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Aktuell im November / Dezember 2004

Die Themen des Monats:

1. Wichtig: Das ist im Jahr 2004 noch zu erledigen
2.
Letzte Chance: Das lebenslang steuerfreie Anlagekonto
3.
Garantierenten ab 2005 erheblich niedriger
4.
VORSORGEKATALOG veröffentlicht
5.
Erdbeben auch in Deutschland - sind Sie versichert?
6.
Aktuelle Kurznachrichten
7.
Und dann war da noch...

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1. Wichtig: Das ist im Jahr 2004 noch zu erledigen

Zum 31.12.2004 laufen wichtige Fristen aus, die Sie unbedingt einhalten sollten. Daher hier einige Punkte, bei denen wesentliche Veränderungen anstehen:

  • Arbeitnehmersparzulage & Wohnungsbauprämie:
    Wer einen Sparvertrag für Vermögenswirksame Leistungen oder einen Bausparvertrag hat, kann oft staatliche Förderung bekommen. Wurde die Förderung für das Jahr 2002 noch nicht beantragt, dann sollte das noch diesen Monat nachgeholt werden, ansonsten ist sie verloren.
    Und wer noch keinen Vertrag hat: Die Einzahlungen für 2004 müssen bis zum 31.12.2004 beim Anbieter eingangen sein, damit ein Prämienanspruch entsteht.
     
  • Eigenheimzulage:
    Ob sie definitiv verschwindet oder nicht, darüber streiten sich derzeit Bundestag und Bundesrat im Vermittlungsausschuß. Klar ist aber: Wer in diesem Jahr eine Immobilie gekauft oder gebaut hat, der sollte unbedingt bis zum 31.12. einziehen. Denn nur dann gibt es noch die volle Förderung für das ganze Jahr 2004.
     
  • KfW-Förderprogramme:
    Gerade Häuslebauer können so günstig an Darlehen kommen, z.B. mit 2,9% bis 4% Effektivzins. Doch die Programme "CO2-Minderungsprogramm" und "Wohnraum-Modernisierungsprogramm" laufen zum Jahresende aus. Wer also noch die günstigen Zinsen nutzen möchte, der muß bis zum 31.12.2004 über seine Hausbank einen Antrag stellen. Weitere Informationen gibt es unter
    http://www.kfw-foerderbank.de.
     
  • Lebens- und Rentenversicherungen:
    Bekanntlich endet nach vielen Jahrzehnten zum 31.12.2004 die Steuerfreiheit von kapitalbildenden Versicherungen. Wer sich jetzt noch mit dem Gedanken trägt, einen solchen Vertrag abzuschließen, sollte sich beeilen: Damit die Steuerfreiheit auch tatsächlich eintritt, muß der Versicherungsvertrag bis zum 31.12.2004 policiert (!) sein. Nur die Annahmeerklärung der Versicherungsgesellschaft reicht nicht aus, auch wenn noch immer einige Vertreter dies behaupten. Dafür sind Dynamiken von bis zu 20% pro Jahr zulässig und der Versicherungsbeginn darf sogar noch im nächsten Jahr liegen.

    Da die (guten) Versicherungen derzeit im Neugeschäft förmlich ersticken - bei manchen Gesellschaften kommen fast 20x soviel Anträge wie in normalen Zeiten rein - dauert die Bearbeitung bis zu 2 Wochen. Daraus ergibt sich, daß es ab Mitte des Monats eng werden könnte mit der Policierung. Wobei wir mit einigen wenigen Gesellschaften einen "last-minute-Service" bis zum 29.12. vereinbaren konnten!
     
