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Aktuelles im Januar 2006

Die Themen des Monats:

1. TOP-Thema: Das Drama der Offenen Immobilienfonds
2. Rente erst ab Alter 67 Jahre
3. Die „Versicherungsbullen“ des Jahres – Innovationen?
4. Finanznews
5. Versicherungsnews
6. Rechtsnews
7. Und dann war da noch...

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1. TOP-Thema: Das Drama der Offenen Immobilienfonds

Viele im Grunde eher konservativ eingestellte Anleger sind derzeit sehr verunsichert: Ist ihre vermeintlich sichere und sogar als „mündelsicher“ deklarierte Anlage von Geldern in einem der vielen Offenen Immobilienfonds wirklich so wie versprochen?

Von vielen Beratern – gerade auch in den Banken – praktisch als Sparbuchersatz verkauft, hatten die Offenen Immobilienfonds lange den Mythos des „Betongoldes“. Zwar lag die Rendite der meisten dieser Fonds nicht über 3 bis 4 Prozent pro Jahr und auch der Ausgabeaufschlag von 5% stand in keinem Verhältnis zur möglichen Rendite – trotzdem sind die Offenen Immobilienfonds deutscher Art ein Verkaufsschlager. Immobilien sind halt inflationsgeschützt und wirklich sicher.
Dachte man.

Doch nun zeigt sich, daß dem nicht so sein muß. Wir erzählen heute die wahre, wenn auch nicht immer ganz glaubhafte Geschichte der Offenen Immobilienfonds der letzten Monate:

Los ging alles vor vielen Jahren. Erste Fachleute begannen, an den veröffentlichten Zahlen der Offenen Immobilienfonds zu zweifeln. Trotz volatiler Immobilienmärkte waren alle Fonds ausnahmslos immer im Plus. Schwankungen gab es aus Prinzip keine. Obwohl die Marktpreise sich änderten und drastische Mietrückgänge die Märkte belasteten – keine Auswirkungen. Obwohl gerade Frankfurt immer mehr zum weltweit größten Freilichtmuseum für am Bedarf vorbei gebaute Büroimmobilien mit gigantischen Leerständen gerade auch der Fondsimmobilien (z.B. Westhafen-Tower, Skyper, etc.) wurde, kam es lediglich zu etwas geringeren Wertsteigerungen als vorher – nie aber zu Wertrückgängen!

Wie das möglich ist? Anders als sonstige Investmentfonds ergeben sich die Kurse von Offenen Immobilienfonds nicht aus tatsächlichen Werten sondern hauptsächlich aus Gutachten über die enthaltenen Immobilien. Ob also die Objekte den gutachterlichen Preis überhaupt wert sind bzw. bei Verkauf erreichen würden – niemand weiß es wirklich.

Im September/Oktober 2004 kam es dann zum ersten Mal zu einem öffentlichen Skandal, als die DEKA, die Fondsgesellschaft der Sparkassen, falsche Bewertungen und Betrug bei ihrem Offenen Immobilienfonds eingestehen mußte (wir berichteten ausführlich). Diese Tatsache führte zu viel Häme und Spott, auch durch uns. Im Nachhinein aber muß man die Zuständigen für ihr wirklich verantwortungsbewußtes Vorgehen mehr als loben!

Das ist wirklich ernst gemeint, denn die Sparkassenorganisation war sofort bereit,

  • alle notwendige Liquidität sicherzustellen, so daß die Fondsanteile uneingeschränkt handelbar bzw. zurückgebbar waren
  • die problematischen Immobilien zum Buchwert von den Fonds zu übernehmen und so das Abwertungsrisiko selbst zu tragen.

Bei Verkäufen in Höhe von mehr als 1,7 Mrd. EUR innerhalb weniger Monate (und einem Fondsvolumen vor Verkäufen von ca. 6 Mrd. EUR) war das ein wirklicher Kraftakt der Sparkassenorganisation.
Was damals niemand gesehen hat: Dies war ein eindeutig positives Verhalten zu Gunsten der Anleger! Ein Negativbeispiel, das an Peanuts erinnert, wird noch folgen. Doch zunächst weiter in der Geschichte:

Im Zuge des DEKA-Skandals kam heraus, daß bereits vorher auch andere Offene Immobilienfonds Probleme hatten – so z.B. einer der HypoVereinsbank. Doch diese Probleme wurden offensichtlich so im Stillen und im Sinne der Anleger gelöst, daß kaum ein Branchenexperte etwas davon mitbekam.

