorschlägen vom vergangenen Jahr vorgesehenen Reduzierung der Arbeitslosenzahl um 2 Mio?

Genau so wird es mit den Beiträgen zur Krankenversicherung gehen. Und zur Rentenversicherung. Und zur Pflegeversicherung. Und zur Arbeitslosenversicherung.....
 

Apropos Arbeitslosenversicherung: Die Bundesanstalt für Arbeit als Verwalter von jetzt schon mehr als 4,5 Millionen Arbeitslosen hat eingestanden, dieses Jahr doch einen Bundeszuschuß zu benötigen. Die Rede ist von etwa 7 Mrd. (!) Euro, die im Haushalt natürlich nicht vorgesehen, aber dringend erforderlich sind. Die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung reichen halt hinten und vorne nicht.

Und weil wir gerade bei Summen in einer Dimension sind, die sich der normalen Vorstellungskraft entzieht: Der Rentenkasse droht 2003 ein Milliardendefizit. Die auf nur noch eine halbe Monatsausgabe reduzierte sogenannte Schwankungsreserve wird zum Jahresende wohl nicht ausreichen, die Verluste auszugleichen. Die Folge: Der Bund muß nachschiessen - man munkelt von 1,5 Mrd. Euro, die trotz der auch dieses Jahr wieder erhöhten Ökosteuer (das ist die, mit der Autofahrer die Rentenkasse subventionieren) zusätzlich aufgewandt werden müssen.

Und wo kommen diese zusammen ca. 8,5 Mrd. Euro für die Sozialversicherung her? Einkalkuliert im Haushalt sind sie nicht, also müssen sie über neue Schulden finanziert werden. Erinnern wir uns noch an den Maastricht-Vertrag und die Stabilitäts-Kriterien, für die gerade Deutschland sich so stark gemacht hat? Empfindliche Strafen sind zu erwarten und leider auch berechtigt bei derartigem Mißmanagement!

Und zu guter Letzt der aktuelle Dauerbrenner Krankenversicherung. Sozialministerin Ulla Schmidt hat von vorne herein den Ideen der Rürup-Kommission (siehe oben) keine Chancen gegeben. Mangels eigener Ideen wurschtelt man sich halt so weiter durch mit dem Ergebnis, daß die Beiträge - trotz eigentlich gesetzlich verordnetem Erhöhungsverbot (!) - immer weiter steigen. Auch die gebetsmühlenhaft wiederholten "Durchhalteparolen" per Pressemitteilung wirken irgendwann nur noch mitleidserregend angesichts der sich meist schon nach wenigen Tagen ganz anders zeigenden Wirklichkeit. Wenn dann die Warnungen des Vorstand einer der großen deutschen Ersatzkassen vor weiteren Beitragssteigerungen mit ministeriellen Empfehlungen zu einem Rücktritt kommentiert werden, läßt das an einer gewissen Ernsthaftigkeit zur Lösung der Probleme zweifeln.
 

Übrigens verstoßen einige Gesetzliche Krankenkassen mangels Mitteln wohl bereits gegen die Vorlage, 25% einer Monatsausgabe cash vorzuhalten. Im Gegenteil: Angeblich soll dieses Jahr bereits ein Defizit von 3 Mrd. Euro vorhersehbar sein - eine Lücke, die über Schulden geschlossen wird.

In diesem Zusammenhang der Spruch des Monats vom Chef der AOK Baden-Württemberg: "Wir haben keine Schulden, nur Tageskredite!"
 

Ganz offen: Sind angesichts dieser Situation in der Sozialversicherung ernsthafte Reformen wirklich noch aufschiebbar oder sehen nur wir das so schwarz? Auf Ihre Kommentare unter Ihr Kontakt zu uns freuen wir uns!

 
 

3. BFI-Bank vorerst geschlossen

Eine sehr unschöne Nachricht mußten diesen Monat die Anleger und Kunden bei der BFI-Bank (Dresden) verdauen: Das BAFin als Aufsichtsbehörde hat ein sogenanntes Moratorium über das Institut verhängt. Das bedeutet, es wurde vorerst für den Publikumsverkehr geschlossen. Grund ist ein "erheblicher Wertberichtigungsbedarf", also möglicherweise bevorstehende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung. Um dem Unternehmen eine Möglichkeit zu geben sich zu sanieren, wurden alle Ein- und Auszahlungen gestoppt.