  • Zulagen für die Riester-Rente
    Außer den staatlichen Zulagen gibt es bekanntlich kaum einen vernünftigen Grund, das bürokratische Monstrum Riester-Rente zu nutzen. Und doch haben sich bislang unglaublich viele Sparer nicht um die Beantragung der Prämie gekümmert (wir berichteten bereits mehrfach).
    Nun hat die ALLIANZ aktuelle Zahlen vorgelegt: Von 550.000 Riester-Sparern haben erst 375.000 ihre Zulagen für das Jahr 2002 beantragt. Anders gesagt: Ein Drittel der Sparer verzichtet durch Nichtstun auf die ihnen zustehenden Prämien! Denn es ist bekanntlich nicht damit getan, den Vertrag abzuschließen - nein, die Prämie muß auch extra beantragt werden. Diese Beantragung scheint dann doch einen erheblichen Teil der Bevölkerung zu überfordern - wie anders ist der Verzicht zu erklären?
    Noch schlimmer sieht es übrigens für das Jahr 2003 aus: Hier haben erst 55% der Sparer die Zulage beantragt!

    Daher die dringende Empfehlung: Wer für die Jahre 2002 und 2003 noch keine Zulage beantragt hat, sollte das dringend nachholen. Ist der Antrag erst im nächsten Jahr bei der zentralen Zulagenstelle, dann ist die Zulage für 2002 unwiderruflich verloren!
     
  • Schwarzgeld-Legalisierung
    Das sogenannte Amnestiegesetz hat sich - wie so einige andere Gesetze für den Finanzbereich auch - als ausgesprochener Flop entpuppt. Sprach Bundesfinanzminister Hans Eichel bei Einführung des Gesetzes noch von einigen Milliarden EURO Schwarzgeld, die dieses Straferlassgesetz zurückholen würde, ist es bislang im niedrigeren dreistelligen Millionenbereich geblieben. Kein Wunder angesichts der ab April nächsten Jahres vollzogenen Umwandlung Deutschlands in einen Orwellschen Überwachungsstaat mit jederzeitigem Onlinezugriff auf sämtliche Bankkonten durch staatliche Stellen. Dazu aber im nächsten Newsletter mehr.
    Wer aber trotzdem das angesprochene Amnestiegesetz nutzen möchte, der sollte sich beeilen: Es gilt zwar auch noch im nächsten Jahr, dann aber mit einer höheren Pauschalsteuer von 21% statt aktuell 15%.
     

2. Letzte Chance: Das lebenslang steuerfreie Anlagekonto

Jeder Sparer mit langfristigem Horizont - egal in welche Sparform er einzahlt - steht vor folgender Problematik:

Zunächst muß Kapital für später aufgebaut werden. Während dieser Sparphase sind die Möglichkeiten recht breit und reichen von der klassischen Lebens- oder Rentenversicherung über aktienlastige Produkte mit Garantien bis hin zum Sparen in Aktien oder Aktienfonds.

Gerade bei langen Sparzeiten wird häufig Produkten mit mehr oder weniger hohem Aktienanteil der Vorzug gegeben, da diese renditestärker sind. Unabhängig davon ist aber das Steuerproblem in der Sparphase gering: Versicherungen sind steuerfrei (bei Abschluß bis Ende 2004), und bei Investmentfonds genauso wie bei einzelnen Wertpapieren sind die Kursgewinne nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei.

Doch irgendwann endet die Sparphase und es geht an die Nutzung des vorhandenen Kapitals. Meist ist das in der Nähe des Rentenbeginns. Zu diesem Zeitpunkt werden Versicherungen ausgezahlt und Investmentanlagen von schwankungsreichen Aktienfonds in schwankungsärmere Anlagen wie z.B. Festverzinsliche Wertpapiere oder Rentenfonds umgeschichtet.
Doch nun beginnt die Steuerproblematik: Alle Zinserträge, die den (schon einmal gesenkten) Freibetrag von derzeit EUR 1.421,- pro Person und Jahr überschreiten, sind voll zu versteuern.

Da die Regierung die Besteuerung derzeit auf die sogenannte "nachgelagerte Besteuerung" umstellt, wird in naher Zukunft die steuerliche Belastung von Rentnern erheblich zunehmen. Somit steigen auch die Abzüge von den Zinsen - es bleibt also weniger übrig!
Diese Problematik wurde bislang kaum aktiv angegangen und meist verdrängt. Seltsam eigentlich, denn das Kapitalvermögen gerade der Personengruppe ab 60 Jahre ist erheblich!

