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Aktuell im März 2007

ALTERNATIV: Den Newsletter im lesefreundlichen PDF-Format herunterladen
 

Die Themen des Monats:

1. TOP-Thema: Änderungen bei der Krankenversicherung
2. Finanznews
3. Fondsnews
4. Versicherungsnews
5. Renten- und Sozialversicherungsnews
6. Rechts- und Steuernews
7. Und dann war da noch...

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1. TOP-THEMA: Änderungen mit der Krankenversicherung

Zum 1. April 2007 ist die erste Stufe der Gesundheitsreform in Kraft getreten. Passend zu diesem Datum wirken bekanntlich viele Details wie ein sehr schlechter Aprilscherz, sind aber leider gesetzliche Realität.

Bevor der große Wahnsinn des "Gesundheitsfonds" dann im Jahr 2009 kommt, werden die Versicherten mit einer Reihe von Placebos ruhig gehalten. Die ersten Neuerungen, die ab sofort gelten, sind:

a) Wahltarife:

Die Gesetzlichen Krankenkassen müssen und können ihren Versicherten künftig sogenannte Wahltarife anbieten. Davon sind einige altbekannt und Pflicht für alle Kassen, andere können zusätzlich angeboten werden.
Pflicht sind

  • Spezialtarife für integrierte Versorgung spezieller Krankheiten (Verpflichtung der Kunden zu bestimmten Behandlungen und Ärzten, dafür kleine Vorteile wie z.B. Entfall der Praxisgebühr)
  • Hausarztzentrierte Versorgung, also sogenannte "Hausarztmodelle", bei denen immer zuerst zum Hausarzt und der Hausapotheke gegangen wird. Dafür gibt es kleine Vorteile wie z.B. Entfall der Praxisgebühr oder Verringerung von Zuzahlungen.
  • Disease-Management-Programme: Das sind strukturierte Behandlungsprogramme bei chronischen Krankheiten, die zu deutlich besseren Ergebnissen führen sollen.
  • Besondere ambulante ärztliche Behandlung
  • Modellvorhaben

Freiwillig dagegen sind

  • Selbstbehaltsprogramme - da erhält z.B. ein Versicherter am Beginn des Jahres EUR 600,- ausgezahlt, muß aber bei Krankheit die ersten EUR 900,- selbst bezahlen. Ein Modell, das sich nur bei sicherer Gesundheit lohnt.
  • Beitragsrückerstattung, wobei es bei Leistungsfreiheit einfach Geld von der Krankenkasse zurück gibt. Maximal ein Monatsbeitrag (incl. Arbeitgeberanteil) ist möglich.
  • Tarife für variable Kostenerstattung (Kostenerstattungs- statt Sachleistungsprinzip)
  • und vieles mehr

Die Kassen können bei den freiwilligen Programmen sehr kreativ sein. Da aber die Einführung schon zum 1. April erfolgt sein sollte, in dieser Zeit das Ganze aber effektiv nicht zu schaffen war, bieten viele Kassen hier (verständlicherweise) noch gar nichts an. Alleine die Genehmigung der Satzungsänderung durch das Aufsichtsamt dauert eben seine Zeit. Noch dazu hat der Gesetzgeber in den Gesetzestext etwas Falsches reingeschrieben (kein Aprilscherz!). Aufgrund eines "redaktionellen Fehlers" wurde bei den Kostenerstattungstarifen eine vollkommen falsche Aussage getroffen, die erst am 13. März vom Bundesversicherungsamt in einem uns vorliegenden Rundschreiben klargestellt wurde. Aber dem Gesetzgeber ging eben - wie so oft - Schnelligkeit vor Sorgfalt.
Aus all diesen Gründen werden sogar die eigentlich vorgeschriebenen Pflichtprogramme noch nicht flächendeckend angeboten.

Ob das allerdings schlimm ist, bleibt abzuwarten. Als Beispiel sei hier die TECHNIKER Krankenkasse genannt. Diese bietet - wie die meisten anderen Krankenkassen auch - spezielle Wahltarife schon seit Jahren für ihre Freiwillig Versicherten an. Das Interesse ist aber extrem verhalten: Von den rund 900.000 Berechtigten haben gerade mal ca. 25.000 Personen, also weniger als 3%, diese Möglichkeiten bislang überhaupt genutzt.

Wir haben derzeit eine große Umfrage unter den Krankenkassen laufen und werden die Ergebnisse zu den Wahltarifen in Kürze im Internet unter http://www.gesetzlicheKrankenkassen.de veröffentlichen.

Ganz wichtig aber für die Versicherten: Wer sich für einen solchen Wahltarif entscheidet, der ist mindestens 3 Jahre (!) daran gebunden. In dieser Zeit darf er seine Krankenkasse nicht mehr wechseln - auch nicht bei einer Beitragserhöhung!
Das ist eben hier das "Kleingedruckte", auf das man unbedingt achten sollte...


b) Leistungsänderungen

Ausgeweitet werden die Leistungen der Gesetzlichen Krankenkassen bei

  • Impfungen
  • Mutter-Kind-Kuren
  • Reha-Behandlungen für ältere Personen
  • Betreuung Schwerstkranker und Sterbender zu Hause

Allgemein geändert werden folgende Bereiche:

  • Führen versäumte Vorsorgeuntersuchungen zu einer späteren Krankheit sind Zusatzkosten für den Versicherten möglich.
  • Die Behandlung von Komplikationen nach Piercings wird nicht mehr gezahlt.
  • Krankenhäuser werden für ambulante Behandlungen geöffnet.
  • Apotheken müssen den Krankenkassen höhere Rabatte geben
  • Vor der Verordnung teurer Medikamente muß ein zweiter Arzt befragt werden.


c) Versicherungspflicht

Es wird in Stufen eine Versicherungspflicht in Deutschland eingeführt. Daß jemand nicht mehr krankenversichert ist, soll es künftig nicht mehr geben.

