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Aktuell im Dezember 2006

ALTERNATIV: Den Newsletter im lesefreundlichen PDF-Format herunterladen
 

Die Themen des Monats:

1. TOP-Thema: Was Lebensversicherung 2007 abwerfen
2. Finanznews
3. Fondsnews
4. Versicherungsnews
5. Renten- und Sozialversicherungsnews
6. Rechts- und Steuernews
7. Und dann war da noch...

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1. TOP-THEMA: Was Lebensversicherungen 2007 abwerfen

Traditionell erklären die deutschen Lebensversicherungen zum Jahresanfang, mit welchem Zins sie das bei ihnen angelegte Kapital ihrer Kunden verzinsen werden. Hier ging es in den letzten Jahren ja deutlich abwärts, was angesichts der historisch niedrigen Zinsen auch gar nicht anders möglich war.

Leider stellte sich in diesem Zusammenhang wieder einmal deutlich heraus, wie wenig gut den Kunden das Produkt Lebensversicherung offensichtlich erklärt wurde. Wie sonst sind die dauernden Klagen von "meine Versicherung wird immer weniger" zu erklären?
Schließlich sollte jeder Kunde wissen, daß die Hochrechnungen im Angebot nur auf der Überschußdeklaration (so heißt die besagte Erklärung der Verzinsung des Kapitals im besten Versicherungsdeutsch) des jeweils aktuellen Jahres basieren. Nur wenn sich das Kapital über die gesamte Laufzeit jedes Jahr mit exakt diesem Zinssatz verzinsen würde, käme das berechnete Gesamtkapital zur Auszahlung. Und bitte: Wie realistisch ist das angesichts von Vertragsdauern von mehreren Jahrzehnten?

Genau! Und wer eben in einer Hochzinsphase mit hohen Zinsen abgeschlossen hat, der bekommt halt heute in der Hochrechnung den aktuellen Niedrigzins auf die nächsten Jahre und Jahrzehnte hochgerechnet. Das Ergebnis? Sicher ganz erheblich niedriger als die ursprüngliche Berechnung.
Und was wird hinten raus kommen? Natürlich irgendwas dazwischen. Jede Hochzinsphase wird irgendwann von einer Niedrigzinsphase gefolgt und umgekehrt. Es ist nur eine Frage des Einstiegszeitpunktes und der Dauer des Vertrages. Je länger, desto mehr gleichen sich diese Phasen aus. Eigentlich doch beruhigend, oder?

Macht man sich dann mal wieder klar, daß eine klassische deutsche Lebens- oder Rentenversicherung eben kein Renditeprodukt ist und auch bewußt nicht sein will, dann bekommt man doch wieder ein deutlich besseres Bild von dieser sicherheitsorientierten Anlagevariante.
Eine solche Versicherung kann und darf gar nicht mit den deutlich zweistelligen Renditen der Aktienmärkte verglichen werden, die wir gerade jetzt wieder sehen! Bei einem Anteil von weit mehr als 3/4 Festverzinslichen Wertpapieren im Anlagedepot muß sie im direkten Vergleich zu den Festverzinslichen Wertpapieren an sich gesehen werden - und zwar zu solchen mit höchster Sicherheit. Und diese erbringen im gewichteten Durchschnitt (sogenannte "Umlaufrendite") mit Stand 01.01.2007 gerade mal 3,96% pro Jahr. Und genau an diesem Wert muß sich die Rendite einer Versicherung für den Kunden messen lassen.

Und die Kostensituation, die ja beim Festverzinslichen Wertpapier deutlich günstiger ist?
Hier muß man sich bewußt machen, daß man bei einem Versicherungsprodukt neben dem reinen Anlagevorgang auch eine ganze Reihe zusätzlicher Leistungen erhält:

+ Management des Sparvorgangs mit geringen monatlichen Beiträgen (in
  welches Festverzinsliche Wertpapier können Sie denn monatlich 50,-
  EUR mittels einfacher Abbuchung vom Konto über Jahrzehnte und
  ohne jeden Aufwand investieren?)