Doch noch gibt es mit Hilfe einer Lebensversicherung eine Alternative dazu:
Über mindestens 5 Jahre bringen Sie Ihr Geld in eine spezielle Versicherung ein. Dort muß es mindestens weitere 7 Jahre liegenbleiben (dieses sogenannte 5+7-Modell ist ja auch allgemein bekannt). Doch nun bleibt das Geld danach in der Versicherung liegen und verzinst sich weiter. Es steht aber jederzeit für Entnahmen zur Verfügung. Egal, ob große oder kleine Beträge oder das ganze Kapital: Es kann beliebig oft Geld entnommen werden - und jede Auszahlung ist vollkommen steuerfrei.

Wie lange das geht? Das ist jetzt genau der Trick: Bis maximal Alter 100 Jahre!
Da kaum jemand von uns dieses nahezu biblische Alter tatsächlich erreicht, können wir also wirklich von einem lebenslang steuerfreien Anlagekonto sprechen.
Innerhalb dieses Kontos bei der Versicherung sind selbstverständlich unterschiedliche Anlagen wählbar - z.B. Aktienfonds, Rentenfonds, Geldmarktfonds, offene Immobilienfonds. Diese können beliebig miteinander kombiniert und - man höre und staune - kostenfrei zwischen ihnen getauscht werden.

Somit ist es im Grunde nichts anderes als ein "normales" Anlagekonto - nur mit dem Unterschied, daß keine weiteren Einzahlungen mehr möglich sind. Dafür bleiben alle (!) Zinsen und Erträge vollständig steuerfrei und sind täglich verfügbar!
Nutzbar ist dieses Modell sowohl für vorhandene Gelder, die vor dem Finanzamt geschützt werden sollen (Einzahlung über 5 Jahre) als auch für ein regelmäßiges monatliches Sparen.

Die Kosten sind erfreulich niedrig (Abschlußkosten im normalen Rahmen nur auf die Beiträge, laufende Kosten nach dem Ende der Einzahlungen nur ca. 0,2% der Anlagesumme pro Jahr) und die Flexibilität ist durch ein beliebig häufiges kostenfreies Umschichten der angelegten Gelder sehr hoch! Entnahmen sind nach den insgesamt 12 Jahren Mindestlaufzeit immer möglich und steuerfrei.

Für wen macht es Sinn?
Im Grunde für jeden, der spätestens mit Alter 60 Jahren ein Kapital von mindestens 30.000 EUR besitzt. Ab da dürfte man mit konservativen Anlagen die Freibeträge überschreiten und in der Steuerpflicht landen. Für den diese Summe überschreitenden Betrag halten wir das Modell grundsätzlich für sehr geeignet.

Bei Interesse an einer solchen Anlage sprechen Sie uns doch bitte kurzfristig an: 0800-4636239 (unser kostenfreies Servicetelefon). Gerne prüfen wir für Sie, ob ein solches Modell für Sie sinnvoll ist und wie es konkret aussehen kann.
Aber bedenken Sie bitte: Es ist ein Versicherungsmantel und daher in dieser Form nur noch dieses Jahr abschließbar (Zeitfenster siehe oben bei den wichtigen Fristen)!
 

3. Garantierenten ab nächstem Jahr erheblich niedriger

Es gibt zum Jahreswechsel noch eine erhebliche Änderung, die aber sogar vielen Fachredakteuren von bekannten Zeitungen und Zeitschriften bislang offensichtlich entgangen ist: Ab 2005 gelten neue Sterbetafeln. Das heißt, statistisch wird offiziell festgestellt, daß wir erheblich länger leben als bei der letzten Feststellung von vor 10 Jahren.

Das heißt für Versicherungen, daß sie ihre Rentenversicherungen neu kalkulieren müssen. Eine längere Lebenserwartung bedeutet, daß das zu Rentenbeginn zur Verfügung stehende Kapital länger reichen muß - die monatlichen Renten müssen also niedriger ausfallen.
Das betrifft alle Rentenversicherungen vom nächsten Jahr an. Die Folge: Wer z.B. Geld in eine sofortbeginnende Rentenversicherung einzahlt (sich also von seinem Bargeld eine lebenslange Rente kauft), der wird bei Abschluß im nächsten Jahr erheblich schlechter gestellt.

