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Aktuell im September 2006

ALTERNATIV: Den Newsletter im lesefreundlichen PDF-Format herunterladen.
 

Die Themen des Monats:

1. TOP-Thema: Gedanken zur aktuellen Lage
2. Finanznews
3. Fondsnews
4. Versicherungsnews
5. Renten- und Sozialversicherungsnews
6. Rechts- und Steuernews
7. Und dann war da noch...

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1. TOP-THEMA: Gedanken zur aktuellen Lage

Die große Koalition sucht weiterhin nach Lösungen bei der Gesundheitsreform. Diese gibt es wohl nicht, aber ein gesichtswahrender Ausweg könnte die Zuführung von immer mehr Steuermitteln ins System sein.

Doch was für eine Lösung: Am 31.12.2005 hatte jeder Bundesbürger - incl. Säugling - bereits eine Verschuldung von EUR 17.552 erreicht! Zusammen waren es 1,447 Billionen Euro, mit denen die Bundesrepublik Deutschland verschuldet ist. Keine abstrakte Zahl, sondern tatsächlich aufgenommene Kredite, um immer mehr soziale Wohltaten und Anspruchsforderungen von uns allen befriedigen zu können.

Kein Wunder: Wer immer mehr fordert und schreit und bekommt, der kostet. Aber nur der Politiker, der das erfüllt, wird wiedergewählt. Also eine Negativspirale ohne Ende.
Und die, die Leistung bringen statt nur zu fordern? Sind frustriert und gehen ins Ausland - so entziehen sie sich einer Rückzahlungsverpflichtung von Schulden, für die sie tendenziell weniger verantwortlich sind.

Wer nicht gehen kann, der muß bleiben. Und fordert. Und wundert sich, daß seine Steuern zur Zahlung der immer höheren Zinslast weiter steigen (von Rückzahlung der Schulden wollen wir ja mal gar nicht sprechen). Nur in den Spiegel schaut er nicht - denn Konsumansprüche sind ja schließlich ein Grundrecht, oder? Etwas weniger Urlaub für mehr Rente? Wer das - wie letztens geschehen - auch nur andeutet, wird medial zerrissen. Dabei ist es richtig, das endlich mal auszusprechen.

Warum muß es immer dieses große Auto sein? Eine Nummer kleiner ist vielleicht nicht ganz so bequem, würde aber genug Volumen für eine bessere Altersvorsorge lassen. Aber Einschränken? Doch nicht ich, denkt der Deutsche. Stattdessen fordert er. Und bekommt. Noch. Denn irgendwann ist Schluß. Wir sind schon jetzt kurz davor. Die sozialen Sicherungssysteme stehen am Abgrund. Nur noch immense Steuerzuschüsse halten die Gesetzliche Rentenversicherung und Gesetzliche Krankenversicherung überhaupt zahlungsfähig. Voraussichtlich nächstes Jahr trifft es auch die Gesetzliche Pflegeversicherung.
Und die Arbeitslosenversicherung? Vollbeschäftigung dürfte auf Dauer die Illusion von unrealistischen Sozialromantikern bleiben. Hinzu kommt das Demographieproblem, die Überalterung der Gesellschaft. Wer soll noch zahlen?

Von vielen unbemerkt ist schon heute ein Wandel eingeleitet: Mit dem zum Januar 2005 in Kraft getretenen Alterseinkünftegesetz wurde beschlossen, daß künftig alle Arten von Renten voll steuerpflichtig sein werden. Das ist mal wirklich konsequent: Besteht unsere Gesellschaft zum größten Teil aus Rentnern, dann müssen diese auch die für das Gemeinwesen notwendigen Steuern zahlen.
Nur wovon? Von der gesetzlichen Grundrente? Entweder bleibt gar nichts mehr zum Leben übrig oder es kommt kein Geld mehr in die staatlichen Kassen. Spätestens dann, wenn noch nicht einmal mehr die Sozialhilfe finanzierbar ist und Deutschland aufgrund seiner Altersstruktur international zum schlechten Schuldner wird, muß die Umstellung kommen. Sie wird schmerzhaft - so schlimm, daß alle auch nur angedachten vermeintlich "grausamen" Einschnitte der letzten Jahre wie der freudenspendende Sozialstaat an sich scheinen werden.

Vermeiden lassen wird sich dieses Szenario nur durch konsequentes Reduzieren der Ausgaben. Durch eine Senkung der Staatsverschuldung. Durch mehr Eigenverantwortung der Bürger. Doch was passiert? Die Gesundheitsreform verschlingt weitere zusätzliche Steuermilliarden. Das Anspruchsdenken einschränken? Ach, woher denn? Es geht doch! Und wenn die da oben mir was kürzen wollen, dann wähle ich halt die anderen. Wir machen schon genug Druck, hier unten auf der Straße.

Liebe Politiker, habt Ihr eigentlich ansatzweise eine Ahnung, zu welchem kollektiven Denken Ihr die Bürger mit Eurem ausschließlich wiederwahlorientierten Verhalten erzieht?!
 

2. Finanznews

  • Neues Tagesgeldkonto mit sehr hohen Zinsen
    Mit ADVANZIA http://www.advanzia.com ist eine neue Direktbank in den deutschen Markt eingetreten und will damit den etablierten Anbietern von Tagesgeldkonten Paroli bieten. Und in der Tat sind die Konditionen des neuen luxemburgischen Anbieters äußerst attraktiv: 3,5% pro Jahr gibt es dort auf das Tagesgeld, was unseres Wissens nach die derzeit absolut höchsten Zinsen in diesem Bereich sind.