+ Management der Anlage und Risikostreuung auf verschiedenste
  Papiere und Anlagen (nämlich auch Immobilien sowie etwas
  Beteiligungen und Aktien) mit unterschiedlichsten Restlaufzeiten und
  Volumenstückelungen

+ Stellung eines Versicherungsschutzes - bei der Lebensversicherung
  ein Todesfallschutz und bei der Rentenversicherung die Möglichkeit
  einer lebenslangen festen Rente auch bei extremer Langlebigkeit

Insofern sind Kosten - zu einem gewissen Grad - absolut akzeptabel. Je nach Anforderung an einen Vertrag können diese höher oder niedriger ausfallen. Wobei natürlich auch hier gilt: Wenn Anbieter mit z.B. besonders gutem Kapitalmanagement etwas höhere Kosten haben, kann das durchaus gerechtfertigt und bei Ablauf zu großem Vorteil für den Kunden sein! Wie immer ist die Frage, was man für sein Geld bekommt.

Und damit nun zur aktuellen Überschußdeklaration für das Jahr 2007. Bekanntlich bezieht sich diese auf den Sparanteil der Beiträge, also den eingezahlten Betrag abzüglich Kosten. Ist logisch, denn nur was im Spartopf angekommen ist kann auch verzinst werden. Somit ist also ein direkter Vergleich der von den Versicherungen deklarierten Werte mit der Umlaufrendite der Festverzinslichen Wertpapiere möglich. Wir erinnern uns: Es sind aktuell 3,96%. Diese sollten also erreicht werden.
Nach einer aktuellen Studie liegen die deutschen Lebens- und Rentenversicherungen im neuen Jahr bei ca. 4,28% - also mit ca. 8% doch deutlich über der Umlaufrendite. Also, von einer schlechten Anlage kann man hier insgesamt sicherlich nicht sprechen. Wobei die Unterschiede wie immer bestechend sind.
Hierzu einige Ausreißer nach oben wie nach unten:

TOP:
CiV 5,0%
Volkswohl Bund 5,0%
Debeka 5,1%
Europa 5,4%

FLOP:
Victoria 3,6%
HDI-Gerling 3,5%
Inter 3,5%

Zum Vergleich: Die ALLIANZ als vom Volumen her unangefochtener Marktführer bringt es auf stattliche 4,5%.

Einige Schlußlichter der vergangenen Jahre haben dieses Jahr ihre Überschüsse etwas angehoben, so die ARAG, die AXA oder auch die Gothaer.

Es gab aber auch Senkungen der Überschüsse - bekannt sind diese aber bislang nur von IDUNA (jetzt 4,3%) und ASSTEL (jetzt 4,8%).
Interessant hier, daß es bei der ASSTEL schon die zweite Absenkung in Folge ist. Gerade dieser recht offensiv in der Werbung agierende Direktanbieter zeigt damit, daß wir mit unserer
Analyse vom 30.12.2003 offensichtlich nicht ganz falsch lagen. Wir schrieben damals:

"Sehr hohe Überschüsse von 6% - und das sogar im Voraus für die Jahre 2004 und 2005 - verspricht die ASSTEL Lebensversicherung. Macht man sich bewußt, daß dieses Unternehmen eine junge Ausgründung des finanziell auf recht schwachen Füßen stehenden GOTHAER-Konzerns ohne eigene Anlage-Historie ist, dann muß man sich die Frage stellen, woher angesichts einer Umlaufrendite bei den Festverzinslichen Wertpapieren von unter 4% p.a. und ohne Immobilienbesitz oder alte langlaufende und höher verzinsliche Papiere die verbindlich zugesagten 6% p.a. in den nächsten zwei Jahren kommen sollen. Als einzig logische Erklärung scheinen hier Überschüsse aus den Rücklagen bzw. dem Eigenkapital gezahlt zu werden. Ist diese Interpretation richtig und sollten mit derartigen Maßnahmen nur aggressiv Marktanteile gewonnen werden, dann ist dem Unternehmen wohl keine lange und vor allem keine sichere Zukunft zu prognostizieren. Dort Versicherte sollten sich ernsthaft überlegen, auf was für ein Unternehmen sie sich da eingelassen haben!"