In den letzten drei Jahren gab es schon vier solcher Moratorien:

- im Jahr 2001 waren es Systracom und das Bankhaus Partin (Göttinger Gruppe, wir
 berichteten)
- im Jahr 2002 waren es die Gontard & MetallBank und die BkmU-Bank (auch hier berichteten
 wir)

Und nun die BFI-Bank, mit 260 Mio. Euro Bilanzsumme ein eher kleines Institut. In allen anderen vier Fällen wurden die Banken letztendlich endgültig geschlossen. Sollte dies bei der BFI-Bank genauso passieren, ist mit einem nicht unerheblichen Schaden für die Anleger zu rechnen:

Im Unterschied zu den meisten privaten Banken gehört dieses Institut nämlich nicht dem Einlagensicherungsfonds des deutschen Bankgewerbes an. Hier greift nur die gesetzliche Einlagensicherung. Diese deckt aber nur Einlagen bis maximal 20.000 EUR pro Person, und das auch nur zu 90%. Alles darüber hinausgehende Kapital könnte im Falle einer endgültigen Schließung verloren sein.
Ebenfalls verlieren würden Besitzer von Inhaber-Schuldverschreibungen der BFI-Bank - diese wären in diesem Fall vollkommen wertlos und das Geld vollständig verloren.

Hoffen wir, daß es soweit nicht kommt. Aber wenn, bleibt abzuwarten, ob die vermittelnden Finanzberater ihre Kunden auf die Risiken ausreichend hingewiesen haben oder ob es zu Schadensersatzforderungen gegen die Vermittler der Anlagen kommen wird. 
 

4. Geschlossene Fonds - aktuelle Urteile

In unserer kleinen Serie über den DreiLänderFonds 94/17 wurde wiederum ein Urteil gegen eine Vermittlerin von Fondsanteilen erzielt. Die Dame war für den mittlerweile börsennotierten Vertrieb AWD tätig und hat Anteile am geradezu legendären DreiLänderFonds 94/17 vermittelt. Nach Aussagen des AWD ist die Vermittlung der DLF-Anteile jedoch nicht im Rahmen der Tätigkeit für das Unternehmen erfolgt.
Bei der Beratung hat sie ihre Kunden aber nach Ansicht des Gerichts nicht auf die mittlerweile vorliegenden negativen Presseberichte hingewiesen - und das wurde ihr nun zum Verhängnis (LG Darmstadt Az. 8 O 216/02). Sie muß jetzt den Anleger so stellen, als hätte er das Engagement nie getätigt. Erstritten hat das Urteil RA Oliver Renner von der Kanzlei Wüterich und Breucker aus Stuttgart.

Eine Anwaltskooperation um den früheren Bundesinnenminister Gerhart Baum will bekanntlich 200 Geschädigte vertreten und den AWD schadenersatzpflichtig machen. Dieser "bezweifelt" jedoch die Zahl von potentiellen Klägern, soll sich aber gleichzeitig zu außergerichtlichen Einigungen nach Einzelfallprüfung bereit erklärt haben.
Außerdem verlangt Gerhart Baum Auskunft von der Staatsanwaltschaft Stuttgart, warum man nicht entschiedener den Vorwürfen der ungerechtfertigten Bereicherung von Initiatoren des besagten Fonds nachgeht.

Die Göttinger Gruppe mit ihren umstrittenen Sparplänen hat nun auch einen Prozeß verloren. Das Oberlandesgericht Braunschweig (Az. 3 U 38/02) hat entschieden, daß eine außerordentliche Kündigung eines Sparplans aufgrund von Fehlberatung berechtigt sei. Die Gruppe müsse sich das Verhalten des Vermittlers zurechnen lassen.
Dadurch steht dem Kunden nun jedoch keineswegs automatisch die Rückzahlung der eingezahlten Beiträge zu. Er braucht nur keine weiteren Einlagen mehr zu leisten und hat Anspruch auf das sogenannte Auseinandersetzungsguthaben. Dieses kann jedoch auch negativ sein, so daß es trotz des für den Anleger positiven Urteils für diesen weitere Zahlungen statt Geld zurück bedeuten kann.
Allerdings überlegt man wohl, Schadensersatzforderungen gegen den Berater zu stellen.

Wie auch immer die Geschichte ausgeht: Der Branchendienst "DFI-gerlach-Report" darf das Modell der Göttinger Gruppe gerichtlich bestätigt seit 1994 als "Schneeball-System" bezeichnen. Bilde sich jeder seine eigene Meinung!
 