Die Stufe 1 gilt seit dem 1. April 2007 und betrifft alle Personen, die irgendwann einmal zuletzt GESETZLICH krankenversichert waren: Diese müssen seit dem 01.04.2007 wieder Mitglied einer Gesetzlichen Krankenkasse sein! Die frühere Krankenkasse, ggfls. deren Rechtsnachfolgerin, muß diese Personen aufnehmen - und sei es Jahrzehnte her. Die für diesen Pflicht-Versicherungsschutz notwendigen Beiträge werden dann auf das komplette beitragspflichtige Einkommen berechnet.
Welche Strafen erhoben werden, wenn jemand nicht versichert ist, ist unseres Wissens nach derzeit noch nicht geregelt. Aber wer glaubt clever sein zu können und Zeit zu schinden, der irrt: Es werden immer rückwirkend zum April 2007 Beiträge fällig - auch wenn man sich erst Monate oder Jahre später meldet! Fragen dazu beantwortet übrigens eine spezielle Hotline des Gesundheitsministeriums unter 01805-996601.

Stufe 2 gilt ab dem 1. Juli 2007 und betrifft alle Personen, die irgendwann einmal zuletzt PRIVAT krankenversichert waren: Diese müssen ab dem 01.07.2007 wieder Mitglied einer Privaten Krankenversicherung werden. Versicherung und Tarif können frei gewählt werden, allerdings darf die Versicherung eine Gesundheitsprüfung vornehmen und sogar auch ablehnen. Daher haben alle betroffenen Personen das Recht, stattdessen ohne Gesundheitsprüfung in einen vom Leistungsumfang her mit der Gesetzlichen Krankenkasse vergleichbaren "Standardtarif" einzutreten.

Wer noch nie krankenversichert war muß das System wählen, das seiner Tätigkeit am nächsten kommt: Minijobber als Sonderform der Arbeitnehmer die Gesetzliche Krankenkasse, Selbständige und Beamte die Private Krankenversicherung.
Aber Achtung: Unversicherte Minijobber müssen für ihre Kranken- und Pflegeversicherung dann ca. EUR 125,- pro Monat bezahlen!
Im Gegenzug wurde der Mindestbeitrag für Selbständige in der Gesetzlichen Krankenkasse reduziert: Seit April 2007 sind es nur noch rund EUR 170,- pro Monat statt bisher ca. EUR 250,-.

.
2. Finanznews

  • Verheerende Bilanz von Prüfungen zum Finanzberater
    Nach mehrfach öffentlich geäußerter Meinung des Verfassers dieser Zeilen sind bekanntlich "alle Vorurteile gegen unsere Branche berechtigt". Zwar gibt es inzwischen sehr weitreichende gesetzliche Änderungen, die hier viel verändern sollen - ob das aber zu wirklich positiven Ergebnissen führen wird, ist derzeit noch mehr als fraglich.

    Andererseits haben wir wirkliche Meilensteine vor uns:
    - Zum 22. Mai 2007 tritt das neue VersicherungsVermittlungsGesetz in Kraft. Dieses regelt erstmalig den Beruf des Versicherungsvermittlers und macht diesen erlaubnispflichtig. Und zur Erlangung der Erlaubnis muß nun doch tatsächlich sogar auch Fachkunde nachgewiesen werden! Es soll damit künftig nicht mehr möglich sein, daß ein Branchenfremder von heute auf morgen unbelastet von Fachwissen als Versicherungsverkäufer loslegt.
    Gleichzeitig treten umfangreiche Offenlegungs-, Beratungs- und Dokumentationspflichten in Kraft. Diese dürften dann einen Teil der bislang unreflektiert einfach verkaufenden Branche intellektuell überfordern und so eine gewisse Bereinigung zur Folge haben.

    - Zum 01. November 2007 soll die MiFID (Markets in Financial Instruments Directive) in Kraft treten, die als Finanzmarktgesetz auch die reine Anlageberatung jeder (!) Form - also nicht wie bisher nur die Vermittlung - erlaubnispflichtig macht (ausschließlich Offene und Geschlossene Fonds nach §34c Gewerbeordnung, alles andere nach §32 Kreditwesengesetz).

    - Zum 01. Januar 2008 soll das neue VersicherungsVertragsGesetz in Kraft treten, nach dem wiederum weitergehende Verpflichtungen entstehen.