Erweitern wir unsere Theorie von damals noch um einen weiteren Punkt:
Ein neugegründetes Versicherungsunternehmen hat anfangs nur ganz wenige Kundengelder, die angelegt werden wollen. Einerseits sind es nicht sehr viele Verträge, zweitens ist in diesen noch kein nennenswertes Kapital und drittens verrechnet auch ein kostengünstiger Direktversicherer die Gesamtkosten des Versicherungsvertrages aus den Beiträgen der ersten Jahre. Die Folge: Es ist praktisch nichts im Spartopf drin. Für dieses "praktisch nichts" kann man natürlich eine tolle Verzinsung (ggfls. aus dem Marketingetat) darstellen und Kunden anlocken. Schließlich sehen die Hochrechnungen ja auch zu verlockend aus.
Und dann? Dann muß man die Überschüsse Schritt für Schritt herunterfahren, denn man erwirtschaftet sie ja de facto nicht. Und je mehr Kapital im Spartopf ist, desto magerer werden die Überschüsse. Aber ein gutes Image am Markt hat man erzielt und auch sehr viele langlaufende Verträge eingeworben... Wie gesagt: Nur eine Theorie.

By the way: Erwähnten wir schon, daß es bei ASSTEL gerade die zweite Kürzung in Folge ist und man von 6% kommend jetzt bei nur noch 4,8% angelangt ist?
 

2. Finanznews

  • Freibeträge und Offene Immobilienfonds
    Bekanntlich sind zum Jahr 2007 die Freibeträge für Kapitalerträge deutlich reduziert worden: Statt bisher 1.421 EUR sind es nun nur noch 801 EUR pro Jahr und Person, die steuerfrei vereinnahmt werden können.
    Schon bei knapp über EUR 20.000, die zu lediglich 4% pro Jahr angelegt sind, überschreitet man diese Grenzen und muß Steuern auf die ohnehin niedrigen Zinsen zahlen. Da stellt sich die Frage, mit welchen Strategien man dagegen arbeiten kann.

    Die oft empfohlene Umstellung von Zinspapieren auf Dividendenpapiere ist in der Theorie sehr sinnvoll, denn Zinsen sind voll, Dividenden dagegen nur zur Hälfte steuerpflichtig. Aber: Dividendenpapiere sind nun mal in der Regel Aktien und unterliegen damit Kursschwankungen. Und das sind Risiken, die der Käufer eines Festverzinslichen Wertpapiers (Zinspapiers) ja normalerweise vermeiden will.
    Dann gibt es eine Reihe steueroptimierter Fonds, die Zinserträge durch Kursgewinne ersetzen, aber vom Risikoprofil eher ein schwankungsarmer geldmarktnaher Fonds sind. Bis zu 90% steuerfreie Erträge sind dort möglich. Aber auch hier ein massiver Nachteil: Die erzielten Renditen von 1,5% bis meist nicht über 2,5% pro Jahr sind überaus mager - selbst, wenn sie zum größten Teil steuerfrei sind.

    Als Alternative halten wir derzeit Investitionen in klassische Offene Immobilienfonds für sehr geeignet, sofern sie ohne Ausgabeaufschläge gekauft werden können - und sofern sie den Großteil ihrer Anlagen außerhalb Deutschlands halten! Denn dann können sie durch die bestehenden Doppelbesteuerungsabkommen dem Anleger zu großen Teilen steuerfreie Erträge ausschütten - zwischen 40% und 80% der Erträge bleiben so vor dem Fiskus sicher!
    Die Renditen sind mit 4% pro Jahr im Schnitt nicht hoch, aber liegen auf dem Niveau der Umlaufrendite des Marktes bzw. der Verzinsung 10jähriger Staatsanleihen! Dafür aber sind diese Fonds täglich veräußerbar und haben eine wirklich hohe Sicherheit.
     