    Zum Vergleich hier die Konditionen einiger wichtiger Anbieter mit Stand 04.10.2006:
    http://www.advanzia.com 3,5%
    http://www.1822direkt.de 2,75%
    http://www.finansbank.de 2,75%
    http://www.garantibank.de 2,75%
    http://www.ING-Diba.de 2,65%

    Aber bitte Vorsicht: Wo die 1822Direkt oder auch die ING-DiBa die Einlagen praktisch ohne Begrenzung in der Höhe auch bei einer Pleite schützen, gilt bei ADVANZIA wie bei vielen anderen Anbietern auch nur der europäische Mindestschutz! Das bedeutet, es sind 90% der Anlagen, maximal EUR 20.000,- abgesichert. Dieses "Restrisiko" ist praktisch der Preis für die hohen Zinsen. Sofern man aber nicht mehr als EUR 20.000,- anlegt, ist das Risiko aber überschaubar.
    Ach ja: Und weniger als EUR 5.000,- sollte man auch nicht anlegen, denn dann gibt es gar keine Zinsen! Wobei es auch bei den anderen Banken teilweise Einschränkungen wie Mindest- oder Höchstsummen etc. gibt - ein Blick ins Kleingedruckte sollte also vor Kontoeröffnung nie fehlen!
     
  • Pleite der Privatbank REITHINGER / Probleme für DBVI
    Am 2. August 2006 hat die Bundesanstalt für die Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) als zuständige Aufsichtsbehörde die Privatbank REITHINGER mit Sitz in Singen und Filialen u.a. in München geschlossen.
    Zunächst wurde ein sogenanntes "Moratorium" verhängt, das heißt, es sind keine Ein- oder Auszahlungen mehr möglich. Damit sollte der Bank bzw. ihrem Eigentümer Klaus Thannhuber Gelegenheit gegeben werden, das offensichtlich fehlende Eigenkapital aufzubringen und so das Bankhaus zu stabilisieren. Wie jedoch in fast allen Fällen von solchen Moratorien zuvor gelang das nicht. Deshalb hat die BAFin die Bank am 15.09.2006 endgültig geschlossen und das Insolvenzverfahren eingeleitet.
    Glücklicherweise war REITHINGER eine verhältnismäßig kleine Bank mit nur rund 200 Mio. EUR Bilanzsumme. Da sie aber auf ein eher dynamisches Wachstum gesetzt und dem Vertrieb hohe Provisionen gezahlt hat, ist die Zahl von 65.000 Kunden nicht unerheblich. Viele dieser Kunden haben dort Fondsdepots, meist für Vermögenswirksame Leistungen. Diese zeichnen sich jedoch tendenziell durch sehr schlechte hauseigene Fonds und nahezu unglaublich hohe Kosten aus!
    Die Bank hat bis zum September 2002 dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Bank angehört. Bis zu diesem Zeitpunkt bestand ein voller Schutz aller Einlagen bis ca. 1,54 Mio. EUR pro Anleger. Nach diesem Zeitpunkt aber war die Bank nur noch Mitglied in der Pflichteinrichtung, der Entschädigungseinrichtung Deutscher Banken. Damit sind je Anleger nur noch 90%, maximal aber EUR 20.000,- abgesichert!

    Wer also Kunde der Privatbank REITHINGER war, steht je nach Anlageart vor unterschiedlichen Situationen:

    - Es bestehen Sparkonten oder es wurden Sparbriefe, Inhaberschuldverschreibungen etc.  
     gekauft:

    In diesen Fällen schaut es wirklich schlecht aus. Ein Anspruch besteht wie beschrieben auf 90% der Anlagesumme, maximal aber EUR 20.000,- gegenüber der Entschädigungseinrichtung. Zunächst einmal sollte der gesamte darüber hinausgehende Betrag als verloren angesehen werden.
    Ob über die Insolvenzmasse hier noch etwas zu holen ist, bleibt abzuwarten.

    - Es war nur ein Wertpapierdepot z.B. für die Vermögenswirksamen Leistungen
     vorhanden:

    Die in diesem Depot verwahrten Wertpapiere können nun nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens auf eine Bank nach Wahl des Anlegers übertragen werden. Wertpapiere sind Sondervermögen und fallen somit nicht in die Insolvenzmasse.
    Kleiner Tip: Wer einen der beiden hauseigenen Reithinger-Fonds "PI Reithinger Global" bzw. "PI Reithinger Wachstum" im Depot hat, sollte diese angesichts der erzielten Ergebnisse schnellstmöglich abstoßen!
    Weiterhin sollte so schnell wie möglich ein neues VL-Depot mit einem dann bitte guten Aktienfonds eröffnet werden.
    Über unsere Plattform
    http://www.aktienfonds.com bieten wir aktuell Reithinger-Geschädigten VL-Depots ohne Ausgabeaufschlag und einer pauschalen Depotgebühr von nur EUR 40,- für alle 7 Jahre zusammen (!) an. Lediglich die jährliche Servicepauschale richtet sich nach dem Beratungsaufwand.