Der Donnerschlag aber folgte im Dezember 2005: Die Deutsche Bank Real Estate stellte fest, daß eine Neubewertung ihrer Immobilien notwendig wäre – offensichtlich waren diese mit zu hohen Werten in den Büchern. Um die Neubewertung in Ruhe vornehmen zu können entschied das Fondsmanagement, den Fonds „grundbesitz-invest“ für zunächst drei Monate von der Rücknahme auszusetzen!
Das bedeutet, daß erstmals in der Geschichte der Offenen Immobilienfonds die Anleger ihre Anteile nicht mehr zurückgeben konnten – auf gut deutsch: Sie kommen an ihr Geld nicht mehr dran! Und das bei einer Anlageklasse, die als mündelsicher und Sparbuchersatz bezeichnet wurde!

Die Folge: Wenn der Fonds dann Ende Februar wieder geöffnet wird, wird der Kurs wahrscheinlich niedriger sein als vorher – schließlich sollen die Immobilien ja neu bewertet, sprich abgewertet werden. Die Anleger müssen also nun sehenden Auges in die Verlustfalle laufen!
Welch ein Unterschied des Vorgehens der Deutschen Bank (die nach offiziellen Aussagen bei anlegerfreundlicherem Handeln sogar Klagen von US-amerikanischen Aktieninvestoren befürchtete) und dem wirklich positiven Verhalten der DEKA knapp ein Jahr zuvor!

Was schon Skandal genug schien, entwickelte sich im Januar aber zu einem echten Branchendesaster: Alles begann mit einer Meldung der Washington Post am 13. Januar 2006, daß eine US-Firma namens „The Mills Corporation“ in massiven Schwierigkeiten stecke und Bilanzen für mehrere Jahre neu aufstellen muß. Diese „The Mills Corporation“ ist ein wichtiger Partner der Firma KanAm. KanAm ihrerseits hat sowohl Geschlossene Fonds als auch Offene Immobilienfonds aufgelegt. Obwohl die Mills-Problematik wohl nur die Geschlossenen Fonds in den USA betraf, veröffentlichte die Rating-Agentur SCOPE am 15 Januar 2006 ein – von KanAm nicht beauftragtes – Rating mit einer Verkaufsempfehlung.

Die Folge darauf war dramatisch: Trotz eines am gleichen Tag publizierten – und von KanAm in Auftrag gegebenen – Ratings der Agentur FERI kam es zu starken Verkäufen aus dem am US-Markt engagierten „KanAm US-grundinvest“. Daraufhin schloß KanAm am 17.01.2006 den Fonds für drei Monate, da sonst am nächsten Tag die gesetzlich vorgeschriebene Mindestliquidität von 5% der Mittel unterschritten worden wäre.

Diese notwendige Schließung aber führte nun zu Panikverkäufen auch aus dem zweiten Offenen Immobilienfonds von KanAm, dem „grundinvest“. Mit 3,9 Mrd. erheblich größer, wurden hier aber praktisch binnen eines Tages 700 Mio. EUR abgezogen. Die Folge: KanAm mußte auch diesen Fonds am nächsten Tag von der Rücknahme aussetzen, da ansonsten die Liquidität zu gering geworden wäre!
Damit sind nun beide KanAm-Fonds für zunächst drei Monate nicht zu Geld zu machen.