3. Fondsnews

  • Rohstoffanlage mit Garantien
    Normalerweise sind wir ja sehr zurückhaltend, was neue Investmentfonds angeht. Haben Fonds nicht eine Historie von mindestens drei oder besser noch fünf Jahren empfehlen wir diese nicht! Denn woran will man denn sonst die Qualität eines Produktes messen?
    Trotzdem stellen wir Ihnen heute einmal einen erst seit wenigen Monaten existierenden Fonds vor. Dabei handelt es sich um einen reinen Indexfonds - und das ist auch der Grund, weshalb man überhaupt etwas dazu sagen kann:
    Der Morgan Stanley Commodities Protect Fund (ISIN FR0010317883) bildet nämlich den seit 1999 existierenden "
    DJ AIG Commodity Index" ab, also einen der führenden Rohstoffindices.
    Nun ist ein Indexfonds an sich nicht gerade spektakulär oder empfehlenswert, aber im vorliegenden Fall gibt es zwei Besonderheiten:
    - der Fonds lautet währungsgesichert auf EURO
    - der Fonds garantiert am Ende des Jahres 85% des Jahresanfangswerts
    Aus diesem Grund kann dies eine Investitionsmöglichkeit für eher risikoscheuere Anleger sein, die zwar am noch immer herrschenden Rohstoffboom mitverdienen, das Risiko aber deutlich begrenzen wollen!

    Wobei man aber auch eines ganz klar sagen muß: Seit Auflage am 19.05.2006 bis 31.12.2006 hat der Fonds ein Minus von 4,12% gemacht.
    Trotzdem kann dieser Fonds aber eventuell als Beimischung geeignet sein - was aber natürlich auf keinen Fall eine Kaufempfehlung darstellen soll!
     
  • Fidelity Fonds mit neuen Managers
    Seit 1. Januar 2007 hat der bekannte Fidelity European Growth Fund, das Flaggschiff der größten Fondsgesellschaft der Welt, bekanntlich einen neuen Manager. Alexander Scurlock hat den Stab von Graham Clapp übernommen. Ob sich der Fonds so positiv weiterentwickeln wird wie in der Vergangenheit bleibt somit abzuwarten.
    Wir haben ihn daher für uns auf die "Watchlist" gesetzt und empfehlen ihn derzeit nicht mehr aktiv zum Kauf. Allerdings ist er für uns auch noch kein Verkaufskandidat.
    Die von uns betreuten Investmentkunden werden natürlich in gewohnter Form ausführlich informiert.

    Aber neben dieser Top-Personalie gab es noch eine Reihe weiterer Änderungen im Management von Fidelity-Fonds:
    - Fidelity American Growth Fund: Hier ist der langjährige Manager Neal
     Miller von Bord gegangen und der Fonds wird komplett umgestellt
    - Fidelity Euro Blue Chip Fund: Neue Fondsmanagerin
    - Fidelity Active Strategy (FAST) Fund: Neuer Fondsmanager

    Wer also dort investiert ist, sollte die künftige Entwicklung genau prüfen und ggfls. gegen bessere Konkurrenzprodukte tauschen..
     
  • Victory Media ist pleite
    Der Anbieter von Filmfonds, die Victory Media AG aus Kaufbeuren ist insolvent. Angeblich sind die laufenden Filmfonds davon nicht betroffen, aber bei denen schaut es ohnehin alles andere als rosig aus. Die Ausschüttungen sind weit hinter Plan und es scheint laut der Zeitschrift "Cash." Probleme bei der steuerlichen Anerkennung zu geben.
    Zu allem Überfluß ermittelt die Staatsanwaltschaft Kempten auch noch wegen Verdachts auf Betrug, Untreue und Steuerhinterziehung.
    Gut, wenn man in diesem Umfeld nicht investiert hat!..
     