    Mit in den Strudel um die Privatbank REITHINGER ist auch die vom Reithinger-Eigentümer Klaus Thannhuber initiierte Immobilienholding DBVI geraten. Zwei ihrer Immobilienfonds haben nämlich Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von zusammen 28,4 Mio. EUR gekauft. Und das, obwohl diese Fonds wohl auch in gewissen Schwierigkeiten stecken. Die ganze DBVI-Gruppe hat nach Berichten der Süddeutschen Zeitung im Jahr 2005 einen Konzernverlust von 34,4 Mio. EUR zu verbuchen und mußte das Eigenkapital auf nur noch 8,7 Mio. EUR (Vorjahr 33,5 Mio. EUR) reduzieren.
    Es könnte also hier schon in Kürze durch die Verluste der Inhaberschuldverschreibungen in voller Höhe zu einer existenzbedrohenden Krise kommen.
     

3. Fondsnews

  • Die 10 größten deutschen Fondsgesellschaften
    Der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) hat die 10 größten Fondsgesellschaften in Deutschland nach Volumen veröffentlicht:
    10. Oppenheim: 8,5 Mrd. EUR
    9. Indexchange: 13,3 Mrd. EUR
    8. Fidelity: 14,5 Mrd. EUR
    7. Franklin Templeton: 14,5 Mrd. EUR
    6. Cominvest (incl. ADIG): 23,3 Mrd. EUR
    5. Activest: 26,7 Mrd. EUR
    4. Allianz Dresdner: 73,3 Mrd. EUR
    3. DEKA: 77,6 Mrd. EUR
    2. Union Investment: 78,0 Mrd. EUR
    1. DWS: 116,7 Mrd. EUR
    Dabei ist aber zu beachten, daß hier Käufe von Anteilen durch Deutsche im Ausland wie z.B. auf den Fondsplattformen in Luxemburg nicht berücksichtigt wurden!
    Und was angesichts dieser Liste auffällt: Produktqualität und Größe der Versicherungsgesellschaft stehen offensichtlich in vielen Fällen im reziproken Verhältnis zueinander....
     
  • FRANKFURT-TRUST fusioniert MANNHEIMER-Fonds
    Die pleite gegangene MANNHEIMER-Lebensversicherung hatte in Zusammenarbeit mit dem FRANKFURT-TRUST auch speziell für sie aufgelegte Investmentfonds mit dem typischen Markennamen angeboten. Nun, gut drei Jahre nach dem Ende der MANNHEIMER Leben, wird auch der "AKTIMA-Europa FT" Aktienfonds aufgelöst. Dazu wird er mit dem "FT Europa Dynamik Fonds" des Frankfurt-Trust fusioniert. Die Anleger bleiben also weiterhin in einem Europa-Fonds für Aktien investiert.
    Wie bei vielen solcher Fusionen aber: Die beiden Fonds sind nicht unbedingt vergleichbar! So basiert der FT Europa Dynamik beispielsweise auf einem quantitativen Modell, das Fundamentaldaten analysiert.
    Es mag dem einen oder anderen nicht verständlich sein, was damit genau gemeint ist. Wer sich aber bewußt für einen bestimmten Fonds entschieden hat, um ihn in sein Portfolio aufzunehmen, der sollte jetzt hellhörig geworden sein - denn die Zusammensetzung und der Anlageprozeß können nun vollkommen anders ausfallen als bisher. Insofern sollte - unabhängig von der Qualität des FT Europa Dynamik - das Engagement auf jeden Fall auf den Prüfstand gestellt werden!
     
  • Kaldemorgen bald nicht mehr für Vermögensbildungsfonds I zuständig?
    Eines der Aushängeschilder der Investmentgesellschaft DWS, der "Vermögensbildungsfonds I", könnte vor einigen Veränderungen stehen. Wie die Financial Times Deutschland unter Berufung auf das Manager Magazin berichtet, wird der bisherige Chef der DWS Axel-Günter Benkner am 9. Oktober abberufen werden. Als Nachfolger wird derzeit Klaus Kaldemorgen gehandelt, der bislang unter anderem Fondsmanager des besagten "Vermögensbildungsfonds I" war.
    Da sich beide Funktionen kaum vereinbaren lassen, wäre also mit einem Fondsmanagerwechsel zu rechnen. Auf Kontinuität und Berechenbarkeit konzentrierte Anleger sollten daher den Fonds besonders im Auge behalten und ggfls. einen Fondstausch prüfen.
     
  • Merrill Lynch wird "Black Rock"
    Wieder einmal verschwindet ein Traditionsname. Der Finanzdienstleister MERRILL LYNCH hat angekündigt, zum Oktober 2006 die eigenen Fonds nicht mehr als "Merrill Lynch", sondern künftig unter dem Namen "Black Rock" laufen zu lassen.
    Institutionellen Investoren ist dieser Name seit vielen Jahr aus Großbritannien bekannt, aber der Privatanleger dürfte von dem "Schwarzen Felsen" bislang wenig gehört haben. Warum man - wieder einmal - mutwillig den von einer guten Marke getragenen Vertrauensvorschuß aufgibt, bleibt wahrscheinlich auf ewig das Rätsel gewisser Marketingstrategen. Aber die internationale Vereinheitlichung geht halt vor Sinn und Verstand...
    Auch wenn sich an der Qualität z.B. der bekannten Merrill Lynch Fonds "World Mining" oder "World Gold" nichts ändern sollte, so ist ein neuer Name doch immer mit gewissen Vorbehalten verbunden.
     