Eine genauere Recherche hat nun aber noch eine sehr interessante Besonderheit zu Tage gebracht – der Schwabe würde sagen „mit Geschmäckle“: Der größte Teil der abgezogenen 700 Mio. EUR aus dem zweiten KanAm-Fonds waren Gelder der Sparkassen!
Jawoll, die Sparkassen habe eigene Gelder nicht etwa in hauseigenen Produkten angelegt oder den eigenen Managern anvertraut! Nein, das ist für den gewöhnlichen Sparkassenkunden ja gut (eigentlich ja schlecht) genug – aber das eigene Geld investierte man lieber bei denen, die es besser machen. So wurden hunderte Millionen EUR bei KanAm investiert – laut Branchenexperten wie z.B. Stefan Loipfinger sogar ohne Ausgabeaufschläge bzw. laut anderer Quelle sogar mit einer garantierten Mindestrendite von 6% pro Jahr!
Da KanAm aber übersehen hatte, Mindesthaltefristen zu vereinbaren, haben nun die Sparkassen ihre Gelder auf einen Schlag abgezogen und so das Problem massiv mit hochgeschaukelt!
Angesichts dieser Tatsachen spielt die wohl sehr persönliche Animosität zwischen KanAm und der Chefanalystin der den Verkauf empfehlenden Agentur Scope nur noch eine nachrangige Rolle.....

Wie anfangs beschrieben: Eine wahre Geschichte, die man eigentlich nicht glauben mag! Soweit Stand Ende Januar 2006.
Und heute? Bekannt gewordene Informationen lassen erwarten, daß die notwendigen Abwertungen im Deutsche-Bank-Fonds wohl nur etwa 3% ausmachen werden. Warum man bei so einer geringen Abwertung da den Fonds geschlossen hat? Ob man nicht mit einer so massiven Opposition gegen ein den „geschätzten Anleger“ auf seine wahre Bedeutung hinweisendes Verhalten in bester „Peanuts-Tradition“ und dem damit in Verbindung stehenden Image-Verlust gerechnet hat?
Was auch immer der Grund war – angeblich will man nun von Seiten der Deutschen Bank nach Wiederöffnung des Fonds die Liquidität dauerhaft sicherstellen, auch wenn es zu massiven Verkäufen kommen sollte bzw. wird.

Die Deutsche Bank ließ zusätzlich vermerken, daß man die rund 300.000 Anleger so stellen wolle, daß ihnen kein Verlust entstehe. Das heißt, wenn der Verkaufserlös nicht den Einkaufspreis (ohne Ausgabeaufschlag natürlich) und die bis dato geleisteten Ausschüttungen erreicht, will die Deutsche Bank für einen Ausgleich sorgen. Und weil es so schön ist, hier das Zitat des ersten Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, Josef Ackermann dazu: „Mit diesen Maßnahmen wollen wir das Vertrauen der Kunden in die Deutsche Bank erhalten und stärken und den Wert unseres Vertriebsnetzes sichern.”
Na, angesichts der (wieder einmal) an den Tag gelegten Verhaltensweisen passen Vertrauen und Deutsche Bank wohl eher nicht zusammen....

Auch wenn wir uns normalerweise sehr zurückhalten: Wir sprechen hiermit allen Anlegern der DB Real Estate Fonds „grundbesitz-invest“ und „grundbesitz-global“ eine deutliche Verkaufsempfehlung aus! Wenn ein Mutterhaus so agiert wie im Falle der Deutschen Bank geschehen, dann ist diesem kein Vertrauen mehr zu schenken. Das hat das Ackermann´sche „Victory-Institut“ wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt!

Möglichkeiten zum kostenfreien (!) Fondstausch gibt es wie immer auf unserer Fondsplattform www.aktienfonds.com - und für eine individuelle Beratung im Einzelfall sprechen Sie uns bitte einfach an!
 

2. Rente erst ab Alter 67 Jahre

Manchmal ist es schon erstaunlich, wie schnell sich die Politik bewegen kann: Da kommt ein Vorschlag auf den Tisch und ehe er von den üblichen Verdächtigen verrissen und der Vorschlagende in bester Tradition schwer beschädigt wird, beschließt die Regierung es einfach.

So erging es SPD-Vizekanzler und Sozialminister Franz Müntefering mit seinem Vorschlag, das Rentenalter angesichts der leeren Rentenkassen von Alter 65 auf Alter 67 zu erhöhen. Er kam, schlug vor, es wurde beschlossen – und die eigene Partei schäumte.
Noch ist es zwar nicht Gesetz, aber angesichts der Notwendigkeit dieser von ihm in dieser Form eigentlich nicht zu erwartenden Einsicht in die Realitäten wird es das sicher bald – das Inkrafttreten ist sogar schon für 2007 geplant!