  • Risiko für Italien-Fonds
    Wer an einem Geschlossenen Immobilienfonds in Italien beteiligt ist, sollte sich auf eine Abschaffung des Freibetrages im neuen Jahr einstellen!
    Sollte das tatsächlich Gesetz werden - was in Italien aber ja immer etwas länger dauern kann - dann müssen Anleger mit einer deutlich geringeren Gesamtrendite rechnen.
    Italien reiht sich damit ein in die Gruppe der Staaten, die Freibeträge kürzen oder ganz streichen (siehe z.B. Holland, etc.). Hier zeigt sich wieder einmal ein bislang unterschätztes Risiko von Auslands-Immobilienfonds!..
     

4. Versicherungsnews

  • Produkte mit höherem Garantiezins
    Die deutschen Lebens- und Rentenversicherungen dürfen 2007 für Neuverträge nur noch eine Garantieverzinsung von 2,25% pro Jahr gewähren. Garantien werden aber immer mehr zum Wettbewerbsargument, weshalb die Unternehmen mit unterschiedlichen Methoden versuchen, auch jetzt noch einen höheren Zinssatz anzubieten.
    Zwei Varianten wollen wir Ihnen hier kurz vorstellen:

    a) Sofortbeginnende Rentenversicherung
    Hier hat der VOLKSWOHL BUND eine Gesetzeslücke entdeckt. Denn in der Deckungsrückstellung heißt es sinngemäß: "Für Renten ohne Rückkaufswerte gilt für die ersten acht Jahre des Rentenbezugs ein Höchstrechnungszins von 85% der letzten Umlaufrendite". Klingt unspektakulär, aber der reguläre Höchstrechnungszins (gemeint ist besagte jährliche Garantieverzinsung!) beträgt sonst nur 60% der Umlaufrendite (ja, auch die hatten wir heute schon intensiv im Newsletter).
    Und was macht der VOLKSWOHL BUND daraus? Ganz einfach: Er bietet eine sofort beginnende "Rürup-Rente" (nicht rückkaufbar per Gesetz!) an, die in den ersten acht Jahren eine Garantieverzinsung von 3,0% und erst ab dem neunten Jahr die üblichen 2,25% Garantiezins hat. Clever!
    Wobei es auf der anderen Seite gerade bei diesem Anbieter fast schon egal sein dürfte: Er gehört mit 5% Gesamtverzinsung für 2007 zu den fünf besten Gesellschaften des deutschen Marktes und hält diese jetzt auch schon das zweite Jahr in Folge gleich hoch!
    Trotzdem: Eine gute Idee, die zu mehr Sicherheit für den Kunden führt!

    b) Nutzung eines anderen Rechtssystems: Liechtenstein
    Was in Deutschland nicht möglich ist, geht in anderen Staaten. In Liechtenstein beispielsweise ist es erlaubt, eine Fondsgebundene Versicherung anzubieten, die vollständig in Aktien- und Rentenfonds investiert und bei der der Anbieter trotzdem eine garantierte Mindestverzinsung von 2,75% pro Jahr auch jetzt noch garantiert!
    Das heißt, es kommt die tatsächliche Rendite der Fondsanlage zum Tragen, mindestens aber 2,75% pro Jahr im Schnitt.
    Da der Anbieter eine Tochter eines der größten Versicherungsunternehmen weltweit, der GENERALI ist, sollte auch die Sicherheit entsprechend gegeben sein.
    Und nebenbei gilt das liechtensteinische Konkursprivileg, womit der Familie das in der Police gesammelte Vermögen auch bei einer Privatinsolvenz gesichert ist! ."
     