PIONEER-Original verschwindet
Einer der Klassiker der Fondsbranche ist der bereits 1928 aufgelegte "Pioneer-Fonds" von PIONEER, die inzwischen genau wie die HypoVereinsbank zur italienischen Unicredito Gruppe gehört.
Besagter Pioneer-Fonds ist nach US-Recht aufgelegt (ISIN US7236821002) und wurde immer als wunderbares Beispiel für ein langfristiges Aktieninvestment trotz aller Krisen und Kurseinbrüche dargestellt. Und in der Tat: Bei einer Betrachtung über bald 80 Jahre relativieren sich gewisse Börsencrashs doch deutlich!

alle Angaben in US-Dollar

Dieses Original wird leider in Kürze von den Kurszetteln verschwinden. Ab 1. November 2006 eröffnet PIONEER keine Depots mehr mit den nach US-Recht aufgelegten Fonds (das sind sowohl der Pioneer -Fund, der Pioneer Mid Cap Value Fund, der Pioneer International Value Fund als auch der Pioneer Value Fund).
Hintergrund für diese Maßnahme sind die immer schärferen Anforderungen der US-Börsenaufsicht SEC an den Vertrieb dieser Fonds im Ausland. Anleger des PIONEER-Fonds oder auch des ebenfalls nach US-Recht aufgelegten Konkurrenzproduktes "Templeton Growth Fund" kennen außerdem den Aufwand der jährlichen Erklärungen für die US-Steuerbehörde IRS.
PIONEER hat sich daher entschlossen, die US-Varianten in Europa nicht mehr anzubieten. Stattdessen gibt es in Luxemburg ansässige Fonds nach europäischem Recht, die die Originale 1:1 abbilden, sogenannte "Klone". Was dabei aber zu beachten ist: Die Gebühren der luxemburger Fonds sind deutlich höher als die ihrer US-Originale.
Wer bereits investiert ist, braucht sich keine Gedanken zu machen: Die Preisfeststellung läuft (zunächst ) unverändert weiter. Nur Neuanlagen sind nicht mehr möglich. Das gilt sowohl für PIONEER direkt als auch für die diversen Fondsbanken und Depotstellen, die aber ohnehin die US-Variante oft gar nicht im Programm hatten.

  • TOTAL RETURN ohne Return
    Ein TOTALverlust sind die "Total Return"- und "Absolute Return"-Fonds zum Glück nicht - ins Minus sind aber dann doch viele gerutscht. Und das, obwohl gerade diese Fondsgattung mit dem Versprechen der Kapitalerhaltung durch Erzielung von Gewinnen aus unterschiedlichsten Quellen angetreten ist.
    FUNDRESEARCH hat nun die 218 in Deutschland erhältlichen Total- und Absolute-Return-Fonds analysiert, die bereits mehr als 12 Monate am Markt sind. Davon sind sage und schreibe 53 Fonds sogar ins Minus gerutscht - trotz ihrer Versprechen, positiv abzuschneiden!
    Weitere 70 Fonds haben weniger als 2,6% pro Jahr erbracht - und genau dies ist die sogenannte "Benchmark" des 3-Monats-Euribor (EURopean InterBank Offered Rate), also der als sogenannter "risikoloser Zins" bekannte Wert.

    Diese Analyse bestätigt unsere schlimmsten Befürchtungen - denn gerade mit ihren Versprechen haben Absolute- und Total-Return-Fonds erhebliche Anlegermittel eingeworben. Wenn aber mehrere Milliarden (!) EUR mit dem Wunsch nach Sicherheit investiert wurden, diese aber - wie man sieht - gar nicht gewährleistet ist, dann muß man doch befürchten, daß sich die betroffenen Anleger über kurz oder lang vom Investmentbereich abwenden. Das ist für alle Beteiligten schädlich und wäre bei mehr Ehrlichkeit und weniger (unerfüllbarer) Marketingpoesie auch machbar.
    In diesem Zusammenhang dürfen wir auf unsere Berichterstattung zu diesem Thema verweisen, z.B. schon damals in der
    Ausgabe Februar 2003, in der wir die oft leeren Versprechungen dieser Anlageklasse dargestellt haben: http://www.afw-gmbh.de/archiv/aktuell2003/200302/200302.html ("Total Return heißt nicht Geld zurück")
     

4. DVersicherungsnews

  • Neugeschäft der deutschen Versicherung Selbsttäuschung?
    Stolz vermeldet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft Rekordzahlen beim Absatz von Lebens- und Rentenversicherungen: Die Prämieneinnahmen konnten im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um 3,3% gesteigert werden und das Neugeschäft sogar um 30% auf 8 Mrd. EURO.
    Angesichts der eher geringen Nachfrage nach Privater Altersvorsorge in breiten Bereichen der Bevölkerung aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Situation wundert sich der Praktiker im Vertrieb - wo kommen diese Neugeschäftszahlen her?