    Um mit all diesen Herausforderungen fertig zu werden und den Kunden in dessen Sinne zielführend beraten zu können, ist eine fundierte Ausbildung nötig. Überprüft wird das vorhandene Wissen z.B. durch die Industrie- und Handelskammern (IHKn) mit den öffentlich-rechtlichen Prüfungen zum "Fachberater für Finanzdienstleistungen" (entspricht einem "normalen" Ausbildungsabschluß wie z.B. dem Bank- oder Versicherungskaufmann) bzw. dem "Fachwirt für Finanzberatung" (entspricht z.B. dem Bank- oder Versicherungsfachwirt).
    Nun hat der DIHK als Dachorganisation der 81 bundesdeutschen IHKn eine Statistik über die Prüfungsergebnisse im Herbst 2006 veröffentlicht - und diese kann man nur als erschreckend beurteilen:

    Beim "Fachberater für Finanzdienstleistungen" liegt der Notendurchschnitt je nach Fach zwischen 3,41 und 4,24 (Notenskala wie Schulnoten von 1 bis 6, wobei 1 die Beste ist). Es gab
    - 28mal "sehr gut"
    - 288mal "mangelhaft" und "ungenügend"
    (Ergebnisse je Fach, überprüft wurden fünf Fächer)

    Beim "Fachwirt für Finanzberatung" gab es je nach Fach
    - 8mal "sehr gut"
    - 89 mal "mangelhaft" und "ungenügend"
    (Ergebnisse je Fach, überprüft wurden mindestens fünf Fächer)

    Damit haben Finanzberater die schlechtesten Ergebnisse aller Prüfungsabsolventen in der deutschen Wirtschaft. Und führt man sich dann noch vor Augen, daß es je nach Zählweise zwischen 140.000 und 500.000 Finanzberater aller Art in Deutschland gibt, dann sind rund
    - 220 Teilnehmer an der Prüfung zum Fachberater und
    - 140 Teilnehmer an der Prüfung zum Fachwirt (diese haben zuvor die Fachberater-Prüfung
     bereits bestanden)
    ohnehin nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
    Wie war das - "alle Vorurteile gegen unsere Branche sind berechtigt"?

     
  • AWD will mehr Verträge an Altkunden verkaufen
    Derzeit laufen die Bilanzpressekonferenzen der Versicherungsunternehmen und großen Finanzvertriebe. Die Financial Times Deutschland berichtet über einen der größten deutschen Vertriebe, den AWD (nach eigenen Angaben ein "unabhängiger Finanzoptimierer").

    Dieser kämpft nach den Angaben der FTD derzeit mit der Stagnation der Neukundengewinnung. Doch trotzdem wolle man dieses Jahr ein Umsatzwachstum von mindestens 10 Prozent erreichen, erklärte der charismatische AWD-Chef Carsten Maschmeyer. Möglich werden solle das durch den Verkauf von mehr Verträgen pro Kunde. Derzeit sei man bei 5,8 Verträgen im Schnitt und wolle auf 6 Verträge pro Kunde kommen.

    AWD-Kunden dürfen sich also auf viele Kontaktversuche ihres Beraters freuen - denn wenn die Führungsspitze die Erhöhung der Vertragszahl ausruft, muß der Vertrieb rennen! Und ob angesichts der Verkaufsvorgaben dann tatsächlich das Kundeninteresse im Vordergrund steht, darf zumindest mal hinterfragt werden...

     
  • Bessere Einlagensicherheit und mehr Zinsen
    Eine den "Zinsjägern" recht bekannte Bank dürfte die Finansbank Holland sein. Diese hat in der Vergangenheit bereits überdurchschnittliche Zinsen auf Tagesgeld geboten. Unschön war aber immer die Höhe der Einlagensicherung. Hier galt nämlich im Falle der Pleite das europäische Minimum von 90% der Einlagen, maximal aber EUR 20.000,-.
    Nun hat Holland als Heimatland der Finansbank die Einlagensicherung deutlich verbessert, was auch deutschen Kunden dieses Bankhauses zugute kommt. Seit Anfang des Jahres sind Einlagen bis EUR 20.000 zu 100% und weitere EUR 20.000 zu 90% gesichert.
    Die Finansbank hat sich übrigens auch umbenannt. Seit Anfang März heißt sie nun "Credit Europe Bank" und bietet auf dem Tagesgeldkonto satte 3,6% Zinsen. Gerade für Anlagen bis EUR 20.000 ist das mit Sicherheit eine sehr attraktive Alternative!
    http://www.crediteurope.de .
     

3. Fondsnews

  • Sind 5% wirklich 5%?
    Derzeit wirbt die DWS, Deutschlands größte und erfolgreichste Fondsgesellschaft, mit dem Spruch "Give me 5!" Konkret geht es um 5% über drei Jahre, die der Anleger aus dem Produkt "DWS 5% Target Return 2010" erhalten soll.
    Zitieren wir mal das Angebot (Website der DWS): " Der Fonds weist eine Laufzeit von nur drei Jahren auf. Innerhalb dieses Zeitraums erhalten Anleger drei Ausschüttungen in Höhe von jährlich 5% des Erstanteilwertes. Jahr für Jahr fließen so 5 Euro pro Fondsanteil zurück auf Ihr Konto.
    3 x 5 = 15 Prozent Zielrendite
    Mit seiner innovativen Strategie strebt der DWS 5% Target Return 2010 bis zum Ende seiner Laufzeit am 9. April 2010 einen Gesamtwertzuwachs von 15 % an. Bei Liquidation des Fonds soll der Rückzahlungswert mindestens dem Erstanteilwert entsprechen (keine Garantie)"

    Aha! Es wird also Geld angelegt und pro Jahr wird eine Ausschüttung von 5% garantiert. Aber nach drei Jahren gibt es dann - anders als bei einem Festverzinslichen Wertpapier - eben NICHT garantiert den Anlagebetrag wieder zurück! Nein, es wird "angestrebt", diesen Wert wieder zu erreichen. Und wenn nicht? Pech für den Anleger!