  • Rechtsschutz beim Discounter
    Nachdem sich die ARAG den Goodwill zuerst bei den Kunden durch schon Kündigungswellen zu nennende Aktionen und danach bei ihren Außendienstmitarbeitern durch Umstellung des Vergütungssystems verspielt hatte, versuchte man nun über den Discounter PENNY ein Rechtsschutzpaket zu 99 EUR zu verkaufen.
    Also genau der richtige Vertriebsweg für ein doch recht erklärungsbedürftiges Versicherungsprodukt, bei dem man immer noch genug falsch machen kann. Dafür hatte es neben dem Preis noch einen weiteren Vorteil: Man wurde garantiert aufgenommen, denn Vorschäden spielten keine Rolle.
    Nun gut, wir haben natürlich Kunden mit entsprechender Historie dieses Paket ans Herz gelegt - denn nach mehreren Schäden z.B. durch einen unfreundlichen Arbeitgeber steht man oft jahrelang ohne Rechtsschutzversicherung da! Und wenn die ARAG hier glaubt, einen Vorteil bieten zu müssen - bitteschön, DIESEN Vorteil haben wir gerne kommuniziert!

    Ach ja, der Erfolg der ganzen Aktion? Genaue Zahlen gibt es offiziell nicht, aber gegenüber der Financial Times Deutschland hieß es, daß "mehr als ein Vertrag" pro Filiale abgesetzt worden sei. PENNY hat ca. 2.000 Filialen in Deutschland. Wohl nicht wirklich das, was man als durchschlagenden Erfolg bezeichnen kann.
     
  • BRUNSVIGA Leben gibt es nicht mehr
    Vor einigen Jahren nach der Pleite der MANNHEIMER Leben war die Sicherheitsmittelausstattung eines Lebensversicherungsunternehmens ein großes Thema. Damals glänzte ein selbst Experten unbekanntes Unternehmen mit höchsten Reserven: Die BRUNSVIGA Leben, bei der man jedoch keine Verträge mehr abschließen konnte.
    Dieses hat nun den gesamten Versicherungsbestand auf die Muttergesellschaft HANSE-MERKUR Lebensversicherung übertragen und existiert damit de facto nicht mehr.
     
  • GUTINGIA Leben verkauft
    Die relativ kleine GUTINGIA Leben war aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur umstrittenen "Göttinger Gruppe" für verantwortungsbewußte Makler eigentlich nie ein Thema. Das könnte sich nun ändern, denn vor kurzem hat die renommierte belgisch-niederländische Finanzgruppe FORTIS die GUTINGIA übernommen.
    Seien wir mal gespannt, was man draus macht..
     

5. Renten- und Sozialversicherungsnews

  • Krankenkassen mit Sensations-Erhöhungen
    Wohl noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik haben die Gesetzlichen Krankenkassen ihre Beiträge derart massiv erhöht! Hier die stärksten Erhöher:
    Gothaer BKK:  +1,7%-Punkte (von 13,6% auf 15,3%)
    BKK Riedel:  +1,6%-Punkte (von 12,7% auf 14,3%)
    AOK Rheinland-Pfalz:  +1,6%-Punkte (von 13,9% auf 15,5%)
    BKK Stadtw. Hannover: +1,4%-Punkte (von 13,2% auf 14,6%)
    AOK Sachsen-Anhalt:  +1,3%-Punkte (von 13,5% auf 14,8%)
    AOK Brandenburg:  +1,3%-Punkte (von 13,6% auf 14,9%)
    AOK Saarland:  +1,2%-Punkte (von 14,6% auf 15,8%)
    AOK Berlin:  +1,2%-Punkte (von 14,6% auf 15,8%)

    Das bedeutet also beispielsweise bei der Gothaer BKK eine Erhöhung des Beitrags um 12,5%. Und das bei anhaltenden Leistungskürzungen der Gesetzlichen Krankenkassen allgemein.

    Die günstigsten Krankenkassen für Ihr Bundesland finden Sie wie immer auf unserer Website
    http://www.gesetzlicheKrankenkassen.de und Infos zu Privaten Krankenversicherung als sichere Alternative unter http://www.kv-infos.de .
    Ganz neu ist unser Forum unter
    http://www.krankenkassenforen.de , wo Sie Fragen zur Gesetzlichen Krankenkasse stellen, sich mit anderen Nutzern austauschen oder einfach mal Dampf ablassen können!