    Der Branchendienst MAP-REPORT hat sich diese Zahlen mal etwas näher angeschaut und Wesentliches herausgefunden: Von den 8 Mrd. Neugeschäft kommen lediglich 3,1 Mrd. EUR aus laufenden Beiträgen, also den normalen Ansparverträgen für das Alter.
    Der Löwenanteil von 4,9 Mrd. EUR kommt dagegen aus Einmalbeiträgen. Und diese werden fast gar nicht von Privatpersonen aufgebracht sondern hauptsächlich von Unternehmen, die ihre maroden Pensionszusagen zur Vermeidung weiterer Risiken auf eine Versicherung auslagern!
    Das heißt, um die Vorsorge der Deutschen ist es noch viel schlechter bestellt als bislang angenommen.
    Ach ja: Von den 3,1 Mrd. EUR laufendem Neubeitrag entfallen alleine ca. 500 Mio. EUR auf die obligatorische Erhöhung der Riester-Renten! Das heißt, gerade mal 2,6 Mrd. EUR fließen effektiv zusätzlich in die Altersvorsorge. Und da wundert sich noch jemand über ein Rentenproblem????
     
  • Sicherheit der Pensionskassen
    In unseren Newslettern im
    Mai und Juni 2006 haben wir über die Problematik der Pensionskassen für die Arbeitgeber berichtet: Wenn ein Unternehmen die Betriebliche Altersvorsorge seiner Mitarbeiter über eine Pensionskasse laufen läßt, dann bestand bislang dort ein nicht unerhebliches Risiko: Geht die Pensionskasse pleite, muß der Arbeitgeber für alle bislang dort eingezahlten Beiträge gerade stehen! Einen Insolvenzschutz bzw. Einlagensicherungsfonds gab es für Pensionskassen bis Mitte diesen Jahres praktisch nicht! (siehe auch http://www.afw-gmbh.de/archiv/aktuell2006/200605/200605.html und http://www.afw-gmbh.de/archiv/aktuell2006/200606/200606.html)

    Nun aber sind tatsächlich eine Reihe von Pensionskassen Mitglied von PROTEKTOR, also dem Sicherungsfonds der deutschen Versicherungswirtschaft geworden. Die im Internet aktuell veröffentlichte Mitgliederliste hat den Stand 22. August 2006 und nennt folgende Pensionskassen:
    - Allgemeine Rentenanstalt Pensionskasse
    - Allianz Pensionskasse
    - AMB Generali Pensionskasse
    - Debeka Pensionskasse
    - Delta Lloyd Pensionskasse
    - Gothaer Pensionskasse
    - Hamburg-Mannheimer Pensionskasse
    - neue leben Pensionskasse
    - Optima Pensionskasse
    - Provinzial Pensionskasse
    - Signal Iduna Pensionskasse
    - Victoria Pensionskasse
    - winsecura Pensionskasse
    Nachdem aber inzwischen die meisten deutschen Lebensversicherungen bzw. Versicherungsgruppen eine eigene Pensionskasse haben bzw. mit einer solchen kooperieren, sollte diese Liste ein deutliches Warnsignal sein: Pensionskassen, die nicht Mitglied von PROTEKTOR sind, bieten den Arbeitgebern keinen Schutz bei einer Pleite! Der Arbeitgeber ist somit in der Pflicht, Verluste seiner dort versicherten Mitarbeiter (auch der ehemaligen!) auszugleichen.
    Die Aufsicht BAFin nennt übrigens derzeit 107 zugelassene Pensionskassen!

    Angesichts der oft sehr großen Versichertenzahlen einzelner Unternehmen kann eine eventuelle Nachschußverpflichtung für diese sogar existenzgefährdend werden. Es würde uns hier eine juristische / steuerrechtliche Einschätzung interessieren, ob ein solcher Umstand nicht rechenschaftspflichtig wäre - gerade bei börsennotierten Unternehmen sollte das doch auf jeden Fall publizitätspflichtig sein, oder?
    Für Rückmeldungen unserer Leser sind wir hier dankbar!
     
  • Lebensversicherungen besser als ihr Ruf
    Der MAP-REPORT hat wieder einmal die deutschen Lebensversicherungen analysiert, nun auf Basis der Geschäftszahlen für das Jahr 2005. Hier seien nur die drei wichtigsten Kennzahlen genannt, unter denen man sich als Laie etwas vorstellen kann:
    - Die Nettorendite der Kapitalanlagen beträgt bereits im Schnitt wieder 5,23%
      (wobei auch Anbieter mit weniger als 3,5% dabei sind!)
    - Die Abschlußkosten haben mit 10,02% im Durchschnitt den niedrigsten Wert der letzten 12
      Jahre erreicht
    - Die Verwaltungskosten sind nochmal deutlich zurückgegangen und liegen nun bei
      durchschnittlich 3,14%
     (die 10 besten Gesellschaften 1,84%, die 10 größten Versicherungen 3,2%)
     