5. Neue Wertpapiersteuer gescheitert

Für jeden Anleger war es eine wirklich gute Nachricht: Das geplante "Steuervergünstigungsabbau-Gesetz" mit einer neuen Wertzuwachssteuer ist am Widerstand des Bundesrates gescheitert. Das bedeutet: Der Wertzuwachs von Aktien und Festverzinslichen Wertpapieren ist nach einer Haltedauer von mindestens 12 Monaten weiterhin komplett steuerfrei!

Auch die automatischen Kontroll-Mitteilungen über sämtliche Erträge bei Dividendenausschüttungen und Zinsen sind zunächst entfallen. Allerdings hat Bundesfinanzminister Hans Eichel bereits ein "neues Verfahren" angekündigt, mit der in guter alter DDR-Tradition die Bürger überwacht werden sollen. Geplant sind nun flächendeckende Kontrollmitteilungen - und außerdem haben die Finanzämter ja bereits vollen Online-Zugriff auf ALLE Konten ALLER Bürger bei ALLEN deutschen Banken.

Als Alternative empfehlen wir weiterhin das 2. Vermögensstandbein in der Schweiz. Dort werden Persönlichkeitsrechte noch ernst genommen, und ein gläserner Bürger ist nicht gefragt. Bei Angabe aller in der Schweiz erzielten Kapitalerträge gegenüber dem deutschen Finanzamt ist dies eine absolut legale Möglichkeit, dem deutschen Überwachungsstaat zu entgehen. Infos erhalten Sie unter Ihr Kontakt zu uns
 

6. Schein und sein - "Moneymaxx"

Stellen Sie sich vor, Sie erhalten einen Brief - einfacher weißer Umschlag und vorne oben auf einem kleinen gelben Feld der Text: "Wichtiger Hinweis - zu den Informationen der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA)".

Letztere verschickt neuerdings bekanntlich an die gesetzlich Rentenversicherten Informationen über die zu erwartende Rente - was ist also in einem solchen Umschlag anderes als eine wichtige offizielle Information zu erwarten?

Also wird der Umschlag nicht wie sonst als Reklame schon direkt am Briefkasten "entsorgt", sondern geöffnet. Doch was erwartet den geneigten Leser: MONEYMAXX preist eine Zusatzrente ab Euro 30,- monatlich an, die "die Extras für später ermöglichen" soll.
Die "wichtigen Hinweise" entpuppen sich dann als Kurztext, daß die BfA die Renteninformationen zugeschickt hat und die Versorgungslücke im Alter bei vielen größer sein wird als erwartet.
Zusätzlich sind auf der Rückseite des Schreibens zwei kleine Auszüge abgedruckt, daß die Infobriefe der BfA zu hohe Erwartungen wecken (FOCUS) und daß ein Sparen mit dem "Cost Average Effect" gerade jetzt sinnvoll ist (Financial Times Deutschland).

Mehr gibt es an den angepriesenen "wichtigen Hinweisen" nicht. Dafür aber Werbung für Moneymaxx, das in den letzten 20 Jahren eine Netto-Rendite von 6,4% p.a. gebracht haben soll. Der eigentlich wichtige Hinweis, daß das Produkt eine ganz normale Fondsgebundene Lebensversicherung mit unterdurchschnittlicher Ausstattung (keine Wahl der Fonds, kein Ablaufmanagement) ist und KEINE Garantien oder Sicherheiten (wie Kapitalerhaltgarantie, Mindestverzinsungsgarantie o.ä.) bietet, fehlt dagegen.

Unser FAZIT: Wer sich mit derartigen Tricks in die Wohnungen bringt, falsche Erwartungen weckt und wesentliche Punkte nicht deutlich darstellt, kann nicht als empfehlenswert betrachtet werden!

Wer monatlich sparen will, sollte sich bei Fachleuten eine genauere Übersicht der Möglichkeiten verschaffen und auch nach Alternativen mit Garantien, Sicherheiten und mehr Variationsmöglichkeiten fragen. Für eine erste Übersicht empfehlen wir einen Blick auf http://www.lv-angebote.de.
 

7. Und dann war da auch noch.....

Motivationsguru Jürgen Höller, der wegen Untreue, vorsätzlichem Bankrott und falscher eidesstattlicher Versicherung vor Gericht stand (wir berichteten). Nunmehr wurde er schuldig gesprochen und kann jetzt mit seinen "Tschakka"-Rufen drei Jahre lang seine Mithäftlinge zu positivem Denken bewegen.

Er habe Fehler gemacht, die er bitter bereue, so Höller nach der Urteilsverkündung. Ob dies auch einige Besucher angesichts der an ihn gezahlten Seminargebühren denken?

 

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