    Und freuen Sie sich als gesetzlich Versicherter schon mal auf den Gesundheitsfonds als Herzstück der Gesundheitsreform: Wenn dieser kommt, können Sie nicht mal mehr eine günstigere Krankenkasse wählen - denn dann zahlen Sie überall gleich (zu)viel!
    Dieses Stück des dann nach 1989 wieder real existierenden Sozialismus wird ja mit warmen Worten angepriesen und stellt in der Tat das größte Risiko für langfristig bezahlbare Beiträge dar. Ohne Wettbewerb kommt es bekanntlich zu einem Anbieter-Monopol mit allen extrem negativen Auswirkungen. Oder wünschen Sie sich etwa die Zeiten der alten Telekom/Bundespost mit mehr als zehnmal so hohen Telefontarifen wie heute zurück? Sicherlich nicht, aber in der Gesundheit soll sich so alles zum Guten wenden?
    Nur mit unverdrossener Staatsgläubigkeit, dogmatischer Ablehnung von Wettbewerb und der konsequenten Unterdrückung des gesunden Menschenverstandes kann man eine solche Lösung auch nur ansatzweise erwägen!...
     

6. Rechts- und Steuernews

  • Rürup-Rente für Selbständige verbessert
    Die Rürup-Rente oder auch Basis-Rente genannt sollte ja hauptsächlich bei Selbständigen deren Altersvorsorge verbessern, indem die Beiträge steuerlich absetzbar sind (wogegen dann natürlich alle Auszahlungen voll steuerpflichtig werden).
    Wie so oft ist auch hier gut gemeint das Gegenteil von gut gemacht. Der Gesetzgeber hat handwerklich unsauber die sogenannte "Günstigerprüfung" veranlaßt, durch die die meisten Selbständigen den steuerlichen Vorteil überhaupt nicht nutzen konnten.
    Doch das wurde nun geändert: Sogar rückwirkend seit Anfang 2006 können nun Selbständige unabhängig von einer Günstigerprüfung die Beiträge zur Rürup-Rente steuerlich geltend machen!

    An dieser Stelle dazu ein Lesetip: In der Zeitschrift PERFORMANCE, Ausgabe 12/2006, hat der Autor dieser Zeilen zum Thema “Das Märchen der staatlich geförderten Policen” u.a. auch die Rürup-Rente untersucht.
    Dieser Artikel kann hier nachgelesen werden.
     
  • Neuer Pfändungsschutz für Selbständige
    Bislang hatten Selbständige in Deutschland relativ wenig Chancen, ihre Altersvorsorge bei einer Insolvenz zu retten. Es gab nur lächerlich geringe Freibeträge und als einzige Möglichkeit seit dem Jahr 2005 die "Rürup-Rente".
    Nun hat der deutsche Bundestag das "Gesetz zum Pfändungsschutz der Altersvorsorge" beschlossen. Sofern es sich um eine Versicherung nur mit Rentenleistung handelt (also ähnlich der Rürup-Rente), dann sind bestimmte Beträge darin sicher. Konkret kann also ein Selbständiger nun eine normale Private Rentenversicherung abschließen und in diese bei Bedarf einen verbindlichen "Verwertungsausschluß" einbauen - also den unwiderruflichen Verzicht auf eine einmalige Kapitalauszahlung. In diesem Fall (bei Beachtung einiger Details) sind dann folgende Rückkaufswerte der Versicherung geschützt:
    Alter 18-29 Jahre: EUR 2.000 pro Lebensjahr
    Alter 30-39 Jahre: EUR 4.000 pro Lebensjahr
    Alter 40-47 Jahre: EUR 4.500 pro Lebensjahr
    Alter 48-53 Jahre: EUR 6.000 pro Lebensjahr
    Alter 54-59 Jahre: EUR 8.000 pro Lebensjahr
    Alter 60-65 Jahre: EUR 9.000 pro Lebensjahr
    Wobei wir dabei in der Beratung zumindest parallel weiterhin die weiter oben genannte Nutzung des "Konkursprivilegs" in Liechtenstein empfehlen!
     