  • MLP / HEIDELBERGER muß Riester weiter billigst anbieten
    Es heißt immer so schön, daß Verbraucher vor dem Abschluß die Bedingungen eines Versicherungsvertrages intensiv lesen sollen. Das macht bekanntlich kaum jemand und so haben gewisse Anbieter leichtes Spiel, ihre Interessen durchzusetzen. Manchmal aber lesen Kunden die Bedingungen genauer als die Anbieter und dann können sie den Spieß auch ganz neckisch umdrehen.
    So geschehen kürzlich bei der HEIDELBERGER Lebensversicherung, den meisten noch bekannt als MLP-Lebensversicherung. Dieser Anbieter hat auch eine Riester-Rente im Programm. Wie gesetzlich vorgeschrieben werden in diesem Vertrag die Abschluß- und Vertriebskosten auf 10 Jahre verteilt. In den Bedingungen liest sich das folgendermßen: "Abschluss- und Vertriebskosten 0,692 Prozent der Beitragssumme (für maximal 30 Jahre) in den ersten 10 Jahren."
    Der geneigte Leser wird erkennen, daß hier unsauber gearbeitet wurde: Wie oft werden die 0,692 Prozent berechnet? Einmalig für den gesamten Vertrag? Jährlich? Monatlich?
    Genau das legte ein Kunde berechtigterweise zu seinem Vorteil aus und interpretierte diesen Satz, daß die Versicherung nur 0,692 Prozent Gebühr über die gesamte Vertragslaufzeit berechnet - und zwar verteilt über die ersten 10 Jahre. Entsetzt reagierte die Versicherung: Aber nein, es handele sich selbstverständlich um jährlich zu berechnende Gebühren!
    Der Fall kam natürlich vor Gericht und siehe da: Die Richter des Amtsgerichts Heidelberg entschieden zu Gunsten des Kunden (Az. 30 C 122/06), denn eine objektiv mehrdeutige Formulierung führt gemäß §305c Abs. 2 BGB zu einer für den Versicherungsnehmer günstigeren Auslegung! Für den Kunden bedeutet das also nur 1/10 der eigentlichen Kosten!
    Auch wenn das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, so empfiehlt sich allen Kunden, die eine MLP / HEIDELBERGER Riester-Rente im Tarif IRVAVMG1 abgeschlossen haben, diesbezüglich aktiv zu werden.
     
  • Erste Zahlen zu AXA TwinStar
    Interessiert betrachtet die Branche den Vertrieb des neuen Produktes "TwinStar", an das die AXA Lebensversicherung große Hoffnungen knüpft (siehe auch unsere Analyse im
    Mai-Newsletter http://www.afw-gmbh.de/archiv/aktuell2006/200605/200605.html). Nun liegen erste Zahlen vor: In den ersten vier Monaten wurden insgesamt 15.000 Policen verkauft. Da die AXA in ihrem Zwischenbericht jedoch keine Angaben zur Zahl der insgesamt verkauften Policen macht, ist eine Bewertung dieser Zahl nicht möglich. Es wird lediglich erwähnt, daß der Beitragsrückgang in der Lebensversicherung im ersten Halbjahr auf (!) 2,4% verringert werden konnte.
    Zu den Anlageergebnissen von "TwinStar" liegen uns noch keine Informationen vor.
     
  • ANCORA Versicherung nun definitiv pleite
    Im
    Juni-Newsletter berichteten wir über das wahrscheinlich bevorstehende Ende der ANCORA-Versicherung, einem sehr kleinen Nischenversicherer mit lediglich 15 Mio. EUR Beitragseinnahmen.
    Dieses ist nun eingetreten: Am 15. August 2006 wurde das Insolvenzverfahren gegen die ANCORA beantragt und das ist nun der 6. Konkurs eines Versicherers nach dem Krieg.
     
  • ZENITH ist verschwunden
    Ursprünglich wollte die ALTE LEIPZIGER Versicherung mit ihrer Marke ZENITH eben diesen erreichen - doch nach vielen Umstrukturierungen hat man sich nunmehr endgültig auf den alteingeführten Markennahmen ALTE LEIPZIGER konzentriert. Als letzte Überbleibsel der Wachstumshoffnungen eines längst geschassten Vorstandsvorsitzenden sind nun auch die ZENITH Pensionskasse bzw. der ZENITH Pensionsfonds in ALTE LEIPZIGER umbenannt worden.
     

5. Renten- und Sozialversicherungsnews

  • Neuer Krankenkassentest
    Die Zeitschrift ÖKOTEST hat auf Basis der von uns gelieferten Daten die besten Gesetzlichen Krankenkassen aus Leistungssicht gekürt. Gewinner sind dabei
    - DAK und
    - HEK (Hanseatische Ersatzkasse)
    mit Punktgleichheit. Die Details zum Test sind nachzulesen im aktuellen Sonderheft "ÖKO-TEST Ratgeber Rente, Geld, Versicherungen" ab Seite 124.
    Alle Details zu allen Kassen stehen brandaktuell auf unserer ganz neu gestalteten Website
    http://www.gesetzlicheKrankenkassen.de.
     
  • Gesundheitsreform in Kürze (Stand 5.10.2006, 8 Uhr)
    Beim Dauerthema Gesundheitsreform scheint sich in diesen Tagen ein Kompromiß abzuzeichnen. Eine Koalitionsrunde am Montag hatte folgende Punkte geklärt:
    - Der sogenannte "Risikostrukturausgleich", also die Wettbewerbsverhinderung der Gesetzlichen Krankenkasse durch Subventionierungsverpflichtungen, wird deutlich erweitert.
    - Die Privaten Krankenversicherungen müssen keinen Einheits-Zwangstarif einführen, der für alle gilt. Es muß aber einen Basistarif ohne Gesundheitsprüfung für alle Interessenten geben. Weiterhin sollen die Versicherten beim Wechsel der Privaten Krankenversicherung ihre Altersrückstellungen mitnehmen dürfen.
    Letzteres aber scheint nach zwei vom Verband vorgelegten Gutachten verfassungswidrig zu sein.