Wir sind uns sicher, daß uns dieses Thema in den nächsten Newslettern noch in Atem halten wird. Hier aber schon mal die Übersicht, wer wann in Rente gehen kann:

Jahrgang 1946: Volle Rente ab 65 Jahre
Jahrgang 1947: Volle Rente ab 65 Jahre + 1 Monat
Jahrgang 1948: Volle Rente ab 65 Jahre + 2 Monate
Jahrgang 1949: Volle Rente ab 65 Jahre + 3 Monate
Jahrgang 1950: Volle Rente ab 65 Jahre + 4 Monate
Jahrgang 1951: Volle Rente ab 65 Jahre + 5 Monate
Jahrgang 1952: Volle Rente ab 65 Jahre + 6 Monate
Jahrgang 1953: Volle Rente ab 65 Jahre + 7 Monate
Jahrgang 1954: Volle Rente ab 65 Jahre + 8 Monate
Jahrgang 1955: Volle Rente ab 65 Jahre + 9 Monate
Jahrgang 1956: Volle Rente ab 65 Jahre + 10 Monate
Jahrgang 1957: Volle Rente ab 65 Jahre + 11 Monate
Jahrgang 1958: Volle Rente ab 66 Jahre
Jahrgang 1959: Volle Rente ab 66 Jahre + 2 Monate
Jahrgang 1960: Volle Rente ab 66 Jahre + 4 Monate
Jahrgang 1961: Volle Rente ab 66 Jahre + 6 Monate
Jahrgang 1962: Volle Rente ab 66 Jahre + 8 Monate
Jahrgang 1963: Volle Rente ab 66 Jahre + 10 Monate
Jahrgang 1964 und jünger: Volle Rente ab 67 Jahre

Wer also nicht vor 1964 geboren ist, für den wird wohl ab nächstem Jahr die Rente ab Alter 67 Realität sein - übrigens auch für Beamte!
Und da erhalten wir immer noch ernstgemeinte Anfragen von Leuten, die ihr Geld aus der Altersvorsorge schon vor Alter 60 Jahre haben wollen????
 

3. Die „Versicherungsbullen“ des Jahres – Innovation in Deutschland?

Die deutschen Lebensversicherungen haben ein Horror-Jahr hinter sich. Nach vorläufigen Zahlen scheint der Rückgang gegenüber 2004 tatsächlich mehr als 50% zu betragen - und sogar im Vergleich zum Jahr 2003 28,7%!

Lediglich die bei einigen Gesellschaften sehr hohen Einmalbeiträge aufgrund der Ausfinanzierung von Pensionszusagen großer Unternehmen haben das Bild aufgehellt.
Eine Branche, die unter einem so massiven Rückgang leidet, sollte doch eigentlich alles dafür tun, um sich mit Innovation und cleveren Ideen zu profilieren. Schade, daß die Realität anders aussieht.

Der FINANZEN-Verlag, in dem die Finanzzeitschriften der Springer-Gruppe gebündelt sind, hat wie jedes Jahr die innovativsten Versicherer gekürt. Der Autor dieses Newsletters war hierzu mit anderen Branchenexperten (u.a. Manfred Poweleit vom map-report, Frank Breitling von Tillinghast Towers Perrin und Friedrich Wanschka vom WMD-Brokerchannel) in die Jury zur Wahl des Versicherungsproduktes des Jahres berufen.

Die Siegerehrung fand im Rahmen der FINANZEN-Nacht am 27.01.2006 in München in der historischen Reithalle statt. Gewinner wurde die ASPECTA Versicherung mit einer wirklich interessanten Lösung der Verrentung von Fondsgebundenen Versicherungen. Dabei wird den Kunden ein lebenslanger Bezug einer bestimmten Anzahl von Fondsanteilen garantiert. Wer also nicht auf einen konkreten Betrag angewiesen ist und stattdessen lieber auch im Alter von den Wachstumschancen der Akienmärkte mit einer lebenslangen Garantie profitieren möchte, für den ist das sicherlich eine bedenkenswerte Option. Mehr zu diesem Produkt demnächst hier im Newsletter.