  • Weitere Online-Zugriffe der Finanzbehörden
    Das Jahressteuergesetz 2007 gibt den Finanzbehörden nun weitere Online-Zugriffsmöglichkeiten auf Daten der Bankkunden. Nach der Online-Kontoabfrage durch entsprechende Behörden ohne Kenntnis durch den Kunden oder die Bank sind nun auch direkte Zugriffe auf bei den Banken gespeicherte Jahresbescheinigungen möglich.
    In diesen Jahresbescheinigungen sind Kapitalerträge und Aktiengewinne aufgelistet.
    Angeblich geht es aber nur um die "Banksysteme" und nicht um Erkenntnisse über einzelne Steuerzahler....

    Haben Sie Ihr Depot eigentlich schon legal ins Ausland verlegt, wo es diese Kontoschnüffeleien nicht gibt?
    Wenn nein: Unter
    http://www.aktienfonds.com bieten wir Ihnen hier attraktive Möglichkeiten!
     
  • Höheres Renteneintrittsalter ist Gesetz
    Wie bereits im
    Januar-Newsletter angekündigt und im Oktober-Newsletter konkretisiert, ist nun der Rentenbeginn mit Alter 67 Jahren tatsächlich gesetzgeberische Realität geworden.
    Und da erhalten wir immer noch Anfragen zur Privaten Altersvorsorge, die mit Alter 60 Jahren beginnen soll....
     
  • Rechtssicherheit kostet Geld
    Wer seit diesem Jahr eine verbindliche Auskunft vom Finanzamt über einen Steuertatbestand möchte, muß ab sofort dafür Geld bezahlen - und zwar je angefangene halbe Stunde EUR 50,-. Das muß man sich mal vorstellen: Da wird ein komplett unübersichtliches Steuerrecht geschaffen, das selbst Fachleute nicht mehr verstehen - und dann verlangt der Staat auch noch für die Klarstellung unsauber formulierter Tatsachen Geld. Abzocke ist dafür sicherlich noch die freundlichste Bezeichnung!

    Was aber genau dazu paßt: Wer sich eines Steuerberaters bedient, um mit der Abgabe der Steuererklärung nicht gleich in die Straffälligkeit abzugleiten - was angesichts besagter Komplexität ja fast systembedingte Folge ist - der kann diese Steuerberatungskosten nun nicht mehr steuerlich absetzen.

    Aber als Erinnerung: Diese und viele andere den Einzelnen schädigende Regelungen entstammen ja den von uns allen gewählten Volks(ver)tretern! Wenn Sie sich genauso vera..... fühlen wie wir: Unter
    http://www.bundestag.de/mdb/wkmap/index.html finden Sie den für Ihren Wahlkreis zuständigen Abgeordneten. Haben Sie schon mal daran gedacht, ihn Ihren Unmut via eMail spüren zu lassen? Und denken Sie dran: Die Wiederwahl steht für diese Personengruppe in der Regel auf Position 1 der Prioritätenliste...
     

7. Und dann war da noch...

... der nicht grob fahrlässige Spontansex!

Der "Versicherungstip" berichtet über ein Urteil des OLG Düsseldorf im Verfahren zwischen einem Versicherungskunden und einem Versicherer. Dabei ging es um einen Adventskranz, dessen Feuer sich vorschriftswidrig ausbreitete und einen Brandschaden von 30.000 Euro anrichtete. Herrlich die Begründung des Herganges: Der Mann habe "nach dem Betreten des Schlafzimmers aufgrund der körperlichen Reize seiner Lebensgefährtin nicht mehr an den brennenden Adventskranz gedacht."

Da hat aber ein Richter Verständnis für zwischenmenschliche - öh, Kommunikation gezeigt! Es wurde klar erkannt, daß der Mann "ungeplant abgelenkt" wurde und somit weder vorsätzlich noch grob fahrlässig den Adventskranz außer Blick ließ - es war ja nicht mehr als eine halbe Stunde!

Insofern: Wenn schon Spontansex, dann bitte sicherheitshalber nicht länger als dreißig Minuten, ja?

 

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