    Strittig ist nun noch, wie die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenkassen genau aussehen soll. Ein durchschnittlicher Beitragssatz von 15,7% (heute ca. 13,4%) ist jedoch laut den Spitzenverbänden der Gesetzlichen Krankenkassen mehr als realistisch.
    In der Nacht zum Donnerstag wurde dann beschlossen, den zur Finanzierung vorgesehenen Gesundheitsfonds bis zum Jahr 2009 zu verschieben.

    Insgesamt scheint aber die Private Krankenversicherung damit endlich aus der Schußlinie gekommen zu sein. Ob die große Politik abseits allen Dogmatismus doch endlich die Realitäten zur Kenntnis genommen und erkannt hat, daß die Private Krankenversicherung die Funktionsfähigkeit des deutschen Gesundheitswesens deutlich stützt, sollte aber eher bezweifelt werden. Wie auch immer es zu diesem Meinungsumschwung kam, es ist mehr als richtig und wichtig für dieses Land!
    Wobei: Änderungen können immer noch kommen - und wir wollen doch bitte nichts Gutes von unseren Volks(ver)tretern erwarten!
     
  • Pflegereform?
    Das Dauerthema Gesundheitsreform ist noch lange nicht in trockenen Tüchern, da droht ein weiterer Reformstreit: Laut Financial Times Deutschland ist in der Überlegung, ab nächstem Jahr eine Zusatz-Pflegepflichtversicherung einzuführen.
    Hätte Sozialromantiker Norbert Blüm die soziale Pflegepflichtversicherung im Jahr 1995 nicht auf die tönernen Füße eines maroden Generationenvertrages sondern auf die Beine der sicheren Kapitaldeckung gestellt, würde uns allen viel erspart bleiben....
     
  • Renteninformationen
    Die Deutsche Rentenversicherung (früher BVA bzw. LVAs) hat Ende August 2006 wieder die jährlichen Renteninformationen verschickt. Sie sollen zeigen, mit welcher Rente man später vom Staat zu rechnen hat.
    Auch wenn die in der Vergangenheit vollkommen unrealistisch positiven Annahmen von 1,5 und 3,5 Prozent Rentensteigerung pro Jahr nun immer noch unrealistischen Szenarien von 1 und 2 Prozent gewichen sind, so gibt es doch keinerlei Hinweis auf die Geldentwertung durch Inflation, die auf die Rente künftig fälligen Steuern sowie die Krankenkassenbeiträge.
    In einem Artikel der FAZ vom 27.08.2006 wird indirekt mit einem Abzug von rund 25% von den ausgewiesenen Renten vor (!) Inflation gerechnet.

    Wer sich also ein realistisches Bild seiner gesetzlichen Rente machen will, sollte den Wert mit 0% Steigerung nehmen und unterstellen, daß künftige Rentensteigerungen zumindest die Inflation ausgleichen - was allerdings ziemlich beliebig unwahrscheinlich optimistisch sein dürfte.
    Dann zieht man von diesem vorsichtigen Wert besagte 25% (also ein Viertel) ab. Damit bleibt die ziemlich realistische Rente, die im Alter zur Verfügung stehen dürfte.
    Wem das nicht genügt zum Leben: Es hilft nur ausreichende private Vorsorge, denn besser wird es mit den sozialen Sicherungssystemen ganz bestimmt nicht!
    Übersichten und Angebote der Möglichkeiten zu einer zusätzlichen Vorsorge finden Sie unter
    http://www.lv-angebote.de.
     

6. Rechts- und Steuernews

  • 5% vom Einkommen für die Altersvorsorge
    Bekanntlich können Sozialämter für die Kosten von pflegebedürftigen Personen deren Kinder heranziehen, bevor sie selbst zahlen (auf Basis §1601 ff BGB).
    Doch nun hat der Bundesgerichtshof eine wesentliche Einschränkung vorgenommen: Den Kindern darf trotz Unterhaltsverpflichtung nicht die Möglichkeit zu einer eigenen privaten Altersvorsorge genommen werden. In seinem Urteil (Az. XII ZR 98/04) definiert der BGH ganz klar, daß für diese eigene private Altersvorsorge 5% des Bruttoeinkommens zur Seite gelegt werden dürfen! Die daraus erwirtschafteten Mittel (im verhandelten Fall ein Versicherungsguthaben von EUR 100.000,-) bleiben damit vor dem Zugriff durch das Sozialamt geschützt.

    Dieses wegweisende Urteil hat zwei wesentliche Konsequenzen:
    1. Endlich wurde höchstrichterlich geklärt, wieviel für eine private Altersvorsorge ansetzbar ist: 5% vom Brutto sind auf jeden Fall geschützt! Im Umkehrschluß bedeutet das aber auch, daß mindestens 5% vom Brutto für die Altersvorsorge angespart werden sollten (ohne Riester-Verträge, diese sind ohnehin verwertungsgeschützt)!
    2. Die Inanspruchnahme von Kindern für die Kosten von Pflegebedürftigkeit der Eltern ist rechtlich zulässig. Wer seine Kinder also nicht durch Abschluß einer entsprechenden zusätzlichen Pflegeversicherung zur Abdeckung dieser Kosten schützt, handelt im Grunde fahrlässig!