    Okay, also nichts mit echter Sicherheit. Die DWS will es schaffen, ist sich aber offensichtlich nicht wirklich sicher. Ansonsten würde sie es ja garantieren. Das Risiko liegt also ganz auf Kundenseite. Und drei Jahre lang bleibt der Kunde ja auch sicherlich ruhig und investiert, denn er bekommt ja sicher seine 5% pro Jahr. Das sind aber mitnichten sichere Zinsen, denn am Ende der Laufzeit kann der Wert der Rückzahlung z.B. nur 85% betragen. Sicherlich unwahrscheinlich, aber nicht vollkommen auszuschließen. In diesem Fall wurde mit Zitronen gehandelt, das Geld hat keinen Ertrag gebracht. Im Gegenteil: Die Kosten gingen auch noch zu Lasten des Anlegers!

    Und diese Kosten sind nicht unerheblich:
    Ausgabeaufschlag: 3%
    Jährliche "Kostenpauschale": 1,1%

    Nach einer Berechnung des Branchendienstes "investment intern" bleiben von den 5% gerade mal 2,84% pro Jahr übrig, wenn der Rückzahlungswert dem "mindestens angestrebten" Erstanteilwert entspricht! Denn anders als sonst in ausgewiesenen Fondsrenditen üblich ist darin die Kostenpauschale nicht enthalten!
    Also bei Erzielung des angestrebten Mindestwertes gerade mal 2,84% pro Jahr, was aber noch nicht einmal garantiert ist....
    Sie erinnern sich an das oben beschriebene Tagesgeldkonto der Credit Europe Bank mit 3,6% ab dem ersten Euro? Das keine Kosten, dafür aber tägliche Verfügbarkeit hat im Gegensatz zur dreijährigen festen Laufzeit des DWS-Produktes?
    Uns fällt ganz offen gesagt kein guter Grund ein, der für das DWS-Produkt spricht. Ihnen?

     
  • S&P Fondsdatenbank verschwindet vom Markt
    Einer der Pioniere für umfangreiche Fondsinformationen am deutschen Markt ist das Analysehaus "Standard & Poor's" (früher "Micropal"). Doch ganz spontan hat man sich aus diesem Geschäftsfeld zurückgezogen und die Fondsdatenbank incl. der Kunden-Anwendungen (z.B. zur Erzeugung von Fonds-Factsheets oder Fonds-Vergleichen durch Finanzberater) an den Konkurrenten Morningstar verkauft.
    Dieser stellt derzeit alle Kunden auf sein eigenes System um; S&P als eigenständige Fondsdatenbank hat damit aufgehört zu existieren. Ebenfalls enden mit diesem Jahr die bekannten "S&P-Fonds-Awards".
    Weiterhin geben soll es dagegen die Ratings von Standard & Poor's.
     

4. Versicherungsnews

    Briten deklarieren Überschüsse
    Letztens war in einer sogenannten "Verbraucherzeitschrift" wieder einmal ein zurückhaltender Artikel zu lesen nach dem Motto "Die britischen Lebensversicherungen bringen auch nicht viel". Dabei wurde auf die zugesicherten Wertzuwächse verwiesen und daß diese ja sogar schlechter seien als bei deutschen Lebensversicherungen. Mit diesem Argument wurde die Rentabilität der Britischen Lebensversicherungen an sich angezweifelt.
    Nachdem nun die beiden führenden Anbieter CANADA LIFE und STANDARD LIFE ihre Wertzuwächse für das laufende Jahr deklariert haben, erscheint uns das der richtige Zeitpunkt für eine entsprechende Klarstellung.

    Zunächst einmal: Das britische "With-Profits-Modell" ist mit der deutschen Kapital-Lebens- oder Rentenversicherung kaum vergleichbar. Beide unterliegen ganz verschiedenen Regularien und sind somit sehr unterschiedlich:

    Die deutschen Lebensversicherungen werden von der BAFin (Bundesanstalt für die Finanzdienstleistungsaufsicht) überwacht. Sie unterliegen sehr strengen Regularien. So müssen jedes Jahr jedem Kunden die seinen Vertrag betreffenden Überschüsse verbindlich gutgeschrieben werden (außer dem sogenannten "Schlußüberschuß"). Ist dieser Überschuß einmal gutgeschrieben worden, darf die Police nie wieder weniger wert sein. Als Beispiel: Die ALLIANZ hat für 2007 einen Überschuß von 4,5% deklariert. Dieser muß am Ende des Jahres also dem Vertrag gutgeschrieben werden und ist dem Kunden auf ewig sicher.
    Da also einmal erzielte Gewinne nicht gefährdet sein dürfen, müssen die deutschen Versicherungen sehr konservativ anlegen. Aktien dürfen zwar theoretisch bis zu 35% der Gesamtanlagen beigemischt werden - praktisch aber ist das ohne Bedeutung. Denn das Aktienanlagen immanente, wenn auch nur temporäre Verlustrisiko, ist für die Versicherungsunternehmen viel zu hoch - am Jahresende darf ja kein Minus herausgekommen sein! Logisch, daß die Aktienquote der deutschen Lebensversicherungen meist weit unter 10 Prozent liegt. Stattdessen wird hauptsächlich in (aktuell sehr niedrig verzinste) Festverzinsliche Wertpapiere und Immobilien mit stabilen Erträgen investiert. Kein Wunder, daß selbst die besten deutschen Lebensversicherungen derzeit kaum mehr als 5% pro Jahr an Gewinn ausschütten können - wobei dies angesichts der Rendite vergleichbarer Staatsanleihen zum Teil sogar ganz hervorragend ist!
    Neben dieser konservativen Anlage garantieren die deutschen Lebensversicherungen einen Mindestzins. Bei Neuabschluß beträgt dieser derzeit für die gesamte Laufzeit 2,25% pro Jahr - die weitergehenden Überschüsse kommen natürlich obendrauf und damit dem Kunden zugute.
    In der Vergangenheit konnten aber Verträge mit bis zu 4% jährlichem Garantiezins abgeschlossen werden

    Die Versicherungen nach dem "Britischen Modell" dagegen unterliegen der angelsächsischen Aufsicht (z.B. der FSA Financial Services Authority in Großbritannien). Diese verlangt anders als die deutsche Aufsicht aber nicht, daß stets alle Gelder verbindlich dem Kunden gutgeschrieben werden und auch tatsächlich vorhanden sind! Die Versicherungen müssen aber immer in der Lage sein, ihre Verpflichtungen (also anstehenden Auszahlungen) vollständig zu erfüllen. Das wird ungleich stärker kontrolliert als in Deutschland.

    Also um es vereinfacht zu sagen: Sehr strenge Regularien und Verpflichtungen in Deutschland, weitgehende Freiheit mit sehr strenger Überprüfung der Einhaltung der grundlegenden Vorschriften in England.
    Diese Freiheit ermöglicht es den Anbietern des "Britischen Modells", ganz anders anzulegen - denn temporäre Verluste sind danach grundsätzlich möglich. Daher sind dort Anlagen in Aktien von bis zu 100% durchaus zulässig.

    Für den deutschen Markt aber haben die meisten Anbieter ein spezielles Modell kreiert: Man garantiert eine Mindestverzinsung bzw. Mindestablaufleistung, die jedoch etwas geringer ist als die deutscher Anbieter (ca. 1,5% pro Jahr gegen 2,25% deutscher Anbieter). Dafür kann man aber eine Aktienquote von 55% bis 75% darstellen. Unterstellt man, daß Aktien langfristig deutlich ertragsstärker sind als Festverzinsliche Wertpapiere, dann kann man dem "Britischen Modell" längerfristig eine deutliche höhere Renditechance zubilligen! Die Sicherheit nach unten aber ist mit den deutschen Policen relativ vergleichbar.
    Die Gutschrift der erzielten Gewinne erfolgt anders als bei deutschen Anbietern immer erst im Nachhinein: Kommt der Vertrag zur Auszahlung, dann wird rückwärts geschaut, wie sich die Kapitalanlagen in jedem Jahr der Vertragsdauer entwickelt haben. Gute Jahre und schlechte Jahre werden gegengerechnet und ausgeglichen (das ist das sogenannte "Smoothing", der Glättungseffekt).
    Aufgrund dieser Besonderheit ist es natürlich schwer, dem Kunden jedes Jahr einen Wert in der Police auszuweisen. Deshalb gibt es eine Zweiteilung:
    Ein kleiner Teil wird jedes Jahr verbindlich dem Kunden zugewiesen. Das sind mindestens 0% (ein Minus ist nicht möglich) und nach oben gibt es keine Grenzen. Dieser verbindlich dem Kunden zugewiesene Anteil wird jedes Jahr neu festgelegt - nämlich abhängig von den erzielten Gewinnen. Und da dieser dem Kunden dann wirklich verbindlich gutgeschriebene Wertzuwachs im Nachhinein nicht mehr gekürzt werden darf, ist man natürlich in der Kalkulation vorsichtig.
    Der über dieses Anteil hinausgehende Gewinn wird zur Seite gelegt und im Rahmen des Smoothing-Verfahrens mit der Schlußabrechnung dem Kunden gutgeschrieben.

    Soweit die Einführung. Wer bis hierher durchgekommen ist versteht, daß der den Kunden des Britischen Modells jährlich verbindlich gutgeschriebene Zuwachs (die meisten Anbieter sprechen von "geglättetem Wertzuwachs") praktisch immer geringer ausfällt als die dem Vertrag ebenfalls verbindlich gutgeschriebenen (Gesamt)Überschüsse der deutschen Lebensversicherungen. Schließlich kommt beim Britischen Modell am Ende des Vertrages erst der "Löwenanteil" in Form der tatsächlich während der Laufzeit erzielten Überschüsse obendrauf!
    Und das schauen wir uns jetzt mal mit Zahlen an.