Hintergrund ist, daß die ausgezahlte Gesamtrente aus einem Garantieteil und zusätzlichen Überschüssen besteht. Durch die Neukalkulation ab nächstem Jahr fallen die Garantierenten für Neuverträge ab 2005 erheblich niedriger aus.

Konkret zeigen erste Zahlen ein erschreckendes Bild: Frauen bekommen eine um ca. 8 - 12 Prozent niedrigere Rente und bei Männern sind es sogar ca. 15 - 18 Prozent, die sie weniger garantiert bekommen!
Und nur die Garantierente ist das, was wirklich sicher ist bei einer langfristigen Niedrigzinsphase (Stichwort "japanische Verhältnisse") oder sogar einer eventuellen Pleite der Versicherung (Stichwort "Mannheimer Lebensversicherung").

Daher als Fazit: Wer sich von seinem Kapital eine lebenslange Rente kaufen will, der sollte definitiv noch jetzt handeln! Bei Interesse bitten wir um Ihren Anruf unter 0800-4636239 (kostenfrei).
 

4. VORSORGEKATALOG veröffentlicht

Haben Sie sich auch schon diese Fragen gestellt:

Welche Versicherungen brauche ich eigentlich wirklich?
Was ist überflüssig?
Wie funktioniert das alles überhaupt?

Hinzu kommen die ständigen Reformen und die damit verbundenen Gesetzesänderungen, die mehr verwirren als klarstellen.
Wir haben uns daher entschieden, all diese Informationen in einem VORSORGEKATALOG zusammenzufassen. Darin sind übersichtlich Informationen, Beschreibungen, Checklisten und Empfehlungen rund um den privaten Finanzbedarf enthalten. Besonders nützlich ist eine Übersicht darüber, welche Versicherungen wirklich notwendig oder sinnvoll und welche überflüssig sind. Hiermit kann sich jeder selbst einen Überblick verschaffen, welche Versicherungen und Finanzanlagen am ehesten seinen Wünschen und Vorstellungen gerecht werden.

Unseren Mandanten haben wir den Katalog per Post zukommen lassen. Wer (noch) nicht Mandant ist, sich aber trotzdem dafür interessiert, kann sein kostenloses Exemplar als PDF-Datei unter http://www.vorsorgekatalog.de herunterladen.

Voraussichtlich im 1. Quartal 2005 soll eine neue Auflage des Katalogs mit den dann geltenden Regelungen und Angeboten erscheinen.
 

5. Erdbeben auch in Deutschland - sind Sie versichert?

Letztes Wochenende hat die Erde in Deutschland wieder einmal gebebt - in Baden-Württemburg war es ein Erdbeben mit der Stärke von 5,4 auf der Richterskala. Nicht wirklich schlimm aber ausreichend, um an Tausenden von Gebäuden Schäden anzurichten.

Allerdings werden wohl nur die Wenigsten diese Schäden ersetzt bekommen, denn die „normale” Wohngebäudeversicherung ist dafür nicht zuständig. Diese ersetzt erstmal nur die Schäden durch Feuer, Wasser, Sturm und Hagel.
Erbeben fallen aber - genauso wie Überschwemmungen, Erdrutsche und Erdsenkungen - unter die sogenannten „Elementarschäden”. Diese müssen ausdrücklich und gegen einen zusätzlichen Beitrag mitversichert werden. Ist das unterblieben, gibt es auch keine Leistung von der Versicherung.

Wir empfehlen daher dringend Hausbesitzern, diesen Zusatz trotz der Mehrkosten mit aufzunehmen. Denn was sind schon ca. EUR 100,- bis EUR 200,- zusätzliche Prämie pro Jahr, wenn ansonsten Zehn- oder Hunderttausende von EURO Schaden am Haus entstehen können?