Die Vorselektion der Produkte war dabei nicht sonderlich schwierig – es wurden nach persönlicher Meinung des Autors mit einem unglaublichen Mangel an Innovationsfreude, einfallsloser Nachahmung oder schlicht Dreistigkeit Produkte von den Gesellschaften angemeldet, wie man es sich als Außenstehender kaum vorstellen kann.
Leider ist es in diesem Medium nicht möglich, Details und Namen zu nennen. Wenn das Präsentierte aber die Speerspitze der Innovationskraft einer derart bedeutenden Branche darstellt, dann Gute Nacht!

Wobei dies bitte nicht als Kritik an den in die engere Auswahl gekommenen Produkten verstanden werden soll - da ist viel Gutes dabei. Aber ehrlich: Viele ernstzunehmende Innovationen sind das angesichts der Größe dieser Branche nicht!

Hoffen wir, daß es hier bald zu einem Umdenken und einer Besinnung der Branche auf ihre Stärken kommt – andernfalls wird sie mit Recht drastisch an Bedeutung verlieren.
 

4. Finanznews

  • Neue Höchstgrenzen für Bargeld in Europa - noch mehr Kontrolle
    Ab dem 01.07.2006 gibt es eine neue einheitliche Regelung für Bargeld in der EU: Wer mehr als 10.000 EUR in bar mitführt, muß diese Summe sowohl bei Einreise in die EU als auch der Ausreise aus der EU unaufgefordert (!) mittels Formular den Grenzbeamten mitteilen. Also bitte daran denken, wenn nächstens z.B. zu einer Uhrenauktion mit Bargeld in die Schweiz gefahren wird!
    Übrigens: Es soll ja Leute geben, die meinen, bis zum Beginn dieser Regelung EUR 15.000,- unauffällig über die Grenze zu den Eidgenossen schaffen zu müssen. Ganz Clevere sollen sogar denken, daß sie dabei am Besten über Frankreich fahren. Dumm nur: Dort sind schon heute Beträge von mehr als EUR 7.662,- meldepflichtig. Tja, so kann man durch Unwissenheit schnell vom Regen in die Traufe kommen...
     
  • Geschlossene Fonds jetzt handelbar
    Einen sensationellen Vorstoß hat unser Partner eFonds24 zusammen mit der Beteiligungsgesellschaft „Meridian 10“ gestartet: Ab sofort bietet man Besitzern Geschlossener Fonds den Ankauf ihrer Beteiligungen zu festen und garantierten Kursen an!
    Das ist ein wirklicher Durchbruch, denn die teilweise recht rentablen Fonds können normalerweise nicht oder nur sehr schwer veräußert werden – weil es nämlich keinen echten Markt mit Nachfrage danach gibt.

    Zunächst sind erstmal nur Schiffsfonds gelistet, aber Geschlossene Immobilienfonds etc. werden in Kürze folgen! Hier die Highlights der aktuellen Liste (Stand 4.2.2006):
    - Hansa Treuhand „MS Lütjenburg“ aus 1994 zu 160%
    - Hamburgische Seehandlung „MS Pacific“ aus 1996 zu 140%
    - Hansa Treuhand „MS Hansa Africa“ aus 1996 zu 140%
    - Norddeutsche Vermögen „MS Atlas“ aus 1995 zu 140%
    - Norddeutsche Vermögen „MS Pusan“ aus 1995 zu 140%
    ...
    - MPC Capital „MS CCNI Aysen“ aus 1995 zu 60%
    - MPC Capital „MS CCNI Chiloe“ aus 1995 zu 60%

    Wer sich für einen Verkauf interessiert oder einfach mal die komplette Liste einsehen möchte: Unter
    www.fonds-angebote.de rechts unter „Zweitmarkt“ gehen und sich kostenfrei anmelden. Dann haben Sie vollen Zugang.
     