    Aktueller geglätteter Wertzuwachs (Garantie):
    - CANADA LIFE: 3,5%
    - STANDARD LIFE: 2,0%

    Tatsächliche Ergebnisse der STANDARD LIFE (sog. "Serie III" mit derzeit ca. 55% Aktienanteil) jeweils zum 1. März des genannten Jahres - alles auf Euro-Basis für deutsche Kunden:

    • Jahr 2003: -32,6%
    • Jahr 2004: +24,5%
    • Jahr 2005: + 6,5%
    • Jahr 2006: +20,8%
    • Jahr 2007: + 8,1%

    Alle seit dem Jahr 2002 abgeschlossenen Verträge sind in dieser Serie enthalten.

    Da es aber auch spannend ist zu sehen, wie sich eine solche Versicherung zu Zeiten des großen Börsencrashs entwickelt hat, hier zum Vergleich die Ergebnisse der STANDARD LIFE in der sog. "Serie II" mit derzeit ca. 45% Aktienanteil jeweils zum 1. März des genannten Jahres - auch alles auf Euro-Basis für deutsche Kunden:

    • Jahr 1997: +30,9%
    • Jahr 1998: +24,9%
    • Jahr 1999: +38,1%
    • Jahr 2000: +50,4%
    • Jahr 2001: -12,2%
    • Jahr 2002: -10,0%
    • Jahr 2003: -26,7%
    • Jahr 2004: +21,4%
    • Jahr 2005: + 6,0%
    • Jahr 2006: +18,4%
    • Jahr 2007: + 7,6%

    Das sind tatsächlich erzielte Ergebnisse! Natürlich wissen wir, daß die Jahre 1999 und 2000 extreme Ausnahmejahre waren - genauso wie die Jahre 2001 bis 2003. Doch betrachtet man sich den Durchschnitt, dann muß man von einer extrem rentablen Anlage sprechen, oder?

    Berücksichtigt man dann noch, daß unabhängig von diesen hier genannten tatsächlichen Überschüssen

    • pro Jahr eine Mindestüberschuß verbindlich gutgeschrieben wurde und
    • zumindest bei zwei Anbietern (CANADA LIFE und STANDARD LIFE) eine Mindestverzinsung bzw. Mindestablaufleistung garantiert wird,

    dann kann man angesichts der Journalistenmeinung über "schwache Briten" nur verwundert den Kopf schütteln. Ein klein wenig mehr Recherche wäre manchmal schön, liebe Kollegen!


    DBV-Versicherung verteilt Gelder

    Da hat eine Versicherung Geld zu verteilen und die Berechtigten melden sich einfach nicht. Ein verspäteter Aprilscherz? Nein, nur wieder ein Beispiel mehr für die inzwischen wohl symptomatische Lethargie in diesem Lande, wo Massen an Riester-Sparern versäumen, ihre Zulagen zu beantragen oder Versicherte ihre Überschüsse nicht einfordern.

    Was aber steckt dahinter? Nun, vor rund 17 Jahren wurde die damalige DBV-Versicherung (korrekt: Deutsche Beamten-Versicherung Öffentlichrechtliche Lebens- und Rentenanstalt) von einem öffentlich-rechtlichen Institut in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Ein Vorgang, den seitdem viele andere Unternehmen ebenso gemacht haben; besonders bekannt sind vielleicht die Schweizerische Rentenanstalt / Swiss Life oder die STANDARD LIFE aus Großbritannien.
    Bei einer Umwandlung in eine Aktiengesellschaft steht den bisherigen Versicherungskunden eine Beteiligung an den Erlösen zu. Das ist auch geschehen, im Jahr 1990 wurden 300 Mio. EUR an die Kunden verteilt.

    Doch bis 2006 war die DBV (heute DBV-Winterthur) noch nicht ganz verkauft - bis dann die AXA-Gruppe zugriff und die DBV-Winterthur ganz übernahm. Mit diesem Verkauf wurden weitere 344 Mio. EUR erlöst, die nun den gleichen Berechtigten zustehen wie anno 1990.
    Und genau damit beginnt das Problem: Wer war 1990 berechtigt?

    In weiser Voraussicht hat man damals sogenannte "Berechtigungsscheine" verteilt. Fast 600.000 Stück davon wurden ausgestellt und deren Vorlage berechtigt zu einer Auszahlung - und zwar bereits heute! Doch die Frist für die Einlösung läuft am 2. März 2009 ab. Das bis dahin nicht abgeholte Geld fließt dann wiederum an die Berechtigten, die dann den Berechtigungsschein Nr. 2 vorlegen.
    Das war es dann aber auch noch nicht, denn nun muß nach vollständigem Verkauf und Abwicklung die alte "Unternehmenshülle" aufgelöst werden. Auch dabei dürften nochmal Erlöse entstehen - und auch auf diese haben die damaligen Versicherungsnehmer einen Anspruch mit Hilfe des Berechtigungsscheins Nr. 3.

    Schätzen wir mal ganz entspannt, daß die Gesamtauszahlung bis zum Jahr 2012 dauert. Dann waren es nur 22 Jahre seit Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, bis sämtliche daraus erzielten Gewinne ausgeschüttet waren.
    Wobei in dieser Zeit sicherlich viele Berechtigte verstorben sind. An sich kein Problem, denn die Berechtigungsscheine können vererbt werden und es wird gegen Vorlage ausgezahlt. Aber welcher Erbe weiß schon, was da in den überlassenen Unterlagen schlummert?