Und das Risiko ist gar nicht so gering: Nach Angaben des Leiters des Erdbebendienstes in Freiburg, Wolfgang Brüstle, müsse sich z.B. Baden-Württemberg in den kommenden Jahren auf spürbare Erdbeben einrichten. Der Südwesten sei die Region in Deutschland mit der größten Erdbebengefahr.

Leider sind viele Versicherungen nicht mehr Willens, diesen Versicherungsschutz anzubieten. Wir können dies jedoch zu sehr vernünftigen Preisen für die meisten Regionen, sofern in den letzten 10 Jahren kein Vorschaden entstanden ist.
Bei Interesse wenden Sie sich doch bitte an Ihr Kontakt zu uns - bitte haben Sie aber Verständnis, daß wir diese Anfragen wohl erst nach Weihnachten bzw. Anfang nächsten Jahres bearbeiten können.
 

6. Aktuelle Kurznachrichten

  • TAUNUS BKK handelte rechtswidrig:
    Ein Dauerbrenner in unserem Newsletter war das Verhalten der TAUNUS BKK, die mit einer anderen Krankenkasse fusionierte und die Beiträge massiv erhöhte. Gleichzeitig verweigerte sie ihren Versicherten das ihnen normalerweise zustehende Sonderkündigungsrecht bei einer Beitragserhöhung, da eine Fusion einen neuen und keinen erhöhten Beitragssatz zur Folge habe.
    Das sahen bereits einige Gerichte anders (wir berichteten) und nun auch das Bundessozialgericht. Dort unterlag die TAUNUS BKK nämlich vollständig (z.B. Az. B 12 KR 23/04 R). Das Gericht stellte eindeutig klar: Jede Beitragssatzerhöhung führt zu einem Sonderkündigungsrecht - auch wenn sie mit einer Fusion einhergeht!

    Die TAUNUS BKK ging angesichts dieser Niederlage in die Marketingoffensive und kündigte eine Entschädigung an: "Jeder Kläger, der wirksam eine neue Kasse gewählt hat, erhält die ihm entstandenen Beitragsmehrkosten von der TAUNUS BKK erstattet".
    Man beachte bitte die Wortwahl: Es gilt also nur für Personen, die Widerspruch und Klage (!) eingereicht haben. Alle anderen werden leer ausgehen. Aber kein Wunder - schließlich wird diese Aktion den Etat der TAUNUS BKK massiv belasten und möglicherweise Grund für eine weitere Beitragssteigerung sein!
    Und es sind wohl nicht nur die Belastungen für Differenzzahlungen sowie die Kosten für Anwälte und Gerichte, die die TAUNUS BKK erstatten muß - angeblich hat die AOK Rheinland beim Sozialgericht Düsseldorf in einigen Fällen die Festsetzung von Ordnungsgeldern gegen die TAUNUS BKK wegen unlauteren Wettbewerbs beantragt. Diese können bis zu EUR 250.000 je Fall betragen.
     
  • Die streitfreudigsten KFZ-Versicherer
    Der map-report hat die Qualität von KFZ-Versicherungen geprüft. Neben vielen sehr gut bewerteten Unternehmen fallen einige bekannte Gesellschaften besonders bei der Streitfreudigkeit besonders auf. Geprüft wurde dabei unter anderem, wie oft sich Versicherte beim Aufsichtsamt BAFin über die Versicherung beschwert haben (Zahl jeweils je 100.000 Versicherte):
    - Direct Line: 14,31 Beschwerden
    - BBV: 12,23 Beschwerden
    - Feuersozietät: 11,21 Beschwerden
    - Patria: 11,18 Beschwerden
    - HUK24: 9,32 Beschwerden
    - Europa: 8,41 Beschwerden
    - DA Direkt: 7,57 Beschwerden
    - Cosmos Direkt: 6,79 Beschwerden

    Zum Vergleich die besten Gesellschaften:
    - Bad. Gemeinde Versicherungs-Verband: 0,33 Beschwerden
    - Oldenburg. Landesbrandkasse: 0,35 Beschwerden
    - Westfälische Provinzial: 0,51 Beschwerden
     