  • Wenn der Charterer von Schiffen pleite geht....
    ... dann kann das für die Anleger glimpflich ausgehen. So wie aktuell bei den sich in der Platzierung befindlichen Angeboten „MS Stadt Rostock“ und „MS Stadt Wismar“ von KÖNIG & CIE bzw. einem bereits platzierten Angebot von SALAMON. Der Charterer der Schiffe, die „Great Western Steamship Company“ (GWS) aus Florida ist pleite. Damit ist nun fraglich, wer die Schiffe der Fonds anmieten (chartern) wird.
    Unproblematisch wird es für die SALAMON-Anleger: GWS war nur ein sogenannter „Subcharterer“ – der Hauptcharterer „Heung-A“ tritt nach Angaben des Unternehmens voll in die Verpflichtungen ein.
    Den Anlegern der KÖNIG & CIE Fonds wird vom Initiator ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt, so daß die Anleger sofort nach Eingang ihres Widerrufs das bereits eingezahlte Eigenkapital incl. Agio (Ausgabeaufschlag) zurückbekommen. Aktiv werden müssen sie allerdings schon selbst.
     

5. Versicherungsnews

  • Riester-Rente illegal
    Z
    ugegebenermaßen etwas überspitzt gesagt, aber die Riester-Rente verstößt offensichtlich tatsächlich gegen EU-Recht. Die Europäische Kommission hat Deutschland verbindlich aufgefordert, einige Rechtsvorschriften der Riester-Rente zu ändern.
    Konkret sollen folgende Regelungen gegen Europäisches Recht verstoßen:
    - Zulagen können nur Personen bekommen, die in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig sind
    - Geförderte Immobilien müssen in Deutschland liegen
    - Beim Wegzug ins Ausland müssen die erhaltenen Zulagen vollständig zurückgezahlt werden.

    Die Bundesregierung ist nun in der Pflicht, diese die EU-Ausländer diskriminierenden Punkte zu ändern – andernfalls wird die Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof klagen.
    Ach Walter Riester – wohl mal wieder nicht sauber gearbeitet!
     
  • Versicherer-Tricks bei Garantien unter Beobachtung
    Einige Lebensversicherer versuchen wohl derzeit, durch die Hintertür Garantien auszuhebeln. So haben manche Versicherungen sich das Recht vorbehalten, bei Rentenversicherungen eigentlich den Kunden zustehende Überschüsse zur Finanzierung der an sich vom Versicherungsunternehmen zu finanzierenden Garantierenten zu verwenden!
    Diese Punkte stehen seit einigen Monaten bzw. Jahren sehr versteckt in den Bedingungen und sind selbst erfahrenen Marktteilnehmern wie z.B. Versicherungsmaklern häufig kaum bekannt. Daher werden Kunden oft auch nicht auf mögliche Risiken hingewiesen.

    Dies hat nun die Bundesanstalt für die Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) kritisiert und die Versicherungsunternehmen aufgefordert, entsprechende Einschränkungen an den Anfang der Bedingungen zu stellen und erkennbar hervorzuheben.
    Eine Anordnung, die nach unserer ersten Übersicht noch nicht umgesetzt wurde.
    Wir empfehlen daher dringend, beim Abschluß von Privaten „klassischen“ und fondsgebundenen Rentenversicherungen (übrigens auch bei der Riester- und Rürup-Rente!) auf die Werthaltigkeit der Bedingungen für die Rente zu achten!

    In dieses Bild fällt übrigens auch eine Ankündigung der AXA Lebensversicherung, der ehemaligen COLONIA: Man möchte ja bekanntlich von den klassischen Garantieprodukten wegkommen, da diese die Bilanz belasten und - im Branchenvergleich - extrem schlecht rentieren.
    Daher beabsichtigt nach einer Meldung der Financial Times Deutschland die AXA, künftig Fondsgebundene Garantieprodukte z.B. in Dublin aufzulegen und in Deutschland zu verkaufen - das ist im Rahmen der EU-Dienstleistungsfreiheit problemlos möglich. Vorteil wäre für den Kunden auch eine mögliche höhere Flexibilität - auch wenn die Garantien sicher Rendite kosten werden.
    Warten wir mal ab, was da noch kommt.
     