    Und so kommt es, daß eine Versicherung Geld hat und dieses auch auszahlen will - aber nicht weiß, an wen! Und sehen wir es ganz sportlich: Wer seine Unterlagen ordentlich hält und Zeitung bzw. unseren Newsletter liest (also über die anstehende Auszahlung informiert ist), der bekommt Geld. Und je mehr Leute das nicht tun, umso mehr Geld bekommt er. Eigentlich eine faire Belohnung, oder?.
     

5. Renten- und Sozialversicherungsnews

  • Rentensteigerung zum 1. Juli 2007
    Ob man es glaubt oder nicht: Die Rentner in Deutschland bekommen eine Rentenerhöhung! Nach drei Null-Runden können sie sich auf eine Steigerung von 0,54% freuen.
    Toll? Na ja. Zum Januar 2007 haben die Gesetzlichen Krankenkassen bekanntlich auf breiter Front ihre Beiträge erhöht. Die durchschnittliche Beitragssteigerung war höher als die 0,54%. Also, allein so betrachtet bleibt nichts mehr übrig. Nach einer Rechnung der Frankfurter Neuen Presse kommt man auf folgende Werte:
    Die Standard-Rente von EUR 1.100,- pro Monat, die nach 45 Beitragsjahren (!) erreicht wurde, wird um EUR 5,94 erhöht.
    Ist dieser Rentner aber nun z.B. bei der AOK Bayern versichert, dann muß er durch die Beitragserhöhung EUR 4,95 mehr für die Krankenversicherung bezahlen.
    Bleiben unter dem Strich 99 Cent mehr übrig.

    Soweit so schön. Denken wir aber mal weiter: Da aber auch die Steuer etwas ansteigt bzw. der steuerpflichtige Anteil an der Rente für neu Rentenberechtigte, wird auch dies wieder weitgehend neutralisiert.
    Und dann die leidige Inflation, also die Geldentwertung. Wie bereits gesagt: Die letzten drei Jahre gab es Nullrunden. Gleichzeitig ist die Kaufkraft aber zurückgegangen. Die "gefühlte Inflation" lag sicherlich bei gut fünf Prozent pro Jahr oder mehr. Laut statistischem Bundesamt haben sich in den letzten drei Jahren die Preise um insgesamt nur 5,6% erhöht. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer um 3-Prozentpunkte ist da natürlich noch nicht drin! Und dem steht eine Rentenerhöhung von 0,54% gegenüber, die dann auch noch von den höheren Krankenkassenbeiträgen (die im sogenannten "Warenkorb" der Inflationsberechnung NICHT enthalten sind) aufgefressen wird.
    Und hier will noch jemand guten Gewissens erklären, die Gesetzliche Rente sei sicher oder würde zur Sicherung des Lebensstandards im Alter ausreichen????

    Wo früher die Gesetzliche Rente die Basis für die monatlichen Fixkosten war und Private Vorsorge den "Pep" reingebracht hat, ist es heute im Grunde komplett umgekehrt: Die Private Altersvorsorge muß die Grundversorgung sicherstellen! Wenn noch etwas aus der Gesetzlichen Rentenversicherung herauskommt, dann kann das nur das "Zuckerl" obendrauf sein.

    Schwarzmalerei? Keineswegs!
    Unrealistisch? Im Gegenteil!
    Ungewollte Wahrheit? Mit Sicherheit!

    Sage aber keiner, er hätte es nicht gewußt. Auch wenn nach dem "Ruhestands-Barometer 2006" der AXA-Versicherung 76% der Befragten der Meinung ist, daß sich vorrangig der Staat um die Rente zu kümmern hat, so muß ein Irrtum durch weite Verbreitung nicht unbedingt richtiger werden!
    Genausowenig wie die Annahme, daß es ausreicht, erst mit 48 Jahren die Altersvorsorge in Angriff zu nehmen - eine willkommene Entschuldigung für das gute Drittel der Bevölkerung, das noch gar nichts Eigenes für die Altersvorsorge getan hat.

    Wer anders als die Masse die Augen nicht vor diesen Tatsachen verschließen will, der betreibt auch rechtzeitig (!) eine ausreichend hohe (!) private Vorsorge. Gerne helfen wir dabei, z.B. über unsere Portale
    http://www.lv-angebote.de oder http://www.aktienfonds.com .

    Wer aber nicht nachdenken mag, der wird es am Ende spüren - und dann "Solidarität" von den eigenverantwortlich Handelnden fordern, denn das Eingestehen eigener Dummheit (sic!) ist nun mal keine deutsche Tugend.
     

6. Rechts- und Steuernews

  • Pfändungsschutz der Altersvorsorge bei Selbständigen
    Eine gewisse Luft verschafft Selbständigen das Anfang März 2007 in Kraft getretene "Gesetz zum Pfändungsschutz der Altersvorsorge". Dieses regelt, daß Teile der persönlichen Altersvorsorge im Falle der Insolvenz nicht durch die Gläubiger gepfändet werden dürfen. Allerdings ist der Schutz im Umfang begrenzt:

    Pfändungssicher sind zunächst einmal nur Verträge, die eine lebenslange Rente mit Beginn frühestens mit dem 60. Lebensjahr zahlen. Dabei darf über den Vertrag nicht vorzeitig verfügt werden und es darf auch keine Einmal-Kapitalauszahlung geben. Im Todesfall dürfen nur Hinterbliebene eingetragen sein.
    Verträge mit einer reinen Berufsunfähigkeitsrente sind dem gleichgestellt.