    Und damit sei uns eine gewisse Eigenwerbung gestattet: Angebote zur Altersvorsorge und der zusätzlichen Pflegeversicherung erstellen wir Ihnen gerne! Kontaktanfragen können Sie über unsere Websiten
    http://www.lv-angebote.de bzw. http://www.seniorenversicherung.com stellen.

    Ach ja: Laut der "Zeitschrift für das Versicherungswesen" legt der Deutsche im Schnitt EUR 80,- pro Monat für die Altersvorsorge auf die Seite. Für das Auto dagegen werden monatlich EUR 325,- im Schnitt aufgewendet. Ist ein solches Verhalten Zeichen kollektiver Ignoranz?
     
  • Vorsicht bei Jahressteuerbescheinigungen der Banken
    Jedes Jahr aufs Neue kommen die sogenannten Jahressteuerbescheinigungen der Banken ins Haus geflattert, mit denen die Anlagen der Steuererklärung zu den Kapitalerträgen (KAP), den ausländischen Einkünften (AUS) oder sonstigen Einkünften incl. Spekulationsgewinnen (SO) vereinfacht werden sollen. Diese wurden jetzt modernisiert und sollen es nach Angaben des Bundesfinanzminsteriums den Anlegern viel einfacher machen als bisher: Einfach Bescheinigung der Steuererklärung beilegen und fertig!
    Wie häufig im Steuerrecht: Es klingt einfach und kann für den Steuerzahler doch fatal sein! Denn viele Angaben müssen nicht unbedingt den Tatsachen entsprechen. Hier vier Beispiele, die zu großen Problemen führen können:

    - Übertragung von Wertpapieren auf ein anderes Depot:
    Die neue Bank vermerkt in den Unterlagen den Eingang der Papiere auf dieses Depot und berechnet ab diesem Zeitpunkt die Frist für die Abführung der Spekulationssteuer. Das heißt, wenn die Papiere innerhalb von 12 Monaten ab Einbuchung ins Depot verkauft werden, weist die Bank Spekulationssteuer in der Bescheinigung aus.
    Hatte der Anleger die Papiere aber vor der Übertragung schon länger im Besitz, dann hat er aber gar keine Spekulationssteuer zu zahlen - eine reine Übertragung von Wertpapieren ist steuerunschädlich! Woher soll die Bank das aber wissen?
    Die Folge: Falsche und steuerpflichtige Angaben in den Mitteilungen der Banken zu Lasten der Anleger!

    - Unternehmensabspaltung (Spin-Off):
    Hier gilt im Grunde das Gleiche wie oben, nur tritt es bei einer Unternehmensabspaltung unter eigenem Namen (z.B. LANXESS von BAYER) auf. Das Datum der Einbuchung der neuen Papiere ins Depot wird in der Bescheinigung wie ein Neukauf ausgewiesen, obwohl steuerrechtlich das Kaufdatum der Altpapiere entscheidend ist.

    - Fusionen:
    Werden zwei Unternehmen oder Fonds miteinander verschmolzen, gibt es oft eine neue Wertpapierkennummer bzw. ISIN. Diese wird wie in den beiden vorgenannten Fällen als Neukauf zu Lasten des Kunden gewertet.

    - Thesaurierung:
    Die Wiederanlage von Erträgen innerhalb eines Fonds muß jährlich als Ertrag versteuert werden. Doch diese thesaurierten Beträge sind innerhalb der Jahressteuerbescheinigung oft nicht gesondert ausgewiesen, obwohl der Anleger sie versteuern muß. Tut er das nicht - auch aus Unwissenheit - begeht er Steuerhinterziehung!
    Erschwerend kommt hinzu, daß bei vielen ausländischen Fonds die steuerlich relevanten Daten zum Zeitpunkt der Erstellung der Bescheinigung (auf Kundenwunsch natürlich nahe am Jahresanfang) noch gar nicht vorliegen! Auch hier wieder eine große Unvollständigkeit.

    Man sieht also ganz klar: Augen auf bei der Beilage von Jahressteuerbescheinigungen zur Steuererklärung! Lieber nochmal nachprüfen und die Angaben bei Bedarf manuell in die amtlichen Formulare eintragen.
    Mehr dazu erklärt Ihnen gerne Ihr Steuerberater!
     
  • Solidaritätszuschlag ist verfassungsgemäß
    Der Bundesfinanzhof hat in einem Urteil (Az. VII B 324/05) endgültig festgestellt, daß der auch 16 Jahre nach der Wiedervereinigung noch immer erhobene Solidaritätszuschlag verfassungskonform ist.
     

7. Und dann war da noch...

die Gewerkschaft Ver.di, die sich im Grunde als ganz normales kapitalistisches Unternehmen entpuppt: Bereits am 18. August 2006 soll die Gewerkschaft gegenüber dem eigenen Gesamtbetriebsrat mitgeteilt haben, daß betriebsbedingte Kündigungen über den 31. August 2008 hinaus nicht mehr auszuschließen seien! Außerdem will Ver.di die Betriebsrenten der eigenen Mitarbeiter zusammenstreichen.

Also alles Maßnahmen, für die "normale" Unternehmen von ebendieser Gewerkschaft auf das Übelste beschimpft und diskriminiert werden. Aber man selbst ist sich halt doch näher - und schließlich muß ja mit den Mitgliedsbeiträgen sorgfältig umgegangen werden, nicht wahr? Da darf man doch als Gewerkschaft nicht die Arbeitnehmerinteressen in den Vordergrund stellen ...

 

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