  • Neue Mopedkennzeichen spätestens zum 1. März
    Alle Moped-, Mofa- und Roller-Fahrer sollten daran denken, daß ab dem 28.02.2006 die Kennzeichen ausgetauscht werden müssen – diesmal von schwarz auf blau.
    Werden nach dem 1.3.2006 noch alte Schilder genutzt, gibt es im Schadensfall keinen Versicherungsschutz mehr und der Fahrer macht sich obendrein strafbar!

    Übrigens: Nach einer Untersuchung der WWK ist die durchschnittliche Schadenshäufigkeit doppelt so hoch wie bei „richtigen“ Motorrädern! Also, hier sollte auf jeden Fall auf ausreichenden Versicherungsschutz – ggfls. auch Kasko und Unfallversicherung – geachtet werden.
     

6. Rechtsnews

  • Finanzberater haften beim Verkauf Fondsgebundener Produkte
    Ein hochinteressantes Urteil gab es schon am 21.10.2005 vor dem OLG Koblenz (Az. 8 U 1295/04), das erst jetzt veröffentlicht wurde: Ein Finanzberater hatte seinem Kunden eine Fondsgebundene Lebensversicherung verkauft. Leider gingen später die Kurse in den Keller und die Anlegerin mußte herbe Verluste hinnehmen.
    Bekanntlich haben Fondsgebundene Versicherungen normalerweise (außer bei Garantiefondskonstruktionen oder Hybrid-Produkten) keinerlei Sicherheiten. Genau das aber hatte der Berater der Frau nach Ansicht des Gerichtes nicht genug deutlich gemacht. Daher verurteilte das OLG den Berater nun zum Schadensersatz!

    Nachdem viele unserer Finanzberater-Kollegen in den letzten Jahren die „klassische“ Lebens- bzw. Rentenversicherung oft geradezu messianisch verteufelt und die „moderne und renditestarke“ Form der Fondsgebundenen Versicherung in den Himmel gehoben haben, sollte dieses Urteil zu Denken geben – auch wenn es darin zusätzlich noch um den Ausweis einer überdurchschnittlichen Provision ging.

    Wer den Anlegern Produkte verkauft, von denen er zwar selbst überzeugt sein mag, die aber trotzdem deutliche Risiken beinhalten wie z.B. Fondsgebundene Versicherungen, der kann in Haftung genommen werden.
    Liebe Kollegen, wir hoffen, auch Sie haben seit 10 Jahren alles incl. ausführlicher Risikohinweise sauber protokolliert!
     
  • Spekulationssteuer ist verfassungsgemäß
    Vor dem Bundesfinanzhof (BFH) kam es nun zum Urteil (Az. IX R 49/04), daß die umstrittene Spekulationssteuer verfassungsgemäß ist. Das steht konträr zur Entscheidung vom August 2005, als die Spekulationssteuer für die Jahre 1994 bis 1996 als verfassungswidrig erklärt wurde.
    Begründung des aktuellen Urteils durch den BFH: Da es seit April 2005 die Kontenabfrage durch die Finanzämter gibt, können auch alte Konten bis zum Jahr 1999 zurückverfolgt werden. Damit sind die Behörden in der Lage, ausführlich zu kontrollieren und somit ist die Steuer zulässig.
     

7. Und dann war da noch...

die Citibank, die ihre Kleinanleger offensichtlich nicht mehr mag. Denn ab sofort gilt die Regelung, daß Kunden für Sparbücher mit einem Guthaben von unter EUR 50,-, das drei Jahre nicht verwendet wurde, eine „Verwaltungsgebühr” von EUR 12,- pro Jahr zahlen müssen!
Angeblich gäbe es die Gebühr aber zurück, wenn das Sparbuch wieder aktiv genutzt würde. Was aber, wenn dies erst nach vier Jahren erfolgen sollte?

Die putzige offizielle Begründung für eine klare Geschäftspolitik: Die durch ungenutzte Sparbücher gebundenen EDV-Kapazitäten (sic!) seien zu teuer. Ähhhh - ja!

Verbraucherschützer von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg haben bereits die Einleitung eines Abmahnverfahrens und einer Klage angedroht.

 

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