    Wer das liest meint vielleicht, darin eine sogenannte "Rürup-Rente" zu sehen. Das ist auch genau beabsichtigt, denn es werden die gleichen Kriterien angelegt. Eine "Rürup-Rente" jedoch ist grundsätzlich insolvenz- und pfändungssicher, da sie nicht rückkaufbar ist.
    Es ist aber möglich, eine "klassische" Private Rentenversicherung genauso auszugestalten. Der Unterschied liegt dann in der Besteuerung: Die "Rürup-Rente" wird nachgelagert besteuert, die "klassische" Rentenversicherung vorgelagert mit dem Vorteil der Ertragsanteilsbesteuerung im Rentenbezug. Welches Modell besser passt, sollte unbedingt zusammen mit dem Steuerberater geklärt werden.

    Wird aber die "klassische" Private Rente gewählt, dann gelten gewisse Höchstsätze für Selbständige, damit sie pfändungssicher sind. So sind die zulässigen Einzahlungen in die Versicherung je nach Alter unterschiedlich hoch (Alter 18-29 Jahre EUR 2.000 jährlich, Alter 60-65 Jahre EUR 9.000 jährlich). Damit sind bis zu EUR 238.000 ansammelbar. In Einzelfällen sogar noch etwas mehr, darauf wollen wir jetzt aber nicht detailliert eingehen.

    Wichtig jedoch: Das Gesetz untersagt unserer Kenntnis nach nicht, eine bestehende Versicherung erst vor Eintritt eines finanziellen Engpasses entsprechend umzuwandeln! So ist es beispielsweise möglich, zunächst eine Private Rentenversicherung (auch nach dem britischen Modell oder Fondsgebunden) mit dem Recht auf Einmalauszahlung des Kapitals abzuschließen. Begünstigt im Todesfall sollten aber Ehepartner, nicht-ehelicher Partner oder die eigenen Kinder sein.
    Tritt nun der finanzielle Engpaß ein, wird ein Verwertungsausschluß verfügt und somit werden die oben genannten Anforderungen an ein solches Produkt voll erfüllt.

    Das heißt, ein Teil der Altersvorsorge ist so weiterhin voll flexibel und gleichzeitig im Ernstfall vor Verwertung / Pfändung geschützt!
    Gerne stehen wir hier bei Interesse an Gestaltung einer solchen Altersvorsorge zur Verfügung.

     
  • Steuerverschärfungen für Containerfonds & Policenverkauf
    Als Alternative zu den Schiffsbeteiligungen sind in der letzten Zeit die sogenannten "Containerfonds" in Mode gekommen. Dort kaufen sich Anleger eine bestimmte Anzahl an Containern, die dann fest vermietet sind und zu einem bestimmten Preis später zurückgekauft werden. Das ist steuerlich attraktiv, da lediglich die Mieterträge abzüglich Kosten und Abschreibungen steuerpflichtig sind. Der Erlös aus dem Verkauf der Container ist nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei.
    Ab dem Jahr 2009 wird es für diese Anlagen steuerlich erheblich schlechter: Denn dann verlängert sich die Mindest-Haltedauer von Containern analog Immobilien auf 10 Jahre! Da aber die meisten Verträge keine 10 Jahre laufen, dürften diese Containerfonds deutlich schlechter rentieren.
    Als vor einigen Jahren die Haltedauer von Immobilien von 3 auf 10 Jahre verlängert wurde, gab es auch keinerlei Bestandsschutz für Altfälle. Wir gehen davon aus, daß es bei Containern genauso sein wird. Das heißt, wer bereits in einem solchen Fonds investiert ist, den wird wohl diese Verschlechterung voll treffen!

    Ebenfalls verschlechtern wird sich die Lage von Verkäufern von Lebensversicherungen. Ab 2009 können Lebensversicherungen nämlich nicht mehr wie bisher steuerfrei verkauft werden - der erzielte Gewinn ist dann steuerpflichtig, wobei der Verkauf von der Versicherungsgesellschaft direkt an das Finanzamt zu melden ist!
    Ob und wie sich das auf die Fonds für Gebrauchte Lebensversicherungen auswirkt (steigende Preise wegen Steuerpflicht der Verkäufer?) bleibt abzuwarten. Wer jedoch seine Lebensversicherung ohne Kündigung loswerden will, sollte sinnvollerweise noch vor 2009 handeln!
     

7. Und dann war da noch...

die VSchDGErÜbV!
Listen and repeat: V-Sch-D-G-Er-Üb-V.

Jawoll, eine neue Errungenschaft unseres allwissenden Gesetzgebers: Die "Verordnung zur Übertragung der Ermächtigung zum Erlaß einer Kostenverordnung für Amtshandlungen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit nach dem EG-Verbraucherschutzdurchsetzungsgesetz (EG-VerbraucherSchutzDurchsetzungsGesetz-ErmächtigungsÜbertragungsVerordnung- VSchDGErÜbV)".

Aber das war Ihnen doch ohnehin geläufig, oder?

 

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