  • VICTORIA Lebensversicherung muß gestützt werden
    Die VICTORIA ist eigentlich ein Klassiker unter den Versicherungsunternehmen - aber leider mittlerweile ein echter Problemfall. Durch ein dramatisches Mißmanagement im Kapitalanlagebereich und einige zumindest diskussionswürdigen Richtungsänderungen (man erinnere sich an die massive Werbung zur "Förder-Rente" als Riester-Rente, die viel Geld kostet und wenig einbringt) hat diese Versicherung nicht nur Reputation sondern vor allem auch Reserven verloren. So hatte sie im Jahr 2002 stille Lasten von rund EUR 2,2 Milliarden in den Büchern.
    Erschwerend kam hinzu, daß die Konzernmutter ERGO nahezu ihr komplettes Beteiligungspaket an der HypoVereinsbank bei der Tochter VICTORIA geparkt hat (was dann nochmal zu massiven Verlusten geführt hat) - das ist der VICTORIA dafür aber sicherlich nicht vorzuwerfen.

    Jedenfalls ist die Lage der VICTORIA noch immer so erschreckend schlecht, daß nun Anfang November eine erneute Kapitalspritze, diesmal in Höhe von EUR 500 Mio., nötig war, um Schlimmeres zu verhindern. Wünschen wir der Gesellschaft und vor allem den dort Versicherten, daß sich die Lage in den nächsten Jahren merklich bessert, da sonst ihre Verträge nicht wirklich rentabel sein werden.
     
  • Holland-Immobilenfonds vor Steueränderung
    Nicht nur inDeutschland ändern sich die Steuergesetze. Auch in Holland benötigt der Staat mehr Geld und kürzt die Freibeträge ab 2005. Besonders unangenehm ist das für Zeichner von Holland-Immobilienfonds.
    Bislang galt die Regelung, daß die Ausschüttungen aus diesen Fonds bis zu einer Anlagesumme von ca. EUR 40.000 (bei 50% Finanzierung) steuerfrei waren. Nach der neuen Regelung wird dies wohl nur noch bis zu ca. EUR 6.800 gelten.
    Das Ganze wird die Anleger also merklich Rendite kosten.
     
  • Betriebsrenten können billiger abgesichert werden
    Entgegen den offiziellen Zahlen zu den Firmenpleiten scheint es weniger dramatisch zu werden. Denn der PensionsSicherungsVerein, der die Betriebsrenten von insolventen Firmen bezahlt, berechnet für 2004 einen wesentlich niedrigeren Beitragssatz: Es werden nur 3,6 Promille der Pensionsrückstellungen verlangt, wo es im Vorjahr noch 4,4 Promille waren.
     
  • Sicherungsfonds für Lebensversicherungen gegründet
    Unabhängig von der brancheninternen Lösung PROTEKTOR als Auffangpool für pleite gegangene Lebensversicherungen hat der Gesetzgeber jetzt einen gesetzlichen Sicherungsfonds ins Leben gerufen.
    Dazu müssen alle Versicherungen jährlich in einen Sicherungsfonds bei der bundeseigenen KfW-Bankengruppe (genau die, die auch die günstigen Kredite vergibt) einzahlen, bis dieser mindestens ein Promille (also ein Tausendstel) der Netto-Rückstellungen der Versicherer beträgt. Nach heutigen Stand sind das ca. EUR 600 Mio.
    Wie es mit PROTEKTOR weitergeht, nachdem dieser seine Bestände der liquidierten MANNHEIMER Lebensversicherung nicht verkauft bekommen hat, bleibt abzuwarten.
     

7. Und dann war da noch...

die Frage, wo welche Städte in Deutschland eigentlich liegen. Für viel Kurzweil sorgte vor einigen Wochen dieser kleiner interaktive Test unter den Kollegen:
http://wetter.rtl.de/redaktion/gamechannel/dart/

Und wieviel Prozent haben Sie geschafft?
